Allgemeine Berichte | 21.03.2018, 13:30 Uhr

Heimatverein Niederbachem wählte neuen Vorstand

Der neue Vorsitzende stellte sich vor

Dr. Walter Töpner hatte einen Vortrag über seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg im Gepäck

Dr. Walter Töpner demonstriert anhand einer Karte einen Teil des Wanderwegs der Jakobspilger.  CEW
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Wachtberg-Niederbachem. Unlängst stellte sich im Heimatverein Niederbachem Dr. Walter Töpner als Kandidat für den Vorstandsvorsitz vor. Hans Thelen, der mit seiner Frau gemeinsam das kleine Museum in der alten Schule betreut, zog sich aus diesem Amt zurück, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Das neue Gesicht war für die Mitglieder des Vereins aus der Organisation und der Führung der Bachemer Gespräche bekannt, die in regelmäßigem Rhythmus in Niederbachem zu verschiedenen Themen stattfinden. An diesem Wahlabend stellte sich der Kandidat mit einem eigenen Lichtbildvortrag über den Jakobsweg vor, den er selbst vor vielen Jahren in Abschnitten erwandert hatte. Im Verlauf von acht Jahren hatte er in verschiedenen Etappen die gesamte Strecke von Deutschland über Frankreich bis nach Spanien erschlossen. In dieser Zeit machte er facettenreiche Erfahrungen, die für ihn teilweise lebensprägend waren.

Der erste Abschnitt führte ihn durch die Eifel bis nach Trier, wo er das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen, das Grab des Matthias, besichtigte. Insgesamt verbrachte er rund 2500 Kilometer auf Schusters Rappen bis zu seinem Ziel: Santiago des Compostela. „Das ist viel Zeit, die man da hat, um über sein Leben nachzudenken“, berichtete er in einem Interview. Oft habe er auf diesen Wegen auch Zeit dafür gefunden, wichtige Fragen des Lebens einfach einmal näher zu beleuchten – eine Gelegenheit, die der Alltag oft nicht bietet. Mit Zelt und Rucksack zog er mal allein, mal mit Gleichgesinnten los und erwanderte sich so die Schönheit, aber auch die Macht der Natur in mancher Landschaft. „Als ich die Pyrenäen gesehen habe, hat es mich umgeworfen. Diese Bergkette zu überqueren, nur mit Rucksack, Wasser und Essen, das man in den Händen trug, das war schon eine Herausforderung“, erinnerte sich Töpner.

Auch die Eindrücke der großartigen Baukunst und die vielen Erfahrungen mit anderen Pilgern oder die Zeiten, in denen er alleine unterwegs war, teilte er am Abend seiner Vorstellung mit den Mitgliedern des Heimatvereins. Als er diesen Weg gegangen ist, war der Jakobsweg noch nicht sonderlich erschlossen. Darum hat Töpner seine Erfahrungen in drei Bänden unter dem Titel „Wege der Jakobspilger“ zusammengefasst, um späteren Pilgern eine Orientierung zu bieten.

Nach seiner Wahl zum neuen Vorstandsvorsitzenden im Heimatverein will er dort die Tradition der Gemeinschaft nicht nur fortführen, sondern auch mit den jüngeren Generationen teilen. Deshalb strebt er Aktivitäten und Angebote an, die auch jüngere Menschen, Familien und neue Bewohner Niederbachems ansprechen. Unter anderem sind Wanderungen, Ausflüge, Museumsveranstaltungen und Sonderausstellungen geplant, zu denen die Bevölkerung eingeladen werden soll. Ideen und Initiative seien immer willkommen.

Viele Stempel zierten schließlich den Pilgerpass, der auf der Wanderung durch drei Länder Töpners ständiger Begleiter war.

Viele Stempel zierten schließlich den Pilgerpass, der auf der Wanderung durch drei Länder Töpners ständiger Begleiter war.

Auch landschaftliche Eindrücke und Bilder interessanter Bauwerke zeigte der neue Vorsitzende in seinem Vortrag.

Auch landschaftliche Eindrücke und Bilder interessanter Bauwerke zeigte der neue Vorsitzende in seinem Vortrag.

Dr. Walter Töpner demonstriert anhand einer Karte einen Teil des Wanderwegs der Jakobspilger. Fotos: CEW

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