40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Deinze (B) und Rheinbach
Deutsch-belgische Freundschaft
Rheinbach. Vier Herren zeigt das in einem kleinen Besprechungsraum des Rheinbacher Rathauses hängende Ölgemälde. Einer sitzt am Tisch und schreibt etwas nieder. Die anderen drei blicken ihm über die Schulter, andächtig und voller Erwartung, wie es scheint. Diese Szene vom belgischen Maler William Ploegart, lässt sich auf den Tag genau bestimmen. Es war der 19. September 1981, als in der Aula der Grundschule Bachstraße Stadtdirektor Heinrich Kalenberg und Bürgermeister Heinz Büttgenbach mit ihren belgischen Amtskollegen Roger Boerjan und Iyvan Vandenbrande die Städtepartnerschaft zwischen Deinze und Rheinbach besiegelten. Diese Partnerschaft jährt sich am 19. September zum 40. Mal!
Der eigentliche Ursprung der Freundschaft liegt allerdings noch etwas länger zurück. Als die vier Herren die Urkunden unterzeichneten, hatte sich zwischen einigen Bürgern beider Städte bereits „eine intensive und herzliche Freundschaft“ entwickelt, wie der Rheinbacher Rat 1981 in seinem Beschluss zur Aufnahme der Städtepartnerschaft einstimmig feststellte. Zu den Pionieren gehörten der Ratsherr und Unternehmer Peter Krupp (Wormersdorf), der mit dem Vorgänger von Herrn Bürgermeister Vandenbrande, Ernst Van de Wiele, geschäftliche Kontakte pflegte sowie die „Löschgruppe Queckenberg“ der Rheinbacher Freiwilligen Feuerwehr, die immer noch eng mit der „Deinzer Brandweer“ verbunden ist. In den vier Jahrzehnten wurden viele Kontakte untereinander geknüpft und zahlreiche Freundschaften dauern bis heute an. Die Musikschulen der beiden Städte gaben bereits mehrere wechselseitige Konzerte So auch der Chor „Cäcilia Queckenberg“ und „Cantabile´ Deinze. Das Sinfonische Blasorchester „Fidelia Wormersdorf“ und „Harmonie Deinze sind freundschaftlich verbunden. Die Kirchenchöre von „St. Martin“ und der Deinzer Pfarrkirche „Onze Lieve Vrouw“ gestalteten einen gemeinsamen Gottesdienst in Deinze. Eine freundschaftliche Verbindung besteht auch zwischen der „Königlichen und Gräflichen Bogenschießgilde Eendracht van Oidonk/Deinze“ und der Rheinbacher „St. Sebastianus St. Hubertus Schützenbruderschaft“. Diese Verbindungen werden auch von den Mitgliedern des „Städtepartnerschaft Vereins Rheinbach-Deinze“ als Bereicherung empfunden und gepflegt. Wenn man mit dem Auto nach Deinze fährt (es liegt nur etwa 300 km entfernt) und die Leute dort das SU-Kennzeichen sehen, wird man sofort freundlich begrüßt. So auch wenn alle fünf Jahre der „Bürgerbus“ aus Rheinbach zum „Canteclaer-Zug in Deinze eintrifft. Im Jahr 2022 ist es wieder so weit und der Städteparnerschafts-Verein wird einen Besuch in Deinze organisieren.
Die Stadtverwaltung begleitet die Aktivitäten der ehrenamtlichen Mitglieder des Partnerschaft-Vereins und übernimmt die Unterstützung. Wann immer Gäste aus Deinze in der Stadt sind, werden sie vom jeweiligen Bürgermeister im Rathaus herzlich willkommen geheißen.
Der Vorstand und alle Mitglieder bedauern es außerordentlich, dass das Jubiläum nicht in angemessener Form mit einer Feierstunde und Gästen aus Deinze, gefeiert werden kann.
Schloss Oidonk.
