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Forstrevier Bad Hönningen

Der Wald im Klimastress

Der Wald im Klimastress

Revierförster Christoph Kirst erläutert dem interessierten Publikum den alarmierenden Zustand des Bad Hönninger Waldes. Foto: Hans-Werner Lamberz

06.07.2020 - 14:30

Bad Hönningen. Kürzlich folgten fast 50 Teilnehmer - natürlich unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln - der Einladung des Forstrevieres Bad Hönningen zu einer informativen Waldwanderung rund um den Malberg, bei der Revierförster Christoph Kirst die aktuelle Situation im Wald erläuterte.

Aufgrund der beiden letzten viel zu trockenen Jahre und des auch bisher fast ebenso trockenen Jahres 2020 haben die Böden ein riesiges Defizit an Grund- und Speicherwasser. Das hat zur Folge, dass zum einen viele Bäume „verdursten“ oder zunächst von zahlreichen Schädlingen befallen und zusätzlich geschwächt werden.

Am stärksten hiervon betroffen ist - für alle aufmerksamen Beobachter deutlich zu erkennen - die Fichte, die vor allem der nun im dritten Jahr in Folge anhaltenden Massenvermehrung des Buchdruckers (Ips typographus) nichts mehr entgegenzusetzen hat. Allein im Stadtwald Bad Hönningen sind bisher bereits 25 Hektar Fichtenwald abgestorben und mussten vorzeitig geerntet und teilweise „entsorgt“ werden.

Aber auch andere Baumarten, allen voran die Buche, zeigen zunehmend Absterbeerscheinungen aufgrund von Wassermangel und Schädlingsbefall.

Förster Christoph Kirst konnte den Teilnehmern der Themenwanderung eindrucksvolle Bilder von älteren und aktuellen Schadflächen und auch „Originale“ der winzigen Verursacher der Schäden zeigen.

Nach Erklärungen zu den Veränderungen im Landschaftsbild und zu den wirtschaftlichen Schäden, die für einzelne Waldbesitzer in Millionenhöhe gehen, zeigte Kirst auf, welche Möglichkeiten nach derzeitigem Kenntnisstand bestehen, um den Wald „fit für die Zukunft“ zu machen.

Bei der Wahl der Baumarten für Neuanpflanzungen auf den entstehenden Freiflächen wird vor allem auf einheimische Wärme liebende Arten wie Eiche, Edelkastanie oder Elsbeere gesetzt. Aber auch nicht heimische Arten wie Baumhasel, Atlaszeder und Robinie sind im Bad Hönninger Wald bereits angepflanzt worden. Diese Baumarten werden allerdings lediglich zur Unterstützung der sich natürlich ansamenden Baumarten gepflanzt, um eine möglichst stabile und gesunde Mischung zu erhalten.

Welche dieser Baumarten jedoch tatsächlich im vom Menschen verursachten Klimawandel bestehen werden, können erst die folgenden Generationen beurteilen, da es mindestens 80 Jahre dauert, bis der neue Wald „erwachsen“ ist.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Förster Kirst für die rege Diskussion und lud die Teilnehmer ein, einen eigenen kleinen Beitrag zum Erhalt unseres heimischen Waldes zu leisten.

Pressemitteilung des

Forstreviers Bad Hönningen

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Kommentare
Tobias S.:
Herr Schmidt, in welcher Welt leben Sie? Gehen Sie raus und schauen sich die Wälder an. Das die Fichten sterben sieht man von weiten. Ja ich weiß, Fichten gehören hier nicht hin und wurden ihrer Meinung nach nur aus Profitgier gepflanzt. Es sind aber die Laubbäume in Mischwäldern die massiv leiden. Buche, Eiche, Birke, Kirsche alle zeigen mittlerweile Schäden in den Kronen. Was mich wirklich erschreckt, es passiert nicht nur dort wo es wirklich zu trocken ist, Hänge des Rhein- und Ahrtals, sondern auch auch in der Nähe zu Flüssen. Hier sollte der Grundwasserspiegel für eine ausreichende Wasserversorgung ausreichen, trotzdem lichten sich die Kronen und man sieht vermehrt welke Zweige. Den Bäumen wird es wohl einfach zu warm... Also hören Sie auf Waldsterben, Klimawandel, Dürre als Lobbyismus zu bezeichnen.
Titus von Unhold:
Da hat mal wieder ein Spezialexperte keine Ahnung. Das "Waldsterben 1.0" konnte verhindert werden weil binnen fünf Jahren weltweit(!) bei allen Industrieanlagen Entschwefelungsanlagen nachgerüstet werden mussten.
S. Schmidt:
Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!
Jesko:
Bloß kein Stück zur Normalität zurückkehren und den Bürgern in den harten Zeiten etwas zum Thema Freizeit oder Unterhaltung bieten. Stattdessen Investoren Gespräche und neue Gewerbegebiete fordern. Wie man die CDU kennt und liebt. Lobbyarbeit vor Bürgerinteressen stellen.
Gabriele Friedrich:
Wenn der Mann eine Sauftour durch Melsbach gemacht hat, war er in Kneipen und man kennt sich.Also haben andere ihn auch fahren "lassen". Das ist heute kein Kavaliersdelikt mehr. Ein Taxi gerufen, Schlüssel abgenommen- so macht man das. Schön doof- trotzdem.
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