Der Weg zur inneren Mitte
Peter Heinemann und Rainer Schmitz halfen bei Planung und Aufbau eine Labyrinths in St. Stephan Brühl
Heimerzheim. Peter Heinemann und Rainer Schmitz aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Kunibert Heimerzheim haben bei der Planung und Aufbau des Labyrinths in St. Stephan in Brühl mitgewirkt.
Das Gehen im Labyrinth ist eine geistliche Übung, die helfen kann, den Weg zu einer inneren Mitte, man könnte auch sagen, zu sich selbst, zu finden. So ist in der Kirche St. Stephan für den Zeitraum vom 14. September bis Weihnachten ein circa zwölfmal zwölf Meter großes begehbares Labyrinth aufgebaut worden. Als Vorbild dient dabei das berühmte Labyrinth, das sich im Fußboden der Kathedrale im französischen Chartres befindet und jährlich das Ziel zahlreicher Besucher ist. Allerdings soll es in Brühl anstatt elf lediglich neun Umgänge geben. Eine Folie, die die optische Struktur der Waschbetonwände des Kirchenraums aufnimmt, um so eine Harmonie mit der Kirche zu erhalten, wurde auf vorher verlegtem Laminat zwischen der kleinen Westapsis und den Altarstufen verklebt.
Die Idee für das Projekt wurde in der „Kirchenwerkstatt St. Stephan“ geboren, einem Arbeitskreis aus ehrenamtlichen Frauen und Männern, die religionspädagogisch, kunstgeschichtlich und spirituell im Feld der Kirchen-Pädagogik arbeiten. Das große Umgangs-Labyrinth in St. Stephan lädt alle Interessierten zum meditativen Gehen „ihres Weges“ ein. Ein Besuch des ersten Brühler Labyrinths in der Kirche St. Stephan, Rheinstraße 65, ist noch bis Weihnachten möglich. Wer das Labyrinth als Einzelperson oder Gruppe - ohne den Bedarf eines zusätzlichen Gruppenraums besuchen möchte, kann das zu den normalen Öffnungszeiten der Kirche tun, Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr.
