Allgemeine Berichte | 19.08.2019

Tag der offenen Tür im Kreishaus in Bad Ems

Der Rhein-Lahn-Kreis feierte Geburtstag

Böllerschützen aus dem Nassauer Land des Schützenvereins 1973 Netzbach mit Frank Puchtler. Fotos: MFU

Bad Ems/Rhein-Lahn-Kreis. Ohrenbetäubende Donnerschläge hallten am Samstagmorgen durch die Luft auf der gegenüberliegenden Seite des Kreishauses an der Lahn in Bad Ems.

Lautstark gratulieren die Böllerschützen aus dem Nassauer Land des Schützenvereins 1973 Netzbach, zum 50. Geburtstag des Rhein-Lahn-Kreises. Dichte Nebelschwaden zogen gen Himmel, nachdem die in schmucke stilechte Uniformen gekleideten Netzbacher Schützen dreimal aus ihren Hand- und Schaftböller gefeuert hatten.

Der Widerhall war wohl in ganz Bad Ems und benachbarten Ortsgemeinden zu hören. Wer jetzt noch nicht wach war, war es spätestens nach den drei Kanonenschüssen aus „Salutkanone“.

Der Grund für diesen ohrenbetäubenden Lärm war der „Tag der offenen Tür“ im Kreishaus Bad Ems, zu dem der Landrat Frank Puchtler anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „50 Jahre Rhein-Lahn-Kreis“ eingeladen hatte. An diesem August-Samstag zeigte sich das „Herz“ des Rhein-Lahn-Kreises von seiner besten Seite und hieß unter dem Motto „Informieren, Erleben, Mitmachen“ die interessierten Bürgerinnen und Bürger in allen Stockwerken, Sälen und Foyers, aber auch in den Außenbereichen willkommen.

Im großen Sitzungssaal ertönten nicht ganz so laut, aus den Jagdhörnern das Lied „Auf auf zum fröhlichen Jagen“ der Jagdhornbläsergruppe Rhein-Lahn.

Ein strahlender Landrat Frank Puchtler betrat das Rednerpult, begrüßte die Bürgerinnen und Bürger, Politiker, Mitwirkende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In einem kurzen Rückblick auf die Entstehung und die Entwicklung des Rhein Lahn Kreises, erzählte er unter anderem in seiner Ansprache:

„Das Nassauer Land ist ein Teil des Gebietes unserer heutigen Heimat, des Rhein-Lahn-Kreises und die Geschichte vom Herzogtum Nassau führte über die preußische Provinz Hessen-Nassau und durch die Preußen kam der Landrat und kamen die Landkreise vor weit über einhundert Jahre zu uns in die Region. Aus diesen Kreisen sind entstanden der Loreleykreis mit der Hauptstadt St. Goarshausen und der Unterlahnkreis mit der Kreisstadt Diez. In vielen, vielen Jahrzehnten haben Menschen dort gelebt, für die Entwicklung gesorgt und die Fundamente gelegt auf denen wir heute stehen dürfen. Wie sich die Zeit so weiter schreibt, werden Veränderungen auch notwendig. Man geht in größere Strukturen. Das führte im Jahr 1969 dazu, dass es eine Reform gab. Nicht nur im Gebiet des heutigen Rhein-Lahn-Kreises, nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern viele Bundesländer sind diesen Weg gegangen. Für uns bedeutete das, aus Loreley und Unterlahn wird Rhein-Lahn. Aus den Kreisstädten St. Goarshausen und Diez, wird die Kreisstadt Bad Ems an der Lahn. Fünf Jahrzehnte, in denen die Menschen hier leben. Wir von der Kreisverwaltung versuchen, den Weg der Menschen hier zu begleiten. Für uns als Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, rund 124000 Menschen, die in 137 Städten und Gemeinden wohnen und wenn die Ortsteile noch dazu gerechnet werden, dann sind es rund 150 Wohnplätze, Bereiche wo Menschen leben und gelebt haben und auch eine Zukunft haben möchten. Das ist unser gemeinsamer Auftrag.

Der heutige Jubiläumstag „50 Jahre Rhein-Lahn-Kreis“, ist seit Monaten und mit hohem Engagement von unseren Kolleginnen und Kollegen, neben der regulären Arbeit, vorbereitet worden. So gilt diesen rund 500 Menschen im Kreishaus und an 20 verschiedenen Standorten im Rhein-Lahn-Kreis, sich jeden Tag einbringen, sich jeden Tag versuchen am besten zu engagieren, damit es im Kreis in vielen Aktivitäten läuft. Dafür ein herzliches Dankeschön“.

Der Projektchor „Ad Acta“ der Kreisverwaltung und der Kreismusikschule sangen zum Geburtstag.

Vielfältiges Programm wurde geboten

Den Besuchern wurde ein vielfältiges Programm geboten. So präsentierten sich die Kooperationspartner mit Infoständen und Mitmachaktionen. Die Polizei, Stiftung Scheuern, die Landfrauen, Schornsteinfeger-Innung, die Pflegestützpunkte und Betreuungsvereine, das Job-Center, die Polizei, der Verkehrsverbund Rhein-Mosel, der Naturpark-Nassau, die Kreisjägerschaft mit Jagdhornbläsergruppe, der Partnerschaftskreis Lüben, der Beirat für Migration und Integration.

Auf der Musikbühne spielte die Jazzband „Bluebirds“ und auch die Trash Drumming glänzten mit einer Vorführung. „Mishala“ – Zeitreise durch die jüdische Musik. Exkursionen zu einem Zauneidechsenbiotop am Schleusengraben und zum geplanten Wasserkraftwerk lockte auch hier viele Interessenten an. Großen Andrang gab es auch bei der Erlebnisschule Wald und Wild, die eine Vorführung der Jagdhunde und die Arbeit eines Falkners mit Greifvögeln präsentierten. Aber auch im großen Sitzungssaal konnten Akteure bewundert werden.

Das Seniorentheater „Kaleidoskop“ sorgte mit ihrem Stück für viel gute Laune und herzhaftes Lachen.

Für die kleinen Besucher gab es im Außenbereich eine Hüpfburg und Kreativangebote.

Auch Rhein-Lahn-Nixe Maren I und Loreley Tasmin gratulierten zum Geburtstag.

Das Programm war reich gefächert und reichte von der Weinverkostung mit Weinen aus dem Rhein-Lahn-Kreis bis zur öffentlichen Einbürgerungsfeier. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Ein toller Geburtstag, bei gutem Wetter tollen Angeboten, der mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Projektchor „Ad Acta“ der Kreisverwaltung.

Der Projektchor „Ad Acta“ der Kreisverwaltung.

Das Seniorentheater „Kaleidoskop“.

Das Seniorentheater „Kaleidoskop“.

Der Landrat bei der Stromerzeugung.

Der Landrat bei der Stromerzeugung.

Auch Rhein-Lahn-Nixe Maren I und Loreley Tasmin waren mit dabei.

Auch Rhein-Lahn-Nixe Maren I und Loreley Tasmin waren mit dabei.

Böllerschützen aus dem Nassauer Land des Schützenvereins 1973 Netzbach mit Frank Puchtler. Fotos: MFU

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