Allgemeine Berichte | 27.05.2024

Lernort „Naturschutzgarten Niederwerth“

Der Lebenszyklus des Schwalbenschwanzes

Kleiner, wie klein und mühsam herauspräpariert: Die Räupchen des großen Schwalbenschwanzes – gerade mal 20 Stunden alt.  Fotos: Stefan Krumme

Niederwerth. Kurz nach dem Schlupf der Segelfalter zum fertigen Schmetterling beginnt jetzt auch der Lebenszyklus des verwandten Schwalbenschwanzes im Naturschutzgarten Niederwerth. „Zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und mit einer Kamera bewaffnet, so habe ich aktuell am 12. Mai einen Schwalbenschwanz ‚erwischt‘, wie er bei uns an einer einsamen Fenchelpflanze seine Eier ablegte. Dabei hält er aber einfach keine Ruhe, flattert sogar unentwegt weiter. Dafür ist diese Aufnahme doch noch ein brauchbares Dokument geworden“, so Stefan Krumme, Eigentümer des Naturschutzgartens Niederwerth. „Wenn ich das nicht so beobachtet hätte, wäre dieser Fenchel wahrscheinlich bald in meiner Bratpfanne gelandet.“ Die Eier sind wirklich winzig und nur mit einer Lupe zu finden. Vorausgesetzt natürlich, man weiß, wo man suchen muss. Seither wurden die Eier von mir täglich kontrolliert und die hungrigen Nacktschnecken morgens in Massen an der - jetzt Raupenfutterpflanze - ‚Fenchel’ abgesammelt. Der 23. Mai war dann Geburtstag. Um die Super-Miniraupen nicht weiteren unnötigen Gefahren auszusetzen, habe ich sie auf neue Bio- Fenchelpflanzen in großen Blumentöpfen ‚transplantiert‘. Das hört sich einfacher an, als es tatsächlich war“. Freiwillig war das aber auch gar nicht zu machen. Wie gibt man so einem kleinen Ding einen Schupps, dass es weiß, was es machen soll? Wenn es beim dritten Mal nicht klappt, wird’s langsam sehr anstrengend. Irgendwann hat es dann doch mit einem soften Schupps mit Hilfe eines Stückes Tempo-Taschentuch funktioniert. „Die Blätter der kleinen Fenchelpflanzen schnell noch markiert – alles weitere überlasse ich der Natur“, so Krumme. „Und hoffe jetzt insgeheim, dass ich vom Lebenszyklus dieser Schwalbenschwänzchen noch weitere Folgen, ‚live‘ und ganz dicht dran, schreiben kann.“

Der Schwalbenschwanz.

Der Schwalbenschwanz.

Kleiner, wie klein und mühsam herauspräpariert: Die Räupchen des großen Schwalbenschwanzes – gerade mal 20 Stunden alt. Fotos: Stefan Krumme

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