Allgemeine Berichte | 10.09.2018

Gemütlicher Seniorenkaffee mit viel Nostalgie

Der „Oberpförtner“ hatte wieder viel zu berichten

Kurzweiliger Vortrag im Sayner Pfarrheim

Interessiert lauschten die Gäste des Seniorenkaffeenachmittags den Geschichten, die Alois Müller zu berichten hatte. Ute Stuhlträger-Fatehpour

Bendorf-Sayn. Mit einem Instrument in der Hand ist der Sayner Alois Müller virtuos. Auch um Moderationen und gefeilte Kommentare ist er nie verlegen. Längst haben ihn die „Sääner“ in seiner Paraderolle als „Oberpförtner Müller“ ins Herz geschlossen. Und nun weiß er „Bescheid“. Seine Solorolle im Denkmalareal der Sayner Hütte meistert er perfekt und zieht auch hier seine Gäste in den Bann und berichtet so allerlei, was nur ein Oberpförtner wissen kann, der immer und überall zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Nun präsentierte er seine Rolle im Pfarrheim in Sayn anlässlich des monatlichen Seniorenkaffees. Und dabei lauschte ihm die überwiegend aus Damen bestehende Runde sehr genau und freute sich über seine Ausführungen. Soziales, Kritisches, Tragisches, Freudiges – all‘ das hatte Alois Müller im Gepäck und faszinierte damit. Es war nicht immer alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf dem Hüttenareal. „Mir ist es egal, wer unter mir Direktor ist, Direktoren kommen und gehen, aber der Oberpförtner bleibt bestehen“. „Sayn war also früher schon der Nabel der Welt“, posaunte er heraus. Damals gab es schon eine Sozialkasse, die verunglückte Kollegen unterstützte. Die Menschen arbeiteten hier in Zwölf-Stunden-Schichten an sechs Tagen der Woche. „Mein bester Kumpel Gustav war Vater von „acht Pänz“, oft genug kam er morgens zu spät, weil eines der Kinder krank war. Wir hatten Nummerntafeln im Pförtnerhaus und manchmal habe ich seine Nummer beiseitegelegt, damit nicht aufgefallen ist, das er wieder mal zu spät dran war.“ Am Schifferklavier spielt der Oberpförtner dann noch den Klassiker „Der Heller wart zu Wasser, der Batzen wart zu Wein“ an. „Nun geht hier alles wieder bergauf hier auf der Hütte und ich freue mich darauf, auch künftig als Oberpförtner aktiv sein zu dürfen“, verabschiedete sich Alois Müller. Die Damen waren sichtlich begeistert und fasziniert und dankten Alois Müller für die Bereicherung des Nachmittages bei selbstgebackenem Kuchen und deftigen Broten.

Nächstes Treffen

Der nächste Seniorenkaffee der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt findet am Mittwoch den 10. Oktober statt. Er verschiebt sich also um eine Woche wegen des Feiertages des Tages der Deutschen Einheit. PS

Interessiert lauschten die Gäste des Seniorenkaffeenachmittags den Geschichten, die Alois Müller zu berichten hatte. Foto: Ute Stuhlträger-Fatehpour

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