Allgemeine Berichte | 26.02.2019, 15:32 Uhr

Große Ehrung für Sinziger Künstlerin beim Tag der Kinderhospizarbeit

Deutscher Kinderhospizpreis für Sinziger Künstlerin Anne Löffler

Preisträgerin, Preisentwerferin und Laudatorin stammen aus Sinzig

Friederike Gross-Koschinski (l.) und Elisabeth Volk (r.) freuen sich mit Preisträgerin Anne Löffler, über die Auszeichnung des Deutschen Kinderhospizpreises. Foto: HG
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Sinzig. Im Aachener Krönungssaal erhielt die Künstlerin Anne Löffler aus Sinzig beim bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit den Deutschen Kinderhospizpreis 2019. Alle zwei Jahre zeichnet der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV) Personen aus, die sich durch ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement um die Kinder- und Jugendhospizarbeit verdient gemacht haben. Die diesjährige Preisträgerin Anne Löffler hat seit 2001 mehr als 7500 Karten zu Geburtstags- und Erinnerungstagen an Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien per Hand geschrieben. Für 2019 werden es wieder über 750 Grußkarten sein. „Sie lebt die Inhalte der Kinderhospizarbeit. Ihr stilles Engagement hat für die betroffenen Familien einen besonderen Wert, ihre Karten sind unglaublich tröstlich“, begründet die Jury ihre Entscheidung und erklärt, „durch ihre leise und feine Art schafft sie eine Vernetzung aller Familien“.

Kinderhospizidee stammt aus Sinzig

Den Preis, ein Bronzewürfel mit wichtigen Symbolen der Kinderhospizarbeit, hat Künstlerin Friederike Gross-Koschinski gestaltet. Bei der Preisvergabe 2019 trat der ungewöhnliche Fall ein, dass sowohl die Preisträgerin Löffler, als auch Preisgestalterin Gross-Koschinski und die Laudatorin Elisabeth Volk aus derselben Stadt, aus Sinzig, kommen. „Dem Ort, wo in den 1980er Jahren zum ersten Mal überhaupt über die Kinderhospizidee in Deutschland nachgedacht worden ist“, wie Volk sagte. Sie und ihr Ehemann Richard Volk gehören zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Kinderhospizvereins mit Sitz in Olpe. Die Laudatorin betonte, wie wichtig es für die Eltern mit lebensverkürzend erkrankten Kindern ist, „an deren Geburtstagen und Todestagen einen persönlichen Gruß vom Verein zu bekommen. Auch noch dann, wenn andere Menschen nicht mehr daran denken. Immer wieder erzählen sie von der Freude, die sie dabei empfinden, Post an diesen Tagen zu bekommen, den Namen ihres so geliebten Kindes zu sehen.“ Volk lobte die schöne Handschrift und die Texte, die „genauso bezaubernd“ seien wie die Karten selbst. In ihrer Rede sagte sie: Es ist für mich schier unglaublich, liebe Anne, dass es Dir jedes Jahr gelingt, neue Motive und Inhalte zu schaffen, der Natur entnommen, Motive mit denen all unseren Familien etwas anfangen können, weil Deine Kunst zugänglich ist, ohne banal zu wirken. Auch zu traurigen Anlässen finde sie tröstende Worte. „Du lässt die Menschen nicht hängen.“ Vielleicht entspreche dies dem Lebensprinzip der Preisträgerin Anne Löffler, die es 2007 in einem Interview so umriss: „Es ist besser, das Gute zu stärken, als das Schlechte zu bekämpfen.“ HG

Friederike Gross-Koschinski (l.) und Elisabeth Volk (r.) freuen sich mit Preisträgerin Anne Löffler, über die Auszeichnung des Deutschen Kinderhospizpreises. Foto: HG

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