Allgemeine Berichte | 09.05.2016

Dernauer Junggesellen feiern drei Tage lang

Der „Pott“ bleibt in Dernau

Beste Unterhaltung bei „Open Air Disco“, Tauziehen und kölscher Live-Musik

Schwerstarbeit im Sonnenschein: Der Tauziehwettbewerb ist das Highlight des JGV-Festes. DU

Dernau. Ein Musikprogram für jeden Geschmack, die kultige Tauziehmeisterschaft und jede Menge Stimmung: Beim Dernauer Junggesellenfest herrschte drei Tage lang positiver Ausnahmezustand. Wenn der älteste Verein des Weinkulturdorfes zum Fest bittet, feiern nicht nur zahlreiche Bürger und die Ortsvereine mit den Junggesellen, sondern auch viele befreundete Junggesellenvereine aus nah und fern. Zum Auftakt gab es die mittlerweile siebte Auflage der beliebten „Open Air Disco“. Die Lokalmatadoren DJ Peet Kreistal und DJ King Louie brachten dabei mit aktuellen Chartbreakern und zeitlosen Klassikern den proppevollen Winzerfestplatz mächtig zum Kochen. Zum Glück sorgten der Bierbrunnen und eine gut sortierte Sektbar für reichlich Abkühlung. Bei „Open End“ wurde die Partynacht einfach zum Tag gemacht. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb also nicht, denn schon am Vatertag ging das Junggesellenfest bei bestem Wetter mit dem Frühschoppen am Pavillon in die zweite Runde. Da passte es perfekt ins Bild, dass einige Besucher standesgemäß mit beladenem Bollerwagen nach Dernau gereist waren. Das unbestrittene Highlight des Tages, wenn nicht gar des Festes war allerdings erneut die längst weit über die Ortsgrenzen von Dernau hinaus bekannte Tauziehmeisterschaft, bei der alljährlich Gruppen von mindestens fünf Personen gegeneinander antreten und ihre Kräfte messen. In diesem Jahr unter anderem Teams aus Nierendorf, Ahrweiler, Dernau und Plaidt.

Spannende Wettkämpfe

Dabei wartete man mit Spannung darauf, ob der Titelverteidiger, die Junggesellen aus Nierendorf, den begehrten Wanderpokal noch ein weiteres Jahr auf der Grafschaft würden behalten können. Auf jeden Fall schenkten sich die Kontrahenten nichts, wie die zahlreichen Zuschauer, darunter auch etliche Wanderer und Tagesausflügler, an manch „leidendem“ Tauziehergesicht eindrucksvoll erkennen konnten. Da bekam das geflügelte Wort vom „in den Seilen hängen“ eine ganz neue Bedeutung. Neben Kraft, Geschicklichkeit und der richtigen Taktik spielen auch äußere Faktoren beim Tauziehen eine gewichtige Rolle. Beispielsweise das Schuhwerk. Während einige „Zieher“ auf eher sportliche Treter setzten, gingen andere in mächtigen Wanderstiefeln zu Werke. Gerät eine Mannschaft erst einmal richtig ins Hintertreffen, ist es fast schon unmöglich, noch eine Wende herbeizuführen. Nicht selten landen die Akteure dann auf dem Hosenboden oder gar im Publikum. Nach harten Ausscheidungskämpfen, stets begleitet von lautstarken Anfeuerungsrufen der Fans, behielt im Finale – wo es zu einem Dernauer Lokalderby kam – schließlich das Team „Old No.7“ gegen die Mannschaft von „Geil am Seil“ die Oberhand und durfte den „Pott“ in den sonnenstrahlenden Ahrtal-Himmel recken. Dafür, dass es stets sportlich fair zur Sache ging sorgte ein umsichtiger Schiedsrichter, der Vergehen wie „übergreifen“ oder „übertreten“ sofort und unnachgiebig ahndete. Der Vatertag hatte neben dem Tauziehen noch einen weiteren Wettkampf zu bieten. Bei der so genannten „Trinkstaffel“ gilt es, in Reihe möglichst schnell jeweils ein Gals Gerstensaft zu verinnerlichen. Fast schon traditionell tritt hierzu in jedem Jahr die Dernauer Junggesellenschaft gegen die Bonner Studentenverbindung „Alemannia“ an und fast schon ebenso traditionell verlassen die „Studis“ als souveräner Sieger den Biertisch. Da Erfahrung ja bekanntlich klug macht, treten die „Alemannen“ inzwischen nur noch beim „Staffeltrinken“ an, denn beim Tauziehen wurde man in früheren Jahren regelmäßig von den Gegnern deklassiert. Auch kulinarisch ließ das JGV-Fest keine Wünsche offen. Ob Deftiges vom Grill oder der von den Damen selbstgebackene Kuchen – da war für jeden etwas dabei. Zum Abschluss des Junggesellenfestes stand ein uriger Kölsch-Abend auf dem Programm. Dabei spielte die auf dem Stimmungssektor noch relativ neue Band „Veedel for 12“ mit eigenen Interpretationen angereicherte, kölsche Hits und Evergreens, die vom begeisterten Publikum ausnahmslos und lautstark mitgesungen wurden.

Mit großem Einsatz gingen die Teams ans Werk.

Mit großem Einsatz gingen die Teams ans Werk.

Höchste Konzentration kurz vor dem Beginn der „Trinkstaffel“.

Höchste Konzentration kurz vor dem Beginn der „Trinkstaffel“.

Schwerstarbeit im Sonnenschein: Der Tauziehwettbewerb ist das Highlight des JGV-Festes. Fotos: DU

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