Allgemeine Berichte | 04.11.2015

Neuer Qualitätsstandard im Medizintourismus

Deutsches Unternehmen mit einem neuen Servicezertifikat

Eugen Spitkowski (Geschäftsführer PAN Klinik), Jens Juszczak (Projektleiter Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Dr. Stefan Palm (Ärztlicher Leiter PAN, Klinik), Prof. Dr. Christian A. Schneider (Ärztlicher Leiter PAN Prevention Center), Olaf Seiche (Leiter der Business Unit „Service Sector“ TÜV Rheinland Cert GmbH),, Anna Adrych (Praxismanagerin PAN Prevention Center) (v.l.n.r.)privat

Rhein-Sieg. Experten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) haben gemeinsam mit dem TÜV Rheinland erstmals einen Qualitätsstandard für die Behandlung ausländischer Patienten aufgesetzt. Der Standard ermöglicht die Beurteilung der internationalen Abteilungen von Kliniken der Region in Bezug auf ihren Service für die Medizintouristen. Nach einer ersten Beurteilungsrunde bekommt heute eine Abteilung der Kölner PAN Klinik als erste Institution das Zertifikat verliehen. Jedes Jahr suchen mehrere tausend Medizintouristen aus dem Ausland die Kliniken in der Region Köln-Bonn für eine stationäre oder ambulante Behandlung auf. Die Betreuung dieser Patienten und das Management des gesamten Behandlungsablaufes stellen an die Kliniken oft hohe Anforderungen. Spezielle „International Offices“ mit qualifiziertem Personal sollen die internationalen Patienten während ihres Aufenthaltes in der Klinik begleiten. Zu den Aufgaben der meist mehrsprachigen Mitarbeiter zählen beispielsweise die Übermittlung von Therapieplänen und Kostenvoranschlägen, die Unterstützung der Patienten bei Reiseplanung, Visabeantragung, Hotelbuchung oder Abholung vom Flughafen sowie die Betreuung vor Ort. Im Rahmen des von der EU und dem Land NRW geförderten Projektes „Medizintourismus entlang der Rheinschiene Köln-Bonn-Düsseldorf“ entwickelten die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der TÜV Rheinland mit Unterstützung von Experten aus dem Gesundheitswesen einen Servicequalitätsmanagementstandard für den Medizintourismus. Dieser ermöglicht es, die internationalen Abteilungen der Kliniken hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit im Servicebereich zu beurteilen. Untersucht werden dabei beispielsweise die Organisationsstruktur der Abteilung, das Prozess- und Dokumentenmanagement oder die Servicephilosphie. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses müssen die Gesundheitseinrichtungen diverse Angaben zur Organisation der International Offices machen und den Auditoren des TÜV Rheinland vor Ort einen Einblick in das Management der Auslandspatienten gewähren. „Ein solches Zertifikat soll einerseits sichern, dass die Patienten aus aller Welt professionell und mit hoher Qualität betreut werden. Andererseits ist es ein Aushängeschild für den Medizinstandort, da die Patienten nicht nur eine hervorragende medizinische Behandlung erhalten, sondern auch im nicht-medizinischem Bereich für alles gesorgt ist“, so Jens Juszczak von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Als erste Einrichtung in Deutschland erhält das International Office das PAN Prevention Center GmbH das Servicezertifikat am heutigen Donnerstag. Das Kölner Unternehmen ist an der PAN Klinik am Neumarkt angegliedert und auf eine frühzeitige Gesundheitsprävention spezialisiert. „Die wissenschaftlich fundierte, medizinische Prävention ist der Schlüssel zur Vermeidung chronischer Erkrankungen. Dabei müssen medizinische Maßnahmen mit Maßnahmen der Verhaltens- und der Verhältnis-Prävention Hand in Hand gehen. Nur so lassen sich nachhaltige Effekte erreichen“, erläutert Prof. Dr. Christian A. Schneider, Leiter PAN Prevention Centers.

Eugen Spitkowski (Geschäftsführer PAN Klinik), Jens Juszczak (Projektleiter Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Dr. Stefan Palm (Ärztlicher Leiter PAN, Klinik), Prof. Dr. Christian A. Schneider (Ärztlicher Leiter PAN Prevention Center), Olaf Seiche (Leiter der Business Unit „Service Sector“ TÜV Rheinland Cert GmbH),, Anna Adrych (Praxismanagerin PAN Prevention Center) (v.l.n.r.)Foto: privat

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