Spießer-Martini-Kirmes in Bad Ems
Der Spieß in Flammen
Martinszug und Feuerwerk
Bad Ems. Die Tage sind kürzer geworden, die Blätter haben sich bunt verfärbt, der Wind rauscht in den Bäumen, die Luft ist kalt, der Herbst ist da.
Im Stadtteil Spieß in Bad Ems feierte der Spießer-Martini-Verein um diese Jahreszeit seine traditionsreiche kleine Kirmes. Auf dem Bahnhofsplatz sorgten Breakdancer, Kinderkarussell, Losbude und Entenangeln für Kurzweil.
Der Kirmesbaum wurde am Freitag mit Manneskraft aufgestellt. Bei einem Dart-Turnier ging es am Abend um Treffsicherheit und Punkte. Pünktlich um 14 Uhr begrüßte Dirk Beckenbach (Vorsitzender) am Samstag die Besucher zur offiziellen Eröffnung der Spießer Kirmes. Unter den Gästen waren Vertreter verschiedener Vereine, Beigeordnete der Stadt, Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser, Bartholomäusmarkt-Königin Svenja Clos mit Pagen Kimberly Clos, Michelle Müller, Hofkanzler Frank Spiegel, Rosenkönigin Alexandra Hermann und Stadtbürgermeister Oliver Krügel.
Dirk Beckenbach verkündete voller Stolz, dass die Spießer Kirmes erstmals 1728, als Kirchweihfest gefeiert wurde. (Dies kann man im Stadtarchiv von Dr. Hans-Jürgen Sarholz, nachlesen) somit lebt diese Tradition bereits 291 Jahre. „Wir als Verein, richten dieses Fest sehr gerne aus und freuen uns schon heute auf den 300sten Geburtstag“.
Der Stadtbürgermeister versicherte in seinen Grußworten, dass der Verein auch weiterhin mit der Unterstützung durch die Stadt und den Bauhof rechnen kann. Mit vier kräftigen Schlägen auf den Zapfhahn floss das Bier aus dem Fass und Oliver Krügel erklärte das Fest für eröffnet. Die Roten Husaren stimmten auf ein „Prosit auf die Gemütlichkeit“ ein.
In den letzten Wochen wurde in Schulen, Kindergärten und Haushalten fleißig an den Laternen gebastelt, die am Samstagabend die Dunkelheit erleuchteten. Tausende von Teilnehmern folgten dem „Sankt Martin“ der seit Jahrzehnte durch Birgit Stoffel mit ihrer Stute „Holly“ verkörpert wird.
Der Lichterlindenwurm zog musikalisch begleitet von dem Spielmannszug Dausenau und den Roten Husaren, durch die Straßen. Aus den Kehlen erklangen die bekannten Martinslieder wie „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“. Für die Sicherheit sorgten die Feuerwehr, die Polizei und das DRK.
Auf der Lahn leuchtete das Martinsfeuer und die Bäderlei erstrahlte in bengalischer Beleuchtung. Dann halte der erste Knall durch die Dunkelheit. Ein fünfzehnminütiges spektakuläres Feuerwerk erfreute die kleinen und großen Besucher. Einfach gigantisch, was die Pyrotechniker darboten. Im Anschluss schoben sich die Menschen dicht gedrängt zum Festgelände wo es für die Laternen-Bastler die begehrten Preise und Martinstüten gab. Die Fahrgeschäfte wurden erobert und DJ „Dieda“ sorgte für Stimmung und Tanz.
Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst und dem Posaunenchor Braubach. Am Mittag erfreuten wiederum die Roten Husaren die Besucher mit einem zweistündigen Platzkonzert.
Am Abend wurden tolle Preise bei der Tombola verlost.
Zum vierten Mal machten der Gewerbeverein Bad Ems Plus und der Spießer-Martini-Verein gemeinsame Sache. Mit einem vielfältigen Angebot lockten die Direktvermarkter auf der Ottmar-Canz Brücke.
Wer nach dem Kirmesrummel noch in die Innenstadt zum Bummeln wollte, der konnte dies ganz bequem mit dem Partybus tun. Der verkaufsoffene Sonntag konnte gut genutzt werden, um vielleicht schon die ersten Weihnachtsgeschenke zu erwerben.
Rundum, wieder ein gelungenes Fest. Auf dem so manche Freundschaften geschlossen wurden. Viele haben hier ihren Ehepartner gefunden. Möge diese Tradition noch lange erhalten bleiben.
Fassanstich durch Stadtbürgermeister Oliver Krügel.
Gigantisches Feuerwerk erleuchtet den Bad Emser Nachthimmel.
Sankt Martin Birgit Stoffel mit Stute Holly.
Martinsfeuer auf der Lahn.
