Allgemeine Berichte | 20.06.2018

Bündnis Klimaschutz Mittelrhein vertieft Zusammenarbeit bei der Luftreinhaltung

Der Klimawandel ist längst da – die Politik muss endlich handeln!

Koblenz. Gemeinsame Aktionen zum Klimaschutz und gegen die Belastung der Luft durch Stickoxide in den Innenstädten standen im Mittelpunkt des kürzlichen Treffens des Klimabündnisses Mittelrhein in Neuwied. Dem Bündnis gehören inzwischen 18 Natur- und Umweltverbände, Initiativen, kirchliche Gruppen und Genossenschaften aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz an.

„Die chaotischen Wetterereignisse der vergangenen Wochen – man denke nur an Isenburg - zeigen: Der Klimawandel ist längst da, auch bei hier. Alle – EU, Bundesregierung, Kommunen, sowie Wirtschaft und Bevölkerung - müssen endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, dass die Erderwärmung deutlich unter 1,5 bis 2 Grad bleibt. So wurde es 2015 einstimmig und völkerrechtlich verbindlich in Paris beschlossenen. Mit jedem Jahr des Zögerns würden die Folgen teurer, unkontrollierbarer und existenzbedrohender“, so Dr. Thomas Bernhard vom BUND und Solarenergieförderverein SFV Koblenz. Die Versammlung äußerte darum keinerlei Verständnis für die Verschleppung des Kohleausstieges, die Deckelung der Erneuerbaren Energien oder die mangelhafte Umsetzung einer ökologisch-sozialen Verkehrswende. Mit einer Veranstaltungs- und Aktionsreihe im Herbst will das Bündnis die Klimaproblematik wieder verstärkt in die Öffentlichkeit bringen und Bundes- wie Kommunalpolitiker zum Handeln auffordern. Dazu werden Fahrraddemos, CO2-freie Klimatouren, Infoveranstaltungen und Straßenaktionen in der gesamten Region vorbereitet. Dr. Bernhard: „Wichtig ist auch die anstehende Verfassungsklage des SFV gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen Missachtung des Klimavertrages von Paris. Hierfür suchen wir Unterstützer.“ Weiteres Schwerpunktthema war die Luftverschmutzung im Ballungsraum Neuwied-Koblenz. In beiden Innenstädten liegen aufgrund des dichten Autoverkehrs die Stickoxidkonzentrationen nahe am gesetzlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm, teils darüber. „Dies muss genauer erfasst werden, denn die Zahl der Messstellen ist viel zu gering. Unseres Erachtens sind sie mitunter auch falsch platziert, um belegen zu können, dass eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden kann“, so Hendrik Hoeber, Vorsitzender des Neuwieder Umweltschutz e.V (NUV). Der NUV hat darum bereits begonnen mit eigenen Messungen die Situation in Neuwied näher zu analysieren. Dies soll in den nächsten Monaten fortgesetzt werden. Auch der BUND wird sich daran beteiligen in Koblenz. In der Koblenzer City lagen die Werte seit vielen Jahren über 40 Mikrogramm, 2017 genau auf dem Grenzwert, was wohl meteorlogische Gründe hatte. Gemacht wurde in Koblenz noch nichts. Weder genügend neue E-Busse wurden angeschafft, noch die Radsituation verbessert. Bis Förderanträge greifen, wird es noch Jahre dauern. Darum brauchen wir sofort eine deutliche Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr, geregelt mit einer Umweltzone. OB David Langner und der Stadtrat sind jetzt gefordert“, so der Bund. Die nächste Versammlung des Bündnisses Klimaschutz Mittelrhein findet am 14. August in Bendorf statt.

Weitere Informationen/Unterstützung: BUND-Regionalbüro Koblenz, Kornpfortstraße 15, Telefon: (02 61) 97 34 53 9, regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de, E. Bialk , Neuwieder Umweltschutz NUV, Hendrik Hoeber oder NaturFreunde Kettig Oliver Hartmann (0 26 37) 89 14 – naturfreunde-kettig@gmx.de.

Pressemitteilung des

Bündnis Klimaschutz Mittelrhein

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Kommentare
20.06.201817:06 Uhr
juergen mueller

Politik u.Handeln - ein frommer Wunsch.Davon abgesehen,was in den letzten Jahrzehnten,und zwar über alle Regierungskonstellationen hinweg,in Sachen Umweltschutz geschehen ist,so kann man hier nur von einem unzureichenden bzw. gar keinem Handeln sprechen (auch in Koblenz).So macht der Verkehrssektor sprich Fahrzeuganstieg (dank der manipulativen Autoindustrie) alle Fortschritte zunichte,auch weil die Politik sich daran gewöhnt hat,dass es irgendwie immer fünf vor zwölf ist u.garnicht wissen will,warum.Desweiteren,weil KONZERNE die Politik machen.Und deshalb sind unsere größten Umweltprobleme selbstbewusste Arroganz,Egoismus,Gier u.Gleichgültigkeit,und zwar nicht nur seitens der Politik u.Wirtschaft,sondern unserer Gesellschaft insgesamt.Bei uns wird ja nicht so schnell der Mund aufgemachht,aber wehe,man legt beim Einkauf keinen Warentrenner auf das Einkaufsband.Was Herrn Langner angeht,so bleiben ihm 8 Jahre.Fakt ist jedoch, es wird immer zuviel geredet u.nicht gehandelt.

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