Allgemeine Berichte | 22.08.2018

Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“

Der jüdische Friedhof in Siegburg

Exkursion am Sonntag, 2. September von 15 bis 16 Uhr

Siegburg. Welche wissenswerte Dinge über jüdisches Leben in Siegburg halten die steinernen Zeugnisse auf dem jüdischen Friedhof in der Heinrichstraße in Siegburg bereit?

Auf einen Rundgang über den parkähnlichen Friedhof wird Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt interessierte Besucher begleiten. Dabei erfahren diese so Einiges über die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch über einzelne Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen.

Schließlich existierte in Siegburg, wie schriftliche Zeugnisse beweisen, unter dem Schutz der ehemaligen Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit siedelte sie sich zum Ende des 17. Jahrhunderts in der Holzgasse wieder an. Hier befanden sich unter anderem auch die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe). Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen fast 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar. Obwohl er vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.

Die männlichen Teilnehmer der Exkursion werden gebeten, eine Kopfbedeckung (Mütze, Kappe, Hut) zu tragen.

Die Führung über den jüdischen Friedhof findet am Sonntag, 2. September, von 15 bis 16 Uhr statt. Treffpunkt der Veranstaltung ist vor dem Eingang an der Heinrichstraße. Der Eintritt ist kostenfrei; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreis

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