Allgemeine Berichte | 06.08.2016

Juni-Fortbildung der Ahrtal-Gästeführer mit Michael Füllmann

Die Bäume von Ahrweiler

Attraktive und exotische Exemplare finden sich zwischen Ahrtor und Niedertor

Referent Michael Füllmann (Mitte) mit den Ahrtal-Gästeführern vor der Trauerweide am Kanonenturm. Marina Zille

Ahrweiler. Denkt man an Ahrweiler, kommen einem zuallererst alte Fachwerkhäuser, die Stadtmauer, Weinberge und lebendiges Treiben in den Sinn. Aber die Stadt hat auch botanisch eine Menge zu bieten. Innerhalb der Stadtmauer, aber auch auf deren Außenseite finden sich viele verschiedene Bäume, die es im Laufe der Jahre zu stattlichem Wachstum gebracht haben. Der zuständige Mitarbeiter der Abteilung Tiefbau und Betriebshof, Michael Füllmann, erläuterte den Ahrtalgästeführern die Schwerpunkte seiner Arbeit. Dazu gehört natürlich nicht nur die Erhaltung der Schönheit der Bäume, sondern auch die Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Dazu müssen die Bäume auf städtischen Grundstücken regelmäßig untersucht werden. Im Bedarfsfall werden Baumpflegearbeiten eingeleitet. Manchmal muss auch ein Baum weichen, weil er krank oder zu alt ist. Insbesondere entlang der Friedrichstraße, also im Abschnitt zwischen dem Ahrtor und dem Niedertor befinden sich viele attraktive und auch einige exotische Bäume. Ein besonderer Blickfang sind die Blauglockenbäume, die im Juli mit herrlichen Blüten aufwarten. Des Weiteren gibt es zum Beispiel einen Ginkgobaum und einen eschenblättrigen Ahorn. Bei den Bäumen sind Schilder mit Nummern zu entdecken. Die Nummern sind im sogenannten Baumkataster erfasst. Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis, in dem Bäume verwaltet werden. Alle erfassten Bäume erhalten eine eindeutige Nummer, mit der sie vor Ort gekennzeichnet werden. Das Baumkataster wird durch den zuständigen Baumkontrolleur ständig aktualisiert und um neue Bäume ergänzt. Nach einem kurzen Bummel durch die Innenstadt endete der Rundgang dann hinter dem Blankartshof, wo derzeit zwei Reihen von Dachlinden zu einem geschlossenen Laubdach zusammenwachsen sollen. Für die Gästeführer brachte dieser Abend eine Menge an Informationen, die gern an die Gäste der Stadt weitergegeben werden. Nur eine Frage war nicht wirklich zu beantworten, nämlich die nach dem Alter der Bäume. Da es zum Zeitpunkt der Baumpflanzungen noch kein Baumkataster gab, kann deren Alter nur geschätzt werden. Genaue Angaben, wann die Bäume gepflanzt wurden, kann man nur bekommen, wenn man die Bäume fällt. Dann kann man das Alter an den Jahresringen ablesen.

Referent Michael Füllmann (Mitte) mit den Ahrtal-Gästeführern vor der Trauerweide am Kanonenturm. Foto: Marina Zille

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