Nachweis ist erbracht: Damwild in Leutesdorf wurde von einem Wolf gerissen
Der Wolf ist da - was jetzt?
Kreis Neuwied/Region. Nun ist es amtlich: in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz wurde nun der Wolf im Westerwald nachgewiesen, der Dammwildriss in Leutesdorf geht nach DNA-Untersuchungen des Senckenberginstituts eindeutig auf einen Wolf zurück. Das Ergebnis einer weiteren DNA-Untersuchung eines toten Rehs, welches von einem Jagdpächter am 11. April in Leutesdorf gefunden wurde, steht noch aus.
Für Landrat Achim Hallerbach besteht nun kein Zweifel mehr an der Notwendigkeit von so genannten Präventionsschutzgebieten und äußert sich in einer Pressemitteilung des Kreises Neuwied folgendermaßen: „Ich unterstütze die Forderung unserer Landwirte und Weidetierhalter. Es müssen ausreichende Schutzmaßnahmen getroffen werden – auch zum Schutz des Wolfs. Wir alle erfreuen uns an der Renaturierung unserer Landschaften und der damit mitunter einhergehenden Rückkehr von früheren Tierarten. Es kann jedoch nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die über Generationen unsere Kulturlandschaften geprägt haben. Erfolgt kein Schutz, wird sich unsere Landschaft an Rhein, Wied und Westerwald gravierend verändern.“ Auch die bisherige angedachte Einrichtung von Schutzzäunen reicht in ihren Dimensionen nicht aus, um Schafe, Rinder und Pferde vor dem Wolf zu schützen, da eine attackierte Herde in Panik jeden Zaun überrennt und so z.B. leicht auf eine Autobahn laufen kann. „Wer haftet für diese Schäden?“, fragt Hallerbach.
Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität
CDU-Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel meint hierzu, „…dass es Zeit ist für Realitätssinn und Pragmatismus. Der Menschen Sicherheit hat oberste Priorität. Zudem ist nicht hinnehmbar, wenn Weidetierhalter die Zeche für unregulierte Wolfsbestände zahlen müssen. Deshalb muss künftig der Grundsatz gelten: Die Wolfsbestände werden auf das für den Artenschutz erforderliche Maß begrenzt. Es darf auf keinen Fall passieren, dass bedingt durch reißende Wölfe, Weidetierhaltern ihre Existenzgrundlage genommen wird.“ Zur Ermöglichung des Artenschutzes hält Rüddel Prävention aber für weiterhin wichtig. Aber auch die Entnahme von Wölfen bei Notwendigkeit, sollte kein Tabu mehr sein, meint Rüddel.
Die Populationsentwicklung der letzten Jahre zeige die hohe Anpassungsfähigkeit des Wolfes. „Als Generalist besiedelt der Wolf alle Lebensräume, hat ein breites Nahrungsspektrum und keinerlei natürliche Feinde. Daher ist es von zentraler Bedeutung, die dem natürlichen Erhaltungszustand zugrunde liegende Populationsgröße neu zu definieren“, bekräftigt Erwin Rüddel.
Diesen Aussagen stehen die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) sowie die POLLICHIA fassungslos gegenüber und weisen in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen sei. Seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 gab es keinen einzigen Fall, bei welchem sich ein frei lebender Wolf aggressiv gegenüber einem Menschen gezeigt hat. Seine Rückkehr hingegen ist eine Bereicherung für die Biologische Vielfalt und das Ökosystem. Zudem übt der Wolf in seinem Lebensraum vielfältigen positiven ökologischen Einfluss aus. Schäden durch den Wolf seien zwar nicht versicherbar, werden aber durch Entschädigungsmittel der öffentlichen Hand wieder ausgeglichen. Bei dem bestehenden Wolf-Managementplan, an dem die Schafe- und Weidetierhalter mitgearbeitet haben, hat die Sicherheit des Menschen oberste Priorität und bei Verhaltensauffälligkeiten sind auch bei einer streng geschützten Art in Ausnahmefällen Entnahmen möglich. Es werden Berater für Weidehalter eingesetzt, die nicht nur die Entschädigung in die Wege leiten, sondern auch gemeinsam mit dem Tierhalter Maßnahmen zu einem künftigen Schutz der Weidetiere entwickeln.
Naturschutz versus Weidetierschutz
Abschließend muss man sich fragen:
Sollte der Naturschutz in der heutigen Zeit und die Renaturierung unserer Landschaften nicht oberste Priorität haben und sollten wir uns nicht darüber freuen, dass der Wolf es nach über 100 Jahre geschafft hat, wieder heimisch zu werden?
Aber reicht es, dass Tierhalter Entschädigungen bekommen, wenn ein Tier durch einen Wolf zu Tode kommt bzw. dass man Unterstützung für ein Schutzprogramm bekommt? Schließlich kann es hier bei Weitem nicht nur um den materiellen Wert eines Tieres gehen, bzw. darum, dass der Wolf über die Weidetiere gestellt wird. Kann so das neue Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf funktionieren?
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RZ - Ausgabe Samstag,12.05.2018.
Herr Girnstein,Jagdvorsteher,kommt zu dem Schluss,dass aufgrund der "Pro-Wolf-Schreiber" für diese der Wolf "ein lieber kleiner Schoßhund" sei,der für Natur u.Umwelt eine willkommene Artenbereicherung sei (womit er ausnahmsweise recht hat,da er dies selbst bestreitet).Fakt ist,dass er zu einer Gilde gehört,die der Jagd frönen u.keine Konkurrenz (Wolf - bald auch Luchs?) dulden.Er beklagt,dass Schäden am Nutzvieh u.Herdenschutzmaßnahmen durch Steuergelder entschädigt/gefördert werden.dass Jagdgenossenschaften Probleme hätten,ihre Jagd zu verpachten,beschwört ein Szenario herauf,indem der Mensch von einem Wolf attackiert wird u.verweist auf Premium- u.Wanderwege.Die Unsachlichkeit,mit der von Jagdbetreibern gegen den Wolf argumentiert wird,ist mittlerweile sprichwörtlich,lässt den Schluß der Angst vor einer Wolf-Konkurrenz u.Profitschmälerung zu.
Nicht jeder liest,hört: RZ - Ausgabe 108 - Freitag,11.05.2018:"Das REH,das in Leutesdorf tot aufgefunden wurde,wurde NICHT von einem WOLF gerissen,starb eines natürlichen Todes,wies lediglich Tierfraßspuren (z.B.Fuchs) auf u.es fanden sich KEINE Bissspuren.die ihm zu Lebzeiten zugefügt wurden.Angekommen,Herr HERBST,Herr KLEIN? - seines Zeichens Jagdpächter/Jagdaufseher ohne ausreichende Sachkenntnis.Erst Hirn einschalten,informieren u.dann reden - nicht umgekehrt.Im übrigen zu empfehlen: SACHKUNDENACHWEIS.Ihre voreilige,unüberlegte Äusserung ist kontraproduktiv,trägt nicht zu einer Lösung bei,zeugt von egoistischem Denken gegenüber einem intelligenten,sozial eingestellten Lebewesen,das im Gegensatz zum Mensch weder Falschheit,Egoismus noch Arroganz kennt,sondern einfach nur seine Lebensberechtigung zurück haben will.Ihre Wichtigtuerei hat in der Bevölkerung mehr Schaden angerichtet,als Ihnen je bewusst sein wird.
Schlagzeile:"Am Wolf scheiden sich die Geister - an der Einstellung von Politik,Jäger u.Landwirte diesem gegenüber allerdings auch".Egal ob CDU,SPD,FDP etc.,alle hauen in die gleiche Kerbe:"Die Sicherheit des Menschen steht an erster Stelle".Ein Satz,der zweifelsfrei gewollt zum Maßstab für Zwangsmaßnahmen,und damit den Abschuss des Wolfes,geworden ist,gleichsam mit der Forderung,den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen (als Rechtssicherheit für den Jäger),obwohl es KEINE nachweisbaren Angriffe von Wolf auf Menschen gibt.Als KONFLIKTPOTENZIAL angesehen wird:GRIESE/Umweltstaatssekretär:aktive Zufütterung (welche Zufütterung?) u.sieht Möglichkeit für Abschuss als gegeben - Landesjagdverband hält Rhld-Pfalz für nicht wolfsgeeignet durch dichte Besiedelung/Straßennetz,Landwirtsch.Nutztierhaltung - Mobilität des Wolfes - natürlicher Wolfsriss von Wild.Egal,ob die Verhaltensweise des Wolfes seinem Naturell entspricht,einigen Zeitgenossen scheint ihre Arbeit an seinem Negativbild Spaß zu machen.
Der Wolf gehört nach Deutschland....auch wenn der Mensch ihn vor vielen Jahren vertrieb.....er hat das Recht hier zu leben, so wie der Mensch auch. Jeder der ein Unternehmen betreibt, hat auch ein gewisses Risiko. So auch die, die Schafe, Ziegen oder sonstiges Nutzvieh halten. Warum soll deshalb der Bürger die Kosten übernehmen wenn der Wolf Beute macht??? Unternehmensrisiko!!! Wer sich nicht entprechend schützt, hat das selbst verschuldet. Jeder kann sich über entpsrechende Schutzmaßnahmen informieren. Aber leider sehen Politiker, Jäger und Landwirte nur den einfacheren Weg: Abschuß, oder wie es heute die Politiker so schön formulieren: der Natur entnehmen....klingt ja auch nicht nicht so brutal. Der Wolf gehört nach Deutschland, auch wenn er einige Jahre im Zwangsurlaub war. Herr Rüddel fände es ja auch nicht gut, wenn er nach einem Auslandsaufenthalt die Einreise in die BRD verweigert bekäme.
Ergänzung Wolfsriss Leutesdorf:
Für Jagdpächter Jörg HERBST u.Jagdaufseher Norbert KLEIN liegt der Fall klar - es war ein Wolf/oder ein Wolfspaar (letzteres reine Spekulation ohne Beweiskraft) - ein "anderes" Wildtier sei zum töten eines Rehs garnicht in der Lage.Hier wird entweder bewusst GELOGEN oder es fehlt ganz einfach die erforderliche Intelligenz u.Sachkenntnis.
Denn - nach Braunbär/Wolf ist der "LUCHS" das größte Landraubtier u.unterlag ebenso wie der Wolf einer systematischen Ausrottung durch den MENSCH.Zu seiner Beute zählen neben Füchse,Mäuse etc.REHE,Jungtiere von ROTHIRSCH,WILDSCHWEIN.In Finnland sogar junge RENTIERE (schon einmal,von der Größe her,ein junges Rentier gesehen?).Der LUCHS,der ebenfalls (wie der Wolf) beginnt bei uns wieder heimisch zu werden erreicht ein Gewicht von bis zu "29 Kilo" - beides Beutegreifer,deren Existenz jetzt schon,weil unerwünscht, gefährdet ist.Steigt die Population des Luchses,dürfte es ihm genauso wie dem Wolf ergehen.
Es vergeht kein Tag,an dem in den Medien nicht über einen Wolfsriss berichtet wird.so auch heute wieder in der RZ über Vorfall in Leutesdorf/Krs.Neuwied.Jäger filmen Wölfe von Hochsitz (Na und) - Jagdaufseher gibt Vorfall zu denken (Ja,aber in die falsche Richtung) - Landrat:Das war jetzt schon der 4.Wolfsriss (Das ist normal) - Nutztierhalter leisten wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft (Wölfe übernehmen wichtige Rolle im Ökosystem).Wölfe können durchaus in enger Nachbarschaft mitMenschen leben,ohne dass es zu Konflikten kommt.Dafür gibt es viele Beispiele.Suchender in Sachen Konflikt ist immer der Mensch.Die Forderung nach einem Neuwieder Präventionsgebiet spielt der Politik/Jägern in die Hand u.berechtigt zum Abschuss,bewegt sich ein Wolf ausserhalb desselben.Frau KLÖCKNER/CDU bewegt sich zunehmend bereits ebenfalls in Richtung Abschuss,ohne überhaupt bereits vorhandene,effektive Schutzmaßnahmen in Erwägung zu ziehen,macht es sich damit wieder einmal zu leicht.
Verhaltensauffällig kann ein Wolf zugegebenermaßen sein,wenn er eine Gefahr für Menschen darstellt,verhaltensauffällig aber auch,wenn er verletzt,krank oder hilflos ist,was aber noch kein Grund für einen Abschuss ist.Was Kritikern völlig abzugehen scheint ist,dass der Wolf Menschen meidet,aber nicht menschliche Strukturen,die einen Reiz auf den Wolf ausüben u.ihm zu einem leichten Futtererwerb verhelfen.Dieses Verhalten ist dem Wolf NICHT angeboren,er erlernt es u.schuld sind WIR.Seit seiner Registrierung im Jahr 2000 an wird der Wolf von der Politik als "konfliktträchtige" Tierart bezeichnet - so im Managementplan z.B. für Rhld-Pfalz festgeschrieben - eine Vorverurteilung,die ihm zumindest von politischer Seite aus keinen allzugroßen Spielraum für eine dauernde Daseinsberechtigung einräumt.In der Hauptsache werden als Herdenschutzmaßnahme "Zäune" thematisiert,während der HERDENSCHUTZHUND anscheinend aussen vor bleibt.Ein finanzieller Aspekt sicherlich,aber wirksam.
03.Mai 2018 - Kreis NEUWIED: Der Wolf ist zurück - Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate - Damwild gerissen - Wieder hat ein Wolf zugeschlagen.Solch eine versteckte Panikmache dient NICHT dem Zweck einer Beruhigung der Bevölkerung u.bewirkt eher das Gegenteil.Die Rückkehr des Wolfes findet auf natürliche Art u.Weise statt - auch in NEUWIED.Selbst bei mangelnder, natürlicher Beute gehört der Mensch nicht in sein Beutespektrum.Seit seiner Wiedereinwanderung bei uns kam es zu KEINEN Übergriffen von Wolf auf Mensch.Wölfe unterliegen bei uns einer Reihe von Gefährdungen:hohe natürliche Sterblichkeit im Jugendalter - Tod durch hohes Verkehrsaufkommen auf Straßen- u.Schienennetz - Krankheiten (gleiche wie bei HUND) - illegale Abschüsse.WANN ist ein Wolf verhaltensauffällig?Nach Ansicht des vor Sachunkenntnis strotzenden CDU-Politikers Rüddel bereits durch seine bloße Anwesenheit.Auch wenn ein Wolf nicht ausreichend geschützte Nutztiere tötet ist das kein auffälliges Verhalten.
Als Populismus wird eine Politik bezeichnet, die mit scheinbar einfachen Lösungen die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen versucht. In diesem Sinne bläht sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auf und erklärt, es sei ihm egal wie, aber der Kreis Neuwied sollte wolfsfrei sein. Ohne mich bislang mit der Wolfsfrage intensiv befasst zu haben, weiß ich immerhin, dass ein Freihalten unseres Kreises bei einer weit und schnell wandernden Art wie dem Wolf überhaupt nicht geht, es sei denn, man greift auf Vorbilder aus der jüngsten Geschichte zurück. Erich Honecker erklärte noch im Januar 1989, die Mauer werde in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt seien. Das sei auch deshalb erforderlich, um die DDR vor Räubern zu schützen. Auch wenn Honeckers Räuber jetzt Rüddels Wölfe sind, wäre die Abriegelung des Kreises Neuwied natürlich heutzutage nicht mehr durchsetzbarer grober Unfug. Im Unterschied zu Erwin Rüddel habe ich aber so viel Vertrauen zu den Verantwortlichen, dass die Sicherheit der Menschen an erster Stelle steht und dass bei Verhaltensauffälligkeiten eines Wolfes dessen gezielte Tötung möglich ist und auch realisiert wird.
Siegfried Kowallek, Neuwied
Ja, und jetzt?ER ist nicht erst seit gestern wieder da.Aber es ist wie es ist.Gedanken macht man sich,vor allem in der Politik,erst dann,wenn die Hütte brennt.Diese Situation nutzen nicht wenige Politiker,vornehmlich von CDU/CSU/FDP,zur Verbreitung ideologisch gefärbter märchenklischees,anstatt nach konstruktiven Lösungen zu suchen.Sie möchten den Wolf "regulieren-scheu schießen-entnehmen-bewirtschaften oder sogar abknallen".Auch einer Schutzjagd unterstellen bzw.Direktaufnahme in`s Bundesjagdgesetz.Und das,ohne darüber nachzudenken,dass dies alles weder die realen wirtschaftlichen Probleme von Schäfern/Weidetierhaltern löst,noch einen wirkungsvollen Herdenschutz ersetzen kann.Apropo Nutzung.Am 26.04.2018 wurde in Bad Ems die Bikepark-Saison eröffnet - im "Wald" extra angelegte Bikerstrecke mit Hindernissen etc..Warum gerade im Wald?Gehört er uns alleine?Dieses menschlich-ohne Rücksicht-praktizierte Nutzungsrecht,auch das trägt zu einer Lebensraumverkleinerung des Wolfes bei.
Ergänzung:
Wer was hier an Ökosystemen zerstört oder für den Verlust an Biodiversität verantwortlich ist,ist anscheinend nicht jedem bewusst.Ein Blick in den Spiegel hilft.
Die Liste negativer Ursachen zu Lasten des Wolfes scheint immer länger zu werden,geschuldet von Zweibeinern,deren Phantasie unbegrenzt zu sein scheint ohne Berücksichtigung des eigenen Unvermögens gesunden Menschenverstand zu gebrauchen,der offensichtlich seine Grenzen hat,die sich in ihrem egoistischen Denken nicht damit abfinden können,dass es noch jemand gibt,dem ebenfalls eine Daseinsberechtigung zusteht.Schutz kostet Geld.Hier ist die Politik gefragt,die Millionen an Steuergelder im In-u.Ausland buchstäblich in den Sand setzt,sich aber schwer tut,Herdenschutzmaßnahmen zu unterstützen um damit auch unseren Fleischkonsum weiter zu gewährleisten (gegenüber 2016 kauften 2017 private Haushalte 10,5% mehr Fleisch).Denn darum geht`s - es geht weniger um Sicherheit als um Profit.
(Unbezahlbare) Herdenschutzmaßnahmen = Landschaftszerschneidung?Beides falsch.Schon mal was von Landschaftszerschneidung/Fragmentierung durch bebaute Siedlungs-,Gewerbe-,Industrieflächen,Verkehrswege (Straßen,Bahntrassen,Kanäle) oder andere Infrastrukturmaßnahmen (z.B.Hochspannungsleitungen,Windkraft) gehört?Für viele Tier- u.Pflanzenarten bedeutet das ein verkleinern,zerteilen,isolieren ihrer Lebensräume = Gefährdung der Artenvielfalt.Ökologisch besonders hochwertige Gebiete,schutzwürdige Biotope,überdurchschnittliche Vorkommen landesweit gefährdeter Tier-,Pflanzenarten - hier wirkt sich eine Zerschneidung besonders gravierend aus.Der Bau von Verkehrsstrecken,das Wachstum von Wohn-u.Gewerbegebieten überprägen Landschaften bis heute,beeinträchtigen das Landschaftsbild u.den Erholungswert von Landschaften.Bevor Sie sich zu etwas äußern,wovon Sie keine Ahnung haben - informieren,nicht polarisieren.
Im übrigen gehört uns die Erde auf der wir leben NICHT alleine.
Deutschland ist eine der am dichtbesiedelsten,komplett genutzten,gestalteten Kulturlandschaften Europas,hat es damit seit ihrer Entstehung geschafft,den Wolf auszurotten.Jetzt,wo der Wolf wieder beginnt heimisch zu werden sind wir auf dem besten Wege wieder dorthin zu gelangen,wo das menschgemachte Ende des Wolfes seinen Anfang nahm,das alles nur,weil wir nicht in der Lage sind,den ökologischen Einfluss des Wolfes zu erkennen,mit ihm zu leben.Sie,Frau Gottschalk bezeichnen den Wolf als Großprädator (der nicht bejagd werden muss,da er sein Beutespektrum selbst reguliert).Prädatoren sind LEBEWESEN,die andere zum Zweck der Nahrungsaufnahme töten - also auch der MENSCH,der diese exzensive Weidetierhaltung zu seinem Nutzen betreibt.SIE,ICH als Konsumenten stehen da in der Nahrungskette ganz oben,
NICHT der WOLF,der in seinem natürlichen Lebensraum (den er nur in sehr geringer Dichte besiedelt) nur einen FEIND hat,den MENSCH als Spitzenprädator,der TIERE bejagd,ohne selbst bejagd zu werden.
Wolfsschutz ist das Gegenteil von Naturschutz.
Die angepriesenen und unbezahlbaren Herdenschutzmassnahmen wie hohe Zäune mit Untergrabschutz zerteilen die Landschaft statt die Vernetzung von Ökotopen zu fördern, und Herdenschutzhunde bei den Weidetieren verhindern die Ko-Nutzung der Weiden durch Niederwild und Bodenbrüter.
Die in den letzten Jahrzehnten erreichten Fortschritte in der artgerechten Weidetierhaltung werden durch die Gefahr durch Wolfsrudel zunichte gemacht. Mobile Hühnerhaltungen? Weideschweine? Ammenkuhhaltungen? Landschaftspflege durch Schafe und Ziegen? Alles wird den Wölfen, dem goldenen Kalb eines entgleisten Naturschutzes, geopfert!
Der Wolf ist ist laut der IUCN Redlist in keiner Weise gefährdet. Deutschland ist mit 227 Einwohnern/qkm eins der am dichtesten besiedelten Länder Europas, mit einer bis fast komplett genutzten und gestalteten Kulturlandschaft. Viele Ökosysteme haben sich durch die Nutzung durch extensive Weidetierhaltung erst entwickeln können und sind wie z.B: Alpen oder Magerrasen durch die FFH Richtlinie geschützt. Eine weiterer Anstieg der Wolfszahlen wird eine tiergerechte Nutztierhaltung erschweren wenn nicht unmöglich machen. Statt das zu schützen, was vorhanden und schützenswert ist, leisten wir uns den Verlust von Biodiversität zugunsten eines Großprädators, der zur Zeit noch nicht mal reguliert werden darf. Geld (hier Schlachtpreis/kg) ersetzt weder das Genmaterial von alten Haustierrassen, den wirtschaftlichen Verlust durch Wegfall von Nachzucht oder Milch einer Laktationperiode, den emotionalen Tiefen oder die Ängste, was passieren könnte, wenn Herden in Panik auf Straßen fliehen.