Allgemeine Berichte | 15.07.2014

Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Swisttal

Der stellvertretende Wehrführer Johannes Greuel nahm nach 23 Jahren Abschied

Das Urgestein der Feuerwehr bleibt aber noch drei Jahre lang Löschgruppenführer für die Löschgruppe Odendorf

Der stellvertretende Wehrleiter der Swisttaler Feuerwehr, Johannes Greuel (2.v.l.), nahm Abschied von den Feuerwehrkameraden. Bürgermeister Eckhard Maack (2.v.r.) dankte ihm für sein enormes Engagement.Jost

Ließem. Ein Urgestein der Swisttaler Feuerwehr geht in den wohlverdienten Ruhestand, doch ganz los werden ihn die Feuerwehrkameraden dennoch nicht. Johannes Greuel aus Odendorf musste zwar wegen des Erreichens der Altersgrenze von 60 Jahren sein Amt als stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Swisttal niederlegen, will aber zumindest für die kommenden drei Jahre noch die Löschgruppe Odendorf leiten. Dafür erteilte ihm Wehrführer Stefan Schumacher die notwendige Sondergenehmigung.

23 Jahre lang leitete Greuel, zunächst zusammen mit dem mittlerweile zum Ehrenwehrführer ernannten Balthasar Schumacher und anschließend mit dem aktuellen Wehrführer Stefan Schumacher, als stellvertretender Wehrführer die Freiweillige Feuerwehr der Gemeinde Swisttal. „Sie haben die Geschicke der Feuerwehr an entscheidender Stelle mitbestimmt“, lobte ihn Bürgermeister Eckhard Maack bei seiner Verabschiedung im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Ratssaal in Ludendorf t. Der Nachfolger von Greuel steht auch schon fest, neuer stellvertretender Wehrleiter ist Paul Buhl aus Buschhoven.

Federführend für die Grundausbildung

Neben seiner Funktion als stellvertretender Wehrführer war Greuel auch noch 30 Jahre lang Löschgruppenführer der Löschgruppe Odendorf und darüber hinaus federführend zuständig für die Grundausbildung auf Gemeindeebene. Über diesen Zeitraum war Greuel ebenfalls als Kreisausbilder der Truppführerlehrgänge und für Lehrgänge zum Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern aktiv. Für diese Einsatzbereitschaft wurde dem scheidenden Feuerwehrmann erst vor Kurzem eine besondere Ehre zuteil, denn auf der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes überreichte ihm Kreisbrandmeister Walter Jonas das Feuerwehrverdienstkreuz in Silber. Diese Auszeichnung wird nur für besondere Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen.

„Es ist mir ein Bedürfnis, Johannes Greuel für seine hervorragende Arbeit im gesamten Feuerwehrwesen zu danken. Ich freue mich, dass er der Löschgruppe Odendorf für weitere drei Jahre erhalten bleibt und seine in unterschiedlichsten Einsätzen gewonnenen Erfahrungen weiter einbringen kann“, so Maack in seiner Ansprache. Dabei habe es auch immer wieder Reibungspunkte gegeben, „denn sie waren stets ein kritischer Geist, aber nur so lassen sich viele Dinge auch verbessern“, charakterisierte der Bürgermeister den scheidenden Feuerwehrmann. Greuel habe stets ein großes Engagement gezeigt und sich voll mit der Feuerwehr identifiziert. „Sie waren rund um die Uhr für die Feuerwehr da und immer ansprechbar, auch mitten in der Nacht“, wusste Maack.

Einiges bewegt und vieles erreicht

„Wir haben in den vergangenen Jahren einiges bewegt und vieles erreicht“, fasste auch Wehrführer Stefan Schumacher die Zusammenarbeit mit Greuel anerkennend zusammen. Er freue sich schon auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, dass Greuel seine große Erfahrung an den Swisttaler Feuerwehr-Nachwuchs weitergeben wolle.

Greuel selbst sagte im Rückblick auf insgesamt 44 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr: „Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Es war eine schöne Zeit, es gab aber auch kritische Phasen.“ Letztlich habe er seine Familie für das Ehrenamt vernachlässigt und musste zugeben, dass er für seine mittlerweile erwachsene Tochter eigentlich zu selten Zeit gehabt habe. Er blicke aber nach vorne und nicht zurück, denn er sei einst in die Feuerwehr eingetreten, um anderen Menschen in Notsituationen helfen zu können.

Erinnerung an das große Nebelchaos

Unvergesslich bleibe für ihn der 11. Januar 1985, denn damals habe es den schlimmsten Einsatz gegeben mit dem „großen Nebelchaos“ auf der Autobahn A 61. Elf Menschen starben seinerzeit bei einer der schwersten Verkehrskatastrophen im Rheinland. Insgesamt rund 150 Fahrzeuge prallten im dichten Nebel an mehreren Unfallstellen zwischen Weilerswist und Rheinbach aufeinander. Ursachen des Unfalls waren plötzlich aufgetretener Nebel und zu schnelles Fahren, die eine fatale Kettenreaktion auslösten.

Der stellvertretende Wehrleiter der Swisttaler Feuerwehr, Johannes Greuel (2.v.l.), nahm Abschied von den Feuerwehrkameraden. Bürgermeister Eckhard Maack (2.v.r.) dankte ihm für sein enormes Engagement.Foto: Jost

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