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30 Jahre Deutsche Vulkanologische Gesellschaft

Die 650 Mitglieder kommen aus 15 Nationen und von vier Kontinenten

15.05.2017 - 13:50

Mendig. Am vergangenen Donnerstag, 11. Mai, feierte die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft ihren 30. Geburtstag. Was diese bemerkenswerte Institution in den vergangenen drei Jahrzehnten geschaffen hat, dürfte einzigartig sein. So findet sie großen Anklang bei den geowissenschaftlichen Institutionen und wird von diesen mit über 650 Mitgliedern aus 15 Nationen und von vier Kontinenten als wichtiger Partner wahrgenommen.

Ebenso anerkannt ist sie für ihr Engagement in Sachen „Eifelvulkanologie“.

Dabei fing alles ganz klein an: Professor Dr. Hans-Ulrich Schmincke, einer der führenden deutschen Vulkanologen, begeisterte sechs Vulkaninteressierte, die mit ihm am 11. Mai 1987 die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft in Mendig gründeten. Bei den Gründungsmitgliedern handelte es sich neben Prof. Dr. Hans-Ulrich Schmincke (Witten) um Hermann-Josef Geilen, Winfried Giering, Ernst Albert Koch, Heinz Lempertz, Klaus Schmidt (alle Mendig) und den im Jahr 2010 verstorbenen Geologen Hermann Krampen aus Münstermaifeld.


Eine Idee wurde geboren


So verbündeten sich Wissenschaft und Liebe zur heimischen Vulkanwelt. Eine Idee wurde geboren. Im Bereich des Laacher Sees sollte ein Vulkanpark mit Forschungsstelle und Vulkanmuseum entstehen, die vulkanischen Geotope sollten gesichert und miteinander vernetzt werden. Schon 1988 schuf die DVG ein erstes kleines Museum auf dem Anwesen Hanstein in der Brauerstraße. 1990 folgte der erste wissenschaftliche Auftritt des ersten Mainzer internationalen Kongresses für Vulkanologie - als DVG-Mitorganisation, für den der heutige DVG-Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Hans-Ulrich Schmincke als Generalsekretär der International Association of Volcanology gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut in Mainz, Abteilung Kosmo-Chemie, verantwortlich zeichnete. 1993 bezeichnete Prof. Schmincke in seiner Eigenschaft als Vorsitzender die DVG „als ein Samenkorn, das aufging“.


Mit großer Freude


1996 übernahm der damalige Landrat Albert Berg-Winters den Vorsitz der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft und führte dieses Amt bis 2016 mit großer Freude und vorbildlichem Engagement aus. Schon drei Jahre später zog die DVG in die Räume der Villa Michels um und mietete die darunter liegenden Lavakeller für attraktive Führungen unter Tage. Fast gleichzeitig schlossen sich die Mendiger Bildhauer der Museumslay als Fachsektion der DVG an. Häufig trat die DVG auch als Mitgestalter diverser Veranstaltungen auf. So nahm sie zum Beispiel an der Expo 2000 in Hannover teil.

Im Jahr 2005 wurde in Mendig der von der DVG lang ersehnte „Lava Dome“ als Teil des Vulkanparks eröffnet.

Dabei handelt es sich - auch dank der DVG mit seinen engagierten Führern - um ein attraktives und erfolgreiches Museum mit bislang fast einer Million Besuchern.

Es folgte 2006 die Eröffnung der zunächst auf die Eifel bezogenen Deutschen Vulkanstraße mit einer Länge von 280 Kilometern.

Auf Initiative von Landrat Rudolf Marx und der DVG und in Anwesenheit von 250 Interessierten wurde am 29. März 2007 die seither prosperierende Fachsektion Vogelsberg als Verbindung des größten Vulkans in Deutschland mit der jüngsten Vulkanlandschaft gegründet. Somit schuf die Vulkanologie aus Partnern Freunde.

Seit 2008 setzt sich die DVG für eine gesamtdeutsche Vulkanstraße ein, die von der Eifel über den Westerwald und den Vogelsberg bis nach Görlitz reichen soll. Die Europäische Vulkanstraße bleibt dagegen ein Projekt der Zukunft. Am 15. Januar 2011 organisierte die DVG in der Mendiger Laacher-See-Halle ein Vulkanologisches Eifelsymposium, an dem namhafte Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen sowie 200 weitere Interessenten teilnahmen.


Mit Herz und Seele


Ohne das mit Herz und Seele bis 2007 engagierte Gründungsmitglied Heinz Lempertz wären die mitunter spektakulären Aktionen und Erfolge der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft undenkbar gewesen. Ebenso wie er über zwei Jahrzehnte lang Hunderte von Gästen mit seinen fachkundigen und humorvoll gewürzten Führungen und seinem - auch heute noch - jungenhaften Charme begeisterte, lässt er auch in seiner heutigen Eigenschaft als Ehrenvorsitzender der DVG seine internationalen Beziehungen immer noch spielen, wenn es um das Wohl der DVG im Allgemeinen und das Wohl der Menschen im Besonderen geht.

Bereits nach etwa 25 Jahren hatten sich die drei Visionen von 1987 erfüllt: eine Investition von rund 32 Millionen Euro der beteiligten Kommunen, sechs Info- und Erlebniscenter mit über 200.000 Besuchern jährlich und 19 Landschaftsdenkmäler, für welche die Vulkanpark GmbH das gemeinsame Dach für diese Einrichtungen im Landkreis Mayen-Koblenz bildet. Neu ist das am 3. Juni 2013 in der Mendiger Brauerstraße von der DVG eingerichtete „Dr. F.-X. -Michels-Institut“, das Gastgeber für nationale und internationale Studentenexkursionen und wissenschaftliche Tagungen ist. Dazu gehört auch eine einstmals weltweit beachtete Mineraliensammlung, die von den Jesuiten in Maria Laach 1863 angelegt worden war.


Ein Führungswechsel


Am 12. November 2016 fand bei der DVG ein Führungswechsel statt. So wurden im Rahmen der an diesem Tag stattfindenden Mitgliederversammlung gleich fünf verdiente Vorstandsmitglieder verabschiedet.

Dabei handelte es sich um den Vorsitzenden Albert Berg-Winters (Landrat a. D.), den Zweiten Vorsitzenden Prof. Dr. Wilhelm Meyer, DVG-Mitbegründer Heinz Lempertz, Gerold Beckmann von der DVG-Fachsektion Vogelsberg und den Schriftführer Bernd Winkler.

Der neue Vorstand rekrutiert sich heute aus: Landrat Dr. Alexander Saftig (Vorsitzender), Prof. Dr. Lothar Viereck (Stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Kostka (Geschäftsführer), Kerstin Bär (Leiterin der Fachsektion Vogelsberg), Dr. Martin Koziol (Beisitzer), Oliver Löhr (Kassierer), Wolfgang Riedel (Sekretär), Dr. Hans-Jörg Hunger (Beisitzer), Walter Müller (Beisitzer), Dr. Volker Reppke (Beisitzer), Dr. Karl-Heinz Schumacher (Schriftführer) und Prof. Dr. Hardy Pfanz (Beisitzer und Sprecher des wissenschaftlichen Beirats).

Während der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, dem DVG-Geschäftsführer Wolfgang Kostka und dem Ehrenvorsitzenden Heinz Lempertz mit je einer Geburtstagstorte gratulierte, übersandte er an den Vorsitzenden der DVG, Dr. Alexander Saftig, ein Glückwunschschreiben folgenden Inhalts: „Die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft hat vor genau 30 Jahren die Idee des Vulkanparks geboren, die Leidenschaft für die Vulkane entfaltet, das erste Vulkanmuseum aufgebaut, eine starke Gemeinschaft mit über 600 Mitgliedern geschaffen und den Menschen ein neues regionales Selbstbewusstsein geschenkt. Die Verbandsgemeinde Mendig gratuliert von Herzen und trägt die Grundsteine dieser Idee gern mit der Vermarktung des Vulkanparks, dem engagierten Betrieb der touristischen Einrichtungen und der neu aufgestellten Zusammenarbeit rund um den Laacher See mit ihnen zusammen in die Zukunft. Der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft wünschen wir auch in den nächsten 30 Jahren vulkanische Kraft.“

Auch Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel gratulierte dem Vorstand der DVG zum 30-jährigen Jubiläum und bedankte sich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, besonders im Hinblick auf die fachkundigen Führungen durch die DVG.

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Kommentare

Illegale Hundezucht aufgelöst: 136 Tiere befreit

juergen mueller:
Strafrechtlich und mit aller Härte zur Verantwortung ziehen - richtig.Aber nicht nur das.Jeder,der einen Hund,speziell WELPEN zur "Hundesteueranmeldung" bringt,sollte darüber Auskunft geben MÜSSEN,WOHER und von WEM er diesen "erworben/gekauft" hat,damit "illegale" Mehr-Hundezüchtung/haltung überprüft werden kann.Mir ist nicht bekannt,dass sowohl illegale wie auch legale Hundezüchter in irgendeiner Art u.Weise registriert werden/wurden. Und wieso ist dieser Zustand nicht bereits früher aufgedeckt worden?Eine Hundehaltung diesen Ausmaßes lässt sich doch nicht so einfach übersehen/geheimhalten. Und die überflüssige Wortwahl "Eigentumsrechte" von Herrn Klasen passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge - nämlich überhaupt nicht.Diese abnorme Form von Hundehaltung/Hundevermarktung überhaupt mit Eigentumsrecht i.V..zu bringen,ist genauso abnorm wie die weit auszulegende,unzureichende gesetzliche Definierung hierzu.
Brunhilde Hildebrandt:
Ich bin sehr froh und dankbar das es trotz allem Menschen gibt die handeln , wenn sie von solchen Zuständen Kenntnis bekommen. Hochachtung an alle die Helfer und Tierärzte. Die "Halter" sollten strafrechtlich mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden!!
Uwe Klasen:
Hier wurde, zu Recht und zum Tierwohl bzw. Tierschutz, in die Eigentumsrechte der, offensichtlich vollkommen überforderten, Besitzer eingegriffen!
Armin Linden:
Die KV. bildet aus. Eine gute dringliche Sache. Auch viele andere "Behörden" sind tätig. Beamtenanwärter werden gesucht. OK. Rest geht in Verwaltung und Fachabteilungen. Finden die jungen Leute also alle einen Job ? Auch Übernahmen ? Teils werden die Behörden immer weiter "aufgebläht". Die "SGD" in Kob. ist bereits eine Mammutbehörde. Die Rentner werden paralell immer jünger. Die BRD "Gutverdiener". Mit "5O" war man vor Jahren "Alt". Mit "6O" - Uralt. (Deutsche Philosophie des Jugendwahn). Dieser ist vor 2O Jahren vollzogen worden. Alternativ wurde die BA. in Nürnberg "Neu" aufgepumpt. Tatsache. Auch die Jobcenter, feierten sich als zusätzliche "Neue Industrie". Ich frage mich: Wo geht die Reise hier hin ! Wer zahlt das auf Dauer alles ?
Uwe Klasen:
Sehr geehrte Mitkommentatoren, ich habe nie behauptet was Sie in meinem Kommentar hinein deuten! Es ist nicht mein Fehler, dass Sie sich, ob ihrer fehlerhaften Interpretation einer Aussage oder einer Meinung, Angegriffen fühlen und deshalb empören!
S. Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, ich finde es schade, daß Sie sich mit Ihrer Meinung nicht an Fakten orientieren. Tatsache ist, daß jegliches kommunalpolitisches Engagement freiwillig, als Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung oder Schule geleistet wird. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Zeitaufwand, der leider nur selten gewürdigt wird. Ich finde es bewundernswert, daß sich junge Leute dafür einsetzen, die Zukunft mitzugestalten. Es ist immer leicht, irgendwo 'dagegen zu sein' oder Kritik zu äußern - freiwillig in der raren Freizeit neben Ausbildung oder Beruf nach Lösungen zu suchen ist nach meiner Meinung schon lobenswert.
Sabine Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, es wäre schön, wenn Sie auf Basis von Fakten urteilen würden. Das kommunalpolitische Engagement findet neben der Arbeit oder Ausbildung statt - häufig abends oder an Wochenenden. Ich rechne es allen hoch an, die neben der beruflichen oder schulischen Belastung auch noch bereit sind, Weichen für die Zukunft zu stellen, und die Zukunft so mitzugestalten.
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