„Fühlen, sehen, kippen“ ist die Devise und macht eine schnelle und diskrete Prüfung möglich:
Der neue 50-Euro Schein ist da!
Koblenz. Die Filiale der Deutschen Bundesbank in Koblenz hatte zur Presse-Präsentation der neuen 50 Euro-Banknote eingeladen. Die Bank gewährleistet mit ihren 35 Filialen die Qualität und Sicherheit des Bargeldes. Damit Banknoten auch weiterhin den höchsten Ansprüchen genügen, bringen die Notenbanken des Eurosystems eine neue Euro-Banknotenserie mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf. Am 4.April startete die Einführung der neuen 50 Euro-Banknote. Im Februar 2017 wurde ein Banknotenumlauf im Euro-Raum von 19,7 Milliarden Stück im Wert von rund 1.11 Billionen Euro festgestellt. Davon 9 Milliarden Stück Banknoten zu 50 Euro im Wert von 462 Milliarden Euro.
Die Erstausstattung der neuen Scheine wird eine Stückzahl von 5,4 Milliarden Banknoten mit einem Gewicht von insgesamt rund 5.400 Tonnen erreichen. Die Euro-Banknoten gehören zu den beliebtesten und vertrauenswürdigsten Banknoten weltweit.
Seit Mai 2013 führen die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems eine zweite Euro-Banknotenserie (ES2) ein – die Europa-Serie. Benannt ist diese nach „Europa“, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie. Die Sicherheitsmerkmale wurden in den vergangenen Jahren durch neue Technologien verbessert.
Die Banknoten der Europa-Serie werden gestaffelt über mehrere Jahre hinweg ausgegeben. Nach der 5,-, 10,- und 20 Euro-Banknote geht nun die 50 Euro-Banknote in Umlauf.
Eine Zeit lang werden Banknoten beider Serien parallel in Umlauf sein. Die Einführung der neuen 100 Euro-Banknoten, sowie der 200 Euro-Banknoten ist für Ende 2018 vorgesehen. Zeitgleich erfolgt dann der Ausgabestopp der 500 Euro-Banknoten.
Bei der Präsentation erklärte Elke Düing, Leiterin der Filiale der Deutschen Bundesbank in Koblenz, wie man unter dem Motto „Fühlen, sehen, kippen“ eine diskrete und schnelle Überprüfung auf Echtheit bei dem neuen 50 Euro-Schein vornehmen kann.
10 auffällige Merkmale
Etwa 10 neue Merkmale wurden in den Schein eingebaut. Direkt auffällig sind die sichtbar kräftigeren Farben und für Menschen mit einer Sehbehinderung ist ein fühlbares Druckbild extra angelegt worden. Auf der Vorderseite der Banknote lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Auch beim Hauptmotiv, der Schrift sowie bei der großen Wertzahl ist ein Relief spürbar. Weitere Merkmale sind zum Beispiel das Porträt-Hologramm mit transparentem Fenster, welches ziemlich hell erscheint. Oder auch das Porträt-Wasserzeichen, bei dem die Gestalt der „Europa“ und das Hauptmotiv der Wertzahl sichtbar werden.
Ein auffälliger Hinweis auf Echtheit ist die Smaragdzahl. Bei Kippen der Banknote bewegt sich auf der glänzenden Zahl ein Lichtbalken auf und ab. Je nach Blickwinkel verändert sich ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Eine Mikroschrift, ein Glanzstreifen und auch der Sicherheitsfaden sind weitere Erkennungsmerkmale des neuen Scheins.
Bei den UV-Merkmalen ist zu beachten, dass das Papier unter UV-Licht selbst nicht leuchtet. Auf der Vorderseite der Banknote leuchten jedoch die Sterne in der Flagge, die kleinen Kreise, die großen Sterne sowie mehrere andere Stellen gelb. Zudem fluoreszieren zufällig eingestreute Fasern dreifarbig – rot, grün und blau.
Es wurde viel getan, um den Schein jetzt fälschungssicher zu machen. Es ist bei den neuen Banknoten schon sehr viel weiter entwickelt worden und das transparente Porträt-Fenster ist ein absolutes Novum, das es bislang noch nicht gegeben hat, erläuterte Elke Düing, die vom neuen 50 Euro-Schein überzeugt ist zum Abschluss. US
Der alte (unten) und der neue 50 Euro-Schein. Bei näherem Betrachten fallen die veränderten Merkmale gut ins Auge.Fotos: U. Stanzlawski
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