Heinz Haubrichs wird im Oktober sein Amt als Vorsitzender der „Rheinbach Classics“ niederlegen
Der Kapitän verlässt die Brücke, bleibt aber an Bord
Rheinbach. Es war ein bewegender Moment für Heinz Haubrichs, der noch amtierende Vorsitzende der Rheinbach Classics, am Sonntagnachmittag auf der großen Bühne auf dem Himmeroder Wall. Der Vorstand der „Rheinbach Classics“ hatte sich was Besonderes zum Abschied von Haubrichs einfallen lassen, denn die diesjährige Veranstaltung sollte die Letzte sein, die unter seiner Führung als Vorsitzender durchgeführt wurde. Alle Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter aus dem Orga-Team hatten sich gegen fünfzehn Uhr auf der Hauptbühne eingefunden. Der Einzige der nicht Bescheid wusste, war Heinz Haubrichs, der unter dem Vorwand dringend einen Blumenstrauß an die neue „Miss Petticoat“ zu überreichen, zur Hauptbühne gerufen wurde. Erst hier angekommen merkte er, dass es um ihn ging. Alle hatten bis zu diesem Zeitpunkt dichtgehalten und auch die Presse war im Vorfeld von Pressesprecher Tobias Zoporowski auf das Ereignis mit Uhrzeit aufmerksam gemacht worden, um die Überraschung mitzuerleben. Selbstverständlich hatte Zoporowski alle um ihr Stillschweigen gebeten. Bürgermeister Stefan Raetz ergriff das Wort und dankte Heinz Haubrichs für 14 Jahre Rheinbach Classics und die tausende Stunden Arbeit, die er in die Aufgabe als Vorsitzender gesteckt hat. „Ohne dich, lieber Heinz gäbe es die Rheinbach Classics nicht und dafür sind die Bürger der Stadt und die Menschen die diese Veranstaltung lieben unendlich dankbar“, brachte Raetz den Dank aller Beteiligten zum Ausdruck. Als Geschenk überreichte Lars Prior im Namen des gesamten Teams, Haubrichs eine Präsentkiste mit Wein. „Wir haben dir nicht nur den Wein mitgebracht. Du kannst nach all der Zeit mit deiner Frau die „lange Nacht der Weine“ in Baden besuchen und dort einige Tage verbringen“, so Prior in seiner Ansprache.
„Schatz des Jahres“
Zudem wurde Haubrichs mit dem Titel „Schatz des Jahres“ ausgezeichnet, der normalerweise nicht an amtierende Vorstandsmitglieder verliehen wird.
„Ihr werdet doch nicht die Satzung hierfür geändert haben“, wunderte sich Haubrichs, der sich über die Auszeichnung freute. Mit tosendem Applaus brachte das Publikum seinen Dank für die geleistete Arbeit zum Ausdruck.
Haubrichs, der nicht mit solch einer Überraschung gerechnet hatte, wurde von seinen Gefühlen überwältigt, so dass ihm bei seiner Ansprache die Stimme wegblieb. Bereits im letzten Jahr hatte Haubrichs seinen Rücktritt als Vorsitzender der Rheinbach Classics angekündigt. Im Oktober findet die Jahreshauptversammlung statt, bei welcher der Führungswechsel vollzogen wird.
Er geht zwar von der Brücke, verlässt das Schiff aber nicht.
Er werde auch weiterhin mit Rat und Tat den Kollegen zur Seite stehen und vielleicht auch die eine oder andere Aufgabe übernehmen, wenn es gewünscht würde. „Ich möchte nur nicht mehr mein Privatleben rund um Rheinbach Classics aufbauen“, erklärte der 65-jährige. Dabei stellt Haubrichs außer Frage, dass es weitergeht mit Rheinbach Classics. Es sei angedacht eine Dreierspitze zu installieren, zu der unter anderem Lars Prior zählen wird. Die anderen beiden ständen noch nicht fest. Es sollten Kandidaten sein, die die Veranstaltung schon jahrelang kennen und aktiv dabei sind. Das werde in der Jahreshauptversammlung im Oktober geklärt. Dass es weitergeht mit dem Event der guten Laune, könne man daran erkennen, dass in dem diesjährigen Programmheft schon der Termin für das nächste Jahr genannt würde, so Haubrichs in der Pressekonferenz am Schluss der Rheinbach Classics. Haubrichs kann zufrieden sein. Er weiß es gibt eine Zukunft für Rheinbach Classics, denn es ist das Kind, was er vor 14 Jahren aus der Taufe gehoben hat.
Haubrichs am Sonntagmorgen vor dem Corso in Aktion.
Eine große Überraschung hatte der Vorstand, und die Mitstreiter, für Haubrichs parat.
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