Dorfquiz bei der Peter-und-Paul-Kirmes bereitete einiges Kopfzerbrechen
Des Rätsels Lösung: 144 Gebäude sind in Ludendorf bewohnt
Ludendorf. Drei Tage lang, wenn auch mit einem Tag Unterbrechung, feierten die Ludendorfer ihre traditionelle Peter-und-Paul-Kirmes rund um den Dorfsaal und den davorliegenden Lindenplatz. Mit einem Festzug durch den Ort, begleitet vom Kirmesmann im schwarzen Anzug sowie sämtlichen Ortsvereinen im Schlepptau, lockten die 32 Mann starken „Ludendorfer Jonge“ um ihren Vorsitzenden Dirk Lüssem am Freitagabend zahlreiche Gäste in den Dorfsaal. Dort ging es locker und leger zu bei der Ein-Euro-Party mit Musik von Discjockey Lucas bei äußerst günstigen Getränkepreisen.
Den Samstag begingen die „Ludendorfer Jonge“ als interne Veranstaltung, besuchten dabei geschlossen den Friedhof und legten Blumen an den Gräbern von Ehrenmitglied Hans Jonas und von Gründungsmitglied Josef Großhennig nieder. „Wir vergessen unsere verdienten Mitglieder nicht“, machte Präsident „Lü“ Lüssem deutlich. Den Abend verbrachten alle gemeinsam beim Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft vor der großen Leinwand, bei dem es sehr spät sehr viel zu jubeln gab.
Der Sonntag begann mit einer Festmesse in der Ludendorfer Pfarrkirche St. Peter und Paul, die von Dechant Stanislaus Friede zelebriert wurde. Die „Ludendorfer Jonge“ gestalteten nach Kräften die Heilige Messe mit, anschließend legten sie am Ehrenmal einen Kranz für die verstorbenen inaktiven Mitglieder nieder. Weiter ging es zum musikalischen Frühschoppen auf den benachbarten Dorfplatz. Das traditionelle Kirmesessen, Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, war schon nach kurzer Zeit restlos ausverkauft, doch zum Glück waren in der „Imbissbude“ noch genügend Alternativen vorhanden.
Eine Reihe befreundeter Karnevalsgesellschaften und Junggesellenvereine kam ebenfalls zu Besuch und ließ sich nachmittags den Kuchen und frisch gekochten Kaffee schmecken.
Viel Hallo gab es bei der Dorf-Meisterschaft mit verschiedenen lustigen Spielen. Für den Nachwuchs hatten die Organisatoren kleine Olympische Spiele für Kinder vorbereitet. Kopfzerbrechen machte den Ludendorfern das Dorfquiz, denn es war gefragt, wie viel bewohnte Gebäude es im Ort gibt. Die Lösung: 144. Der Sieger durfte ein Pittermännchen mit nach Hause nehmen. Am Abend wurde dem Kirmesmann wie in jedem Jahr ein kurzer Prozess gemacht, die vollkommen gerechtfertigte Verurteilung zum Feuertod sofort vollstreckt und damit die Kirmes zu Grabe getragen.
JOST
