Brückenfestival vor historischer Kulisse
Der Kurpark wurde zur Festmeile, die Lahn zur Rennstrecke
Bad Ems. Das Brückenfestival gehört zu den jährlichen Höhepunkten in Bad Ems. Jedes Jahr im Juli verwandelt sich der Kurpark drei Tage lang in eine Festmeile mit großer Bühne, kulinarischen Köstlichkeiten, Marktständen und vielen Attraktionen für große und kleine Besucher. Ein gut gemixter Musik-Cocktail deckt die gesamte musikalische Bandbreite ab. So war es am vergangenen Wochenende in Bad Ems!
Am Freitag eröffnete die charmante Gastgeberin und Organisatorin Nina Jörnhs, dass 22. Brückenfestival im Kaiserbad Bad Ems.
Ihre Gruß- und Dankesworte richtete sie an alle Sponsoren, ohne die diese zweitgrößte Veranstaltung nicht möglich wäre. „Das Staatsbad lässt uns die schönen Grünflächen nutzen, die Stadt Bad Ems und Touristikmarketing stellt uns ihre Flächen und die Bauhofmitarbeiter zur Verfügung.
Michael Kapski (SRC), sponsert den 3. Fun-Triathlon und ist für die Rennleitung zuständig. Marcus Casper (Fachbacher Alahna Beach Club) stellt uns auch in diesem Jahr wieder Stand-up-paddling Boards zur Verfügung. Herzlichen Dank Ihnen allen.
Begrüßen möchte ich hier vertreten für alle: Thomas Wilhelmi (Geschäftsführer Staatsbad Bad Ems GmbH), der heute in Begleitung der frisch gekürten Rosenkönigin Sybilla Busch gekommen ist, sowie Berny Abt (Stadtbürgermeister), Bernd Geppert (Vorsitzender Bartholomäusmarkt-Verein) mit Marktkönigin Kathrin Plaggenmeier, Uwe Bruchhäuser und Jörg Strack (Ruderverein Bad Ems), Abordnung der Bad Emser Karnevalsgesellschaft und Günther Schmidt (Rheinische Karnevals-Korporationen eV). Schön, dass Sie alle gekommen sind.“
Nach den Grußworten durch den Geschäftsführer, dem Bürgermeister und den Königinnen, erklärten Nina Jörnhs und ihr Sohn Toni das 22. Brückenfestival für eröffnet.
Mit dreistimmigen Gesang, Akustikgitarre, Piano und Percussion interpretierte das Trio „The Acoustics“, Songs aus den 60ern.
Die zweite Band an diesem Sommerabend, „The Journeymen“ (benannt nach einem Albumtitel von Eric Clapton) interpretierten die Musik auf ganz eigene Art.
Durch einfallsreiche Arrangements, mehrstimmigen Gesang und auf hohem musikalischen Niveau spielend näherten sie sich den Songs und ermöglichten dem Publikum so eine Zeitreise zu den musikalischen Stationen von Eric Clapton.
Am Samstagvormittag fiel der Startschuss für den 3. Brückenfestival-Fun-Triathlon. Fun ist das englische Wort für Spaß. Nicht treffender hätte man deshalb dieses einzigartige Spektakel benennen können. Ob zu Land oder Wasser, die Teilnehmer kamen bei heißen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen.
Belohnt wurden sie aber durch den anerkennenden Applaus der Zuschauer, die extra für das Event ihren Weg in die Kurstadt gefunden hatten. Bedingt durch die frühen Sommerferien und Krankheit, gingen in diesem Jahr nur sechs Staffelteams an den Start.
Mit drei Disziplinen an den Start
Der neue sportliche Wettkampf auf und an der Lahn bestand aus drei verschiedenen Disziplinen. Der erste Teamer startet auf der Lahn an der Kurbrücke, stehend oder kniend auf einem Sup (Stand-Up Paddling Boards) hieß es schnellstmöglichst um dem Brückenpfeiler rum, dann auf die Gerade flussabwärts zum Anleger zu paddeln.
Dort wartete der nächste Teamkollegen(in) mit Gummistiefeln an den Füßen. Gemeinsam wurde das Board an Land gehievt, erst dann durfte dieser die Karl-Heyer-Promenade, - über die Kaiserbrücke bis zum dritten Kameraden(in) in den Kurpark (vier Türme) laufen. Bevor der Werfer(in) seine Zielkunst unter Beweis stellen durfte, musste er jedoch erst eine kurze Strecke sackhüpfen. Drei Luftballons galt es hier zu treffen. Fehlwurf - bedeutete jeweils eine kleine Strafrunde. Hier konnten gute Punkte gesammelt werden.
Im ersten Duell gingen die Marktköniginnen Kathrin Plaggenmeier und die noch nicht Inthronisierte Laura Lotz an den Start.
Die Teams lieferten sich spannende Wettkämpfe und durften gleich mehrmals ran.
Moderiert wurde dieser „Fun-Triathlon“ von Alexander Zirfas, der die Zuschauer und Teilnehmer mit Witz und Charme unterhielt.
So erfuhr man unter anderem, dass die „besten Bässe“ erst aus dem Trainingslager aus Malle zurückgekommen sind.
Da es in diesem Jahr nicht auf Zeit ging, sondern um Punkte, gab es Entscheidungsläufe ab dem 4. Platz. Die Strecke auf der Lahn wurde geändert. Nun musste der Paddler(in) vom Anleger flussabwärts um die Wasserfontäne und wieder zurück. Das forderte eine enorme Armkraft.
Natascha Haselwander (die super Mario Sisters) ließ sich auch durch das Foul am Springbrunnen von Paul Sand (die besten Bässe) nicht aus der Ruhe bringen.
Die Treffsicherheit des Werfers sorgte dann aber doch dafür, dass der erste Platz an die „besten Bässe“ mit Paul Sand, Jan Eric Casper, Philipp Wagner (Martins Chor) ging. Die „Super Mario Sisters“ mit Aylin Lotz, Natascha Haselwander, Carina Ortel (Gugge mer ma ) belegten Platz 2, gefolgt von der „Gummibierbande“, „Crasy Birds“ mit zukünftiger Marktkönigin Laura Lotz, Janine Kornapp, Svenja Clos kamen auf Rang vier und mit Punktegleichstand Platz 5, Team „Marktkönigin“ Kathrin Plaggenmeier, Anna-Lena Wallroth, Kim Clos, Team Wonderwomen.
Zum dritten Mal in Folge gewannen die „Gugge me mar“ den Pokal für das schönste Kostüm.
Die Coverband „neun.live“ sorgte an diesem Abend genauso wie die Band „Kreuzwort“ aus Rosenheim/Bayern für passende Musik unverwechselbaren Sound eine explosive Mischung aus Reggae, Rap und Dancehall, die einfach zum Mitsingen, -klatschen und -springen animierte.
Am Sonntag zog es wiederum hunderte Besucher zur Festmeile. Entlang der „Jacques-Offenbach-Promenade“ konnte so manch Brauchbares beim Kinderflohmarkt erstanden werden.
Von der „Abfallwirtschaft“ der Kreisverwaltung Bad Ems, wurde auch dies wie die ganze Veranstaltung kostenlos angeboten.
Der „Posaunenchor aus Weisel“ musizierte zum Frühschoppen mit bekannten Weisen.
„Und heut Abend hab ich Kopfweh“ ertönte es am Nachmittag aus den Lautsprechern und den Mündern des Publikums. Das „Mosel Duo“ Elfi Oelig und Manni Rath aus Brodenbach heizten mit bekannten Schlagern so richtig ein.
Die kleinen Besucher hatten Spaß beim Karussell fahren, Trampolin Springen, Hüpfburg, Entenangeln und Kinderschminken. Insgesamt ein friedliches, freundliches Fest für die ganze Familie und die Gäste in der Erholungsregion.
Im Gedenken an den Urvater Friedel Jörnhs, dieser Großveranstaltung darf man sich schon auf das 23. Brückenfestival freuen, wenn Nina Jörnhs und Familie zu der größten „Open Air“ Veranstaltung einladen.
Die Band Neun.Live sorgte für die passende Musik.
„Crasy Birds“: Laura Lotz, die Marktkönigin 2018/19.
Die stolzen Siegerinnen und Sieger des Fun Triathlons.
