Poetry-Slam Premiere im neuen Jugendtreff in Neuwied
Dichterschlacht im Big House kam bestens an
Sechs Poeten aus fünf Städten begeisterten das Publikum
Neuwied. Mit modernen, lustigen, skurrilen, dadaistischen aber auch ernsten Texten brachten sechs „Slammer“ das Publikum im Big House zum Jubeln und Johlen. Die Poeten, die vor einem interessant gestalteten Bühnenbild auftraten, hatten jeweils sechs Minuten Zeit, um ihre Werke zu präsentieren.
Sophia Thelen, eine junge Neuwieder Poetin, regte mit ihrem kritischen Text zum Thema Willkommenskultur und Flüchtlinge zum Nachdenken an, verfehlte aber um eine Stimme das Finale. Gleiches galt für Stefan Gebhard (Königswinter) und Peter Peladao (Koblenz). Im spannenden Finale zog dann die Koblenzerin Kathi Hopf noch an Jan Coenen (Bonn) und Axel Gundlach (Frankfurt) vorbei. Für sie gab es tosenden Applaus.
Der Auftritt der Poetry-Slammerin zum Thema Freundschaft überzeugte nicht nur durch gekonnt gesetzte Pointen, sondern auch durch das überzeugende Minenspiel.
Als Preis konnte Kathi Hopf eine Packung Klebebärte in zwei unterschiedlichen Farben einstreichen. Während der kurzen Pausen präsentierte Lokalmatador Thilo Distelkamp eigene Songs.
Sarah Kunz und Felix Bartsch organisieren seit April 2014 den Neuwieder Poetry Slam. Seine Heimat hat er normalerweise dank tatkräftiger Unterstützung durch den Theaterverein Chamäleon in der Kulturkuppel.
Da es aber im Sommer dort eine kleine Pause gab, und das neue Jugendzentrum interessierten jungen Neuwiedern diese Kunstform in den neuen Räumlichkeiten näher bringen möchte, kam es erstmals zur Kooperation. Sie soll auch fortgeführt werden, doch am Montag, 18. September ist wieder die Kulturkuppel Schauplatz des nächsten Poetry Slams.
