Bürgerverein Meckenheim „goes green“
Der umweltfreund- lichen Post auf der Spur
Meckenheim. Es war ein anspruchsvolles, dichtes Programm, das sich Mitglieder des Meckenheimer Bürgervereins im Februar bei einer Exkursion nach Bonn und Troisdorf vorgenommen hatten. Ging es doch darum, die Zusammenhänge zwischen dem leichten, vielfältig einsetzbaren Werkstoff Carbon und einer energiesparenden, hoch technisierten Postverteilung in Theorie und Praxis zu erkennen.
Die physikalischen Grundlagen erläuterten Herr Dr. Manfred Mahnig und ein Kollege im Deutschen Museum Bonn anhand der Exponate der beeindruckenden Sonderausstellung „Carbon – das Material der Zukunft“. Für Flugzeugbauer, Radrennfahrer, Autobauer zum Beispiel hat diese schon begonnen. Weniger Gewicht – weniger Energieverbrauch. Das Seitenleitwerk eines Airbus A320, Teile eines Autos von BMW oder die Darstellung, wie aus einem Carbonfaden ein Fahrradlenker, ein komplettes Rennrad hergestellt wird, beeindruckten in diesem Zusammenhang besonders. Erkenntnis zum Schluss: Dieses Museum sollte auch künftig in der Wissenschaftslandschaft Bonns einen festen Platz haben.
Das konzernweite Umweltschutzprogramm „Go Green“ der Deutschen Post/DHL Group war in einer zweiten Station Gegenstand eines anschaulichen Vortrages mit lebhafter Diskussion von Herrn Lohmeier. Vom Konzept des klimaneutralen Postversandes führte er die Meckenheimer Besucher direkt zu einem Tätigkeitsfeld, das den wenigsten bekannt war: Die Post baut Elektrofahrzeuge. Entwickelt in Kooperation mit der RWTH Aachen, produziert in einer eigenen Firma in Kooperation mit anderen. Sie werden bereits in Bonn - als Muster und Vorbild für künftige CO2-freie Postzustellung - erfolgreich eingesetzt. Der Einsatz in Meckenheim und Rheinbach werde zur Zeit geprüft, wurde auf Frage versichert.
Das Briefzentrum 53 in Troisdorf-Spich rundete den Nachmittag ab. Etwa 340 Mitarbeiter bearbeiten hier mehr als 1,5 Millionen Briefsendungen täglich. Der Leiter des Briefzentrums, Herr Wünsch erläuterte die Vielzahl der unterschiedlichen Sortier- und Anschriftenlese- und Entwertungsmaschinen für Standard- und Großbriefe, die aber in einem ersten Schritt immer noch von Hand nach Formaten vorsortiert werden müssen, bevor sie letztlich in einer, von der persönlichen „Gangfolge“ des Briefträgers vorgegebenen Reihenfolge endsortiert bei der jeweiligen Zustell-Poststelle angeliefert werden.
Die persönliche Verantwortung aller in den Sortier- und Zustellprozess eingebundenen Mitarbeiter wurde hierbei besonders nachhaltig verdeutlicht und zugleich herausgestellt, dass die Lesbarkeit der Anschrift für eine zeitgerechte Übernacht-Zustellung ausschlaggebend sein kann. Diesbezüglich motiviert, versprach jeder für sich, künftig die Anschriften auf Briefen gut lesbar zu schreiben.
Pressemitteilung des
Bürgerverein Meckenheim e.V.
