Maibäume in Odendorf und Rheinbach aufgestellt
Der starke Wind machte der Feuerwehr sehr zu schaffen
Rheinbach. Die Maikirmes auf dem Prümer Wall in Rheinbach war im vollen Gang, die Zuschauer drängten sich in Höhe der Weiherstraße, um dem Spektakel zuzuschauen. Pünktlich um 18 Uhr rollte der riesige Maibaum unter Begleitung der Feuerwehr Rheinbach zum Aufstellplatz. Mit über 40 Feuerwehrleuten - unter der Leitung von Stadtbrandmeister Laurenz Kreuser und der Jugendfeuerwehr - wurde unter Zuhilfenahme einer Seilwinde der Baum in Position gesetzt. Dies war umso schwieriger, da zu diesem Zeitpunkt ein starker Wind aufkam.
Der Spielmannszug Rheinbach unter der Leitung von Holger Schneider und der Musikzug der Stadtsoldaten Rheinbach unter der Leitung von Simona Thelen begleiteten das traditionelle Maibaumaufstellen.
In Vertretung des Bürgermeisters übernahm der Erste Beigeordnete Dr. Raffael Knauber die Ansprache und dankte der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach und den beiden Musikkorps für ihre Unterstützung.
Er freue sich über die große Beteiligung der Bevölkerung, so Knauber. Er übergab den beiden Musikvereinen je einen Briefumschlag mit einer Spende.
Ein Fan der Rheinbacher Feuerwehr ist Nora Sauer aus Bergisch Gladbach. Sie war extra angereist, um der Feuerwehr zu danken. Bei einem Unfall am 6. Januar kurz vor Oberdrees wurde sie von der Feuerwehr aus einem Fahrzeug gerettet. „Euch verdanke ich, dass ich heute hier stehe“, freute sich Nora Sauer. Damals wurde sie von Regina Esser vom Löschzug Niederdrees betreut.
In Odendorf fand das Maibaumsetzen bei nasser Witterung statt. Das Maikönigspaar Fabian Außem und Lisa Rönick aus Odendorf hatte Schutz unter dem Gästezelt gefunden. Ersteigert hatte Außem seine Lisa bereits am Ostersamstag. „Das war die teuerste Mailehenversteigerung, die es je für einen Maikönig gab“, bestätigte der Vorsitzende des Junggesellenvereins, Sebastian Fuhrmann. Seit vielen Jahren organisiert das Odendorfer Urgestein Peter Dederichs diese Versteigerung.
Unter der Leitung des Vorsitzenden setzten die Junggesellen Odendorf ihren Maibaum auf dem Zehnthofplatz. Hierzu gab es eine neue Vorrichtung, die das Aufstellen des Baums sicherer machte. Über 200 Besucher waren zum Zehnthofplatz gekommen, um das traditionelle Aufstellen des Maibaums mitzuerleben. In der Nacht zuvor hatten die Junggesellen den Zehnthofplatz als ihr Standquartier eingenommen, um ihre nächtlichen Aktivitäten vorzubereiten. So wurden elf große Papierherzen bei den Mailehen im Ort aufgehangen und bei der Maikönigin sowie am Stammlokal „beim Büb“ je ein Baum aufgestellt.
