Evangelischer Verein Heddesdorf / Neuwied
Der Reformationsweg
Wandern auf den Spuren der Reformation
Heddesdorf. Der Evangelische Verein Heddesdorf lud zu einer interessanten und geschichtlichen Wanderung auf dem „Reformationsweg“ von Oberhonnefeld nach Rengsdorf ein. Zu dieser Teiletappe konnte Sylvia Steinebach vom Evangelischen Verein Heddesdorf 30 Wanderfreunde begrüßen. Los ging es mit dem Bus von Neuwied nach Oberhonnefeld, von wo aus die Wanderfreunde die herrliche Wanderstrecke in Angriff nahmen. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel, angenehmen Temperaturen und teilweise pfiffigen Westerwaldwind ging es über bequeme Forstwege, schmale Pfade und Wald- und Wiesenboden. Allein die Wanderroute durch das Fockenbachtal war ein Genuss. Die dominierenden Buchenwälder, durchsetzt von Ahorn, Eschen und Hasel sind ein Augenschmaus für die Wanderer. Der Reformationsweg, der mit der lilafarbenen Markierung „Hermann von Wied“ gekennzeichnet ist, verläuft auch einen großen Teil auf dem Butterpfad. Die Wanderfreunde waren von dieser Strecke schon zu diesem Zeitpunkt begeistert und die strahlende Sonne tat ihr übriges. Hier und da legte man entlang der Wanderroute zwischendurch immer mal eine kleine Pause ein um die herrlichen und weiten Ausblicke ins Land zu genießen oder um eine kleine Stärkung zu nehmen. In der Gegend wurde auch Eisenerz abgebaut. Dies bezeugt eine Tafel an der Grube Luisenglück. Hier wurde ab dem 16. Jahrhundert bis zum Jahr 1877 Eisenerz abgebaut.
Überraschung am Wegesrand
Vorweg, eine Wanderung auf dem Reformationsweg mit all seinen Facetten und geschichtlichen Einblicken lohnt sich allemal. Und dann war die Überraschung groß. Pfarrer Raithelhuber und sein Team von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Neuwied hatten an einer Hütte für alle Wanderer die des Weges kamen, Getränke, Obst oder eine schmackhafte Laugenstange im Angebot. Natürlich wurde dieses Angebot gerne angenommen und man legte auf den Bänken rundum eine genüssliche Rast ein. Man fühlte sich eh wie zu Hause. Denn unterwegs traf man so viele Bekannte, dass man ab und zu auch ein kleines Schwätzchen hielt. Allseits hörte man ein: „Hallo“, „Wo kommst Du oder Ihr denn her“, Dich habe ich schon lange nicht mehr gesehen“ und, und, und. Tja, anscheinend muss man mehr auf Wanderfüßen umherrennen, damit man alte Freunde oder Bekannte trifft.
„Aber es war toll“. Nach der Rast verabschiedete sich man vom Team rund um Pfarrer Raithelhuber, um das letzte Stück nach Rengsdorf in Angriff zu nehmen. Auch dieses letzte Stück durch ein herrliches Waldgebiet war ein Erlebnis. Am Endziel in Rengsdorf konnten die Wanderer auf dem Gelände an der Evangelischen Kirche noch eine deftige Käse-Lauchsuppe zu sich nehmen oder ein Getränk. Mit dem Bus ging es am Nachmittag wieder in Richtung Neuwied, wo dann anschließend jeder Teilnehmer seine Heimreise antrat.
