Allgemeine Berichte | 26.01.2021

Pfotenhilfe-Ungarn e.V.

Der Wunsch zweier ungleicher Geschwister

In Deutschland leben die beiden Geschwisterhunde zwar getrennt voneinander, dennoch treffen Emma und Sam sich regelmäßig zum gemeinsamen Toben. Foto: privat

Sinzig/Weibern. Man mag es ihnen nicht ansehen, aber die schwarz-weiße Hundedame namens Emma und der doppelt so große, braune Rüde mit dem Namen Sam sind tatsächlich Geschwister. Zusammen mit fünf weiteren Brüdern und Schwestern wurden sie Ende 2019 im Alter von nicht einmal drei Monaten in Ungarn ausgesetzt. Durch die Vermittlungsarbeit der Pfotenhilfe-Ungarn fanden alle sieben Hunde rasch ein neues Zuhause – Emma lebt seit Februar letzten Jahres in Weibern, Sam reiste einen Monat später nach Sinzig.

Neben der Vermittlung und dem Transport der Vierbeiner nach Deutschland leistet die Pfotenhilfe-Ungarn in Zusammenarbeit mit ihrem ungarischen Partnerverein „Tierschutz-Zentrum“ aktiv Tierschutzarbeit vor Ort. Dazu gehören das Auffangen in Not geratener Hunde, deren tägliche, auch medizinische Versorgung sowie das Training der Tiere mit dem Ziele ihrer Resozialisierung. 60 bis 80 Hunde werden hierfür auf der „Swiss Ranch“ beherbergt.

Das langfristige Ziel der Pfotenhilfe-Ungarn lautet, die Lebensbedingungen der Hunde in Ungarn grundlegend zu verändern. Vielfach als Wachhunde eingesetzt, werden die ungarischen Vierbeiner nämlich oftmals im Freien und an der Kette gehalten. Artgerechtes Hundefutter oder Tierarztbesuche kann sich die in Armut lebende Landbevölkerung zumeist nicht leisten. Ist ein Hund nicht mehr erwünscht, wird er durch Aussetzen „entsorgt“.

Ein Hauptaugenmerk der Nachhaltigkeitsstrategie des Vereins ist folglich die Sensibilisierung der einheimischen Bevölkerung durch Aufklärung und Schulungen. Des Weiteren führen die Tierschützerinnen und Tierschützer Kastrationen an Hunden durch. „Die Geburtenkontrolle ist der beste Tierschutz“, erklärt Gàbor Izsàk, 1. Vorsitzender der Pfotenhilfe-Ungarn, „denn jeder unerwünschte Welpe, der erst gar nicht zur Welt kommt, ist ein Hund weniger, um den wir uns sorgen müssen.“

Spendensammelstelle in Sinzig eingerichtet

Nach einem holprigen Start in Ungarn können Emma und Sam ihr Leben in Deutschland nun in vollen Zügen genießen. Weil ihre Herrchen und Frauchen untereinander bekannt sind, treffen die beiden sich sogar regelmäßig zum Spielen. Einen Wunsch haben sie dennoch: Dass es ihren Hundekumpels in Ungarn auch einmal so gut geht wie ihnen.

Carsten und Sabine Schonschek, die Übernehmer von Sam, sammeln darum ganzjährig Sachspenden für die Hunde auf der „Swiss Ranch“. Handtücher, Bettwäsche und Decken sind ebenso wie Halsbänder, Leinen, Geschirre und Hundekörbe aus Hartplastik notwendig für die Tierschutzarbeit vor Ort; über Hundefutter freuen sich die Vierbeiner im harten ungarischen Winter besonders. Die Spendensammelstelle befindet sich im Talendweg 1 in 53489 Sinzig. (Tel.: 0173/8374064; E-Mail: c.schonschek@pfotenhilfe-ungarn.de)

Wer die Pfotenhilfe-Ungarn finanziell unterstützen möchte, kann dies tun mit einer Spende an das Vereinskonto: Nord Ostsee Sparkasse, Kontonr.: 149900775; BLZ: 217 500 00; IBAN: DE51 2175 0000 0149 9007 75; BIC: NOLADE21NOS. Weitere Informationen sind zu finden unter www.pfotenhilfe-ungarn.de.

In Deutschland leben die beiden Geschwisterhunde zwar getrennt voneinander, dennoch treffen Emma und Sam sich regelmäßig zum gemeinsamen Toben. Foto: privat

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