SV Raubach feiert Oktoberfest im ausgefüllten Ausweichquartier Festzelt
Die „Almrocker“ animierten zu Tanzorgien auf Tischen und Bänken
Raubach. Das Oktoberfest in München ist vorbei, in Raubach war es in vollem Gang. Die „Almrocker“ stürmten das Festzelt am Samstagabend, DJ „Chris Only“ sorgte für Stimmung und zum Bier in Stemmkrügen wurden bayerische Schmankerl gereicht, von der Brezel bis zur Grillhaxe oder Weißwurst mit Sauerkraut und Püree. Logisch, dass der Dresscode „Dirndl“ bei der Weiblichkeit und „Krachlederne“ oder zumindest Latzhose bei den Herren hieß. „Ausnahmsweise und zum ersten Mal“, betont Frank Schmidt, Geschäftsführer des SV Raubach, fand dieses 13. Raubacher Oktoberfest im Festzelt am Schmiedeplatz statt. Der traditionelle Veranstaltungsort ist die Turnhalle der Gustav-W.-Heinemann-Schule, die aber wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand. In Raubach und der Umgebung ist das Oktoberfest bekannt und beliebt und wird von Besuchern jeden Alters sehr geschätzt. Nicht ganz uneigennützig gehört es zum Veranstaltungsrepertoire des Raubacher Sportvereins 1921 Grün-Weiss, der damit die Vereinskasse liquide hält und seinen Spielbetrieb finanziert. So hat also jeder etwas von der Großveranstaltung, der Verein die nötigen Finanzmittel und die Besucher ihren Spaß. Nicht zuletzt den Oktoberfesten ist es zu verdanken, dass der SV Raubach seit vorigem Jahr über einen Rasenspielplatz verfügt, wo vorher noch rote Erde das Bild beherrschte. „Das Fest wird super gut angenommen“, freut sich Frank Schmidt vom Sportverein. Er weiß: „Viele junge Leute sind hier, auch Sportvereine und Kirmesgesellschaften aus den Nachbarorten haben sich angemeldet.“ Auch die Raubacher Schützengesellschaft war mit ihren Uniformen präsent, genauso wie die Schützengilde Giershofen. Das große Zelt war schon am frühen Abend mit Gästen gefüllt. Die „Almrocker“- sieben Jungs und ein Mädel aus Baden-Württemberg- waren zum ersten Mal in Raubach. Sie verstanden es im Handumdrehen, das Publikum zu Partyhöchstleistungen zu animieren. Singend und tanzend auf den Tischen und Bänken zu stehen, gehörte da schon zum Standardprogramm. Den Fassanstich hatte Ortsbürgermeister Michael Rudolph zusammen mit dem SV-Vorsitzenden Clemens Adams und dem 1. Geschäftsführer Manuel Theis gemacht. VG-Bürgermeister Volker Mendel spielte die Glücksfee für die Verlosung unter denjenigen Gästen, die ihre Karten im Vorfeld im Internet reserviert hatten. Der erste Preis waren, wie könne es für einen Sportverein anders sein, Karten für ein Fußballbundesliga-Spiel Leverkusen gegen Bremen.
Kein Ende in Sicht
Ein bisschen ängstigte sich der Raubacher Sportverein am Samstagabend, ob es die Oktoberfestbesucher denn auch schaffen würden, am Sonntagmorgen den Zeltgottesdienst und den anschließenden Frühschoppen mit den St. Georgsbläsern Haiderbach zu besuchen. Doch wenn man in Raubach einmal am Feiern ist, dann sind auch zwei Tage hintereinander kein Problem. So konnte sich der Sportverein auch am Sonntag wieder über ein volles Zelt und partywillige Besucher freuen. Wieder wurden die Gäste mit deftigen Oktoberfestspeisen von der Landmetzgerei Born in Steimel versorgt. Der Sportverein Raubach hat 300 Mitglieder. Für den Spielbetrieb wurde eine Spielgemeinschaft mit Puderbach gebildet.
In der A-Klasse führt diese Spielgemeinschaft aktuell die Tabelle an. Noch am Tag des Oktoberfests kam die erste Mannschaft von einem Spiel gegen Wienau zurück. Die Mannschaften hatten sich, wie Frank Schmidt sagt, „friedlich 1:1 getrennt, um anschließend in Raubach gemeinsam das Oktoberfest und jeweils ihren Punktgewinn feiern zu können.“ Beim Raubacher Oktoberfest ist eben jeder ein Gewinner.
Da hielt es keinen mehr auf seinem Sitzplatz: Bei Titeln wie „Hölle, Hölle“ oder „Schatzi, schenk‘ mir ein Foto“ wurde eifrig mitgesungen.Fotos: KER
Dirndl und Lederhosen bestimmten das Bild beim 13. Raubacher Oktoberfest. Die Stimmung war der beim Münchener Original ähnlich.
