Katholische Pfarreiengemeinschaft Remagen hatte zum Neujahrsempfang in das Pfarrzentrum eingeladen
Die Begegnung stand im Mittelpunkt
Auch die kommenden Neuerungen durch die Synode waren Thema des Austauschs
Remagen. Zahlreiche Gäste trafen sich am Sonntag nach einem festlichen Hochamt in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul zum Neujahrsempfang im Saal des katholischen Pfarrzentrums. Bereits zum siebten Mal hatte die Pfarreiengemeinschaft Remagen für die Pfarrgemeinden Remagen, Kripp, Oberwinter, Oedingen und Unkelbach zu ihrem Empfang in Remagen eingeladen. Rasch füllte sich nach dem Hochamt der Festsaal, in dem viele fleißige Hände alles bestens für den Empfang mit einem Imbiss und einem Gläschen Sekt oder Orangensaft vorbereitet hatten. Denn nicht viele Reden, sondern die Begegnung untereinander stand beim Neujahrsempfang der Katholischen Pfarreiengemeinschaft auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs. Im Namen des Pfarreienrates begrüßte Vorsitzende Ursula Gemein die vielen Gäste im vollen Saal. Ihr besonderer Gruß galt dem Hausherrn, dem leitenden Pastor und stellvertretenden Dechant Frank Klupsch, der das Festhochamt zelebriert hatte in Konzelebration mit Kooperator Johannes Steffens, Pater Cornelius vom Apollinariskloster und dem Pfarrer im Ruhestand Herbert Lonquich. Der weitere Gruß galt MdL Guido Ernst, Kreisbeigeordnetem Fritz Langenhorst, Bürgermeister Björn Ingendahl, Alt-Bürgermeister Herbert Georgi mit Gattin Andrea, allen Ortsvorstehern, den Vertretern der Fachhochschule, dem evangelischen Pastor Michel Schankweiler und dem Presbyterium, dem Imam Hüseyin Bahartagan, der Direktorin vom Inselgymnasium Nonnenwerth Andrea Monreal, den Vertretern von Flüchtlingshilfe und Hospizverein und allen, die in der kirchlichen Gemeindearbeit, haupt- oder ehrenamtlich, mitarbeiten und helfen. Der Gruß galt aber auch allen Vertretern aus den städtischen Gremien und den Räten, den Schwestern aus dem Krankenhaus, aus Sankt Anna und von Nonnenwerth, sowie den Vertretern der Feuerwehr, allen voran Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann.
Die Pfarreienratsvorsitzende sprach kurz einige Fragen der Neuerungen durch die Synode an. Bischof Stefan Ackermann habe mitgeteilt, dass das Bistum Trier zunächst mit 13 neuen Großpfarreien in 2020 starte. Die weiteren 22 Großpfarreien würden im Jahr 2022 an den Start gehen. „Wir wissen noch nicht, wie der Weg für Remagen vorgesehen ist“, so die Pfarreienratsvorsitzende. Bis zum Ende des Jahres werde es die Gemeinderäte in Remagen nicht mehr geben. Remagen werde zur Großpfarrei Sinzig gehören. Eine klare Regelung sei bis heute nicht bekannt.
Pfarreiengemeinschaft erhalten
Remagen habe vor sieben Jahren den Zusammenschluss der fünf Gemeinden in eine Gemeinde gut gemeistert trotz aller unterschiedlicher Strömungen. „Es müssen keine gut laufenden Gemeinden zerschlagen werden. Wir müssen fürs Erste darauf pochen, dass wir als Pfarrreiengemeinschaft erhalten bleiben. Die unterschiedlichen Strömungen zu bündeln ist nach wie vor ein Anliegen. Beten wir für Stefan Ackermann, dass er einen Weg zu einer tragbaren Kirche findet“, betonte Ursula Gemein.
Am 23. Januar um 19.30 Uhr laden engagierte Christen aus Remagen in den Saal des Pfarrheims ein, um über die Beschlüsse der Synode zu informieren.
Im Anschluss sprach Bürgermeister Björn Ingendahl, der betonte, dass es eine gute Tradition sei, dass der Bürgermeister das einzige Grußwort spreche, um mehr Zeit für den Austausch untereinander zu haben. Einen Rückblick auf das alte Jahr fand Ingendahl bei einem Neujahrsempfang nicht angebracht. Über das Geschehene sei ja bereits viel gesprochen worden.
Noch sehr viele Fragen offen
Für die Stadt und die Pfarrei werde es im gerade angebrochenen Jahr Neuerungen geben. Es stünden Neuwahlen an und es würden sich Veränderungen andeuten. Vor allem wünsche er sich einen fairen und sachlichen Wahlkampf. Bei der Pfarrei stünden ebenfalls Veränderungen an durch die synodalen Beschlüsse. „Es sind noch sehr viele Fragen offen, die viele von uns mit Sorgen erfüllen. Diese Sorgen habe ich dem Bischof in einem Brief mitgeteilt“, so Ingendahl, der seiner Hoffnung auf bessere Informationen Ausdruck verlieh.
Ingendahl betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Kirche. Beide würden sich gemeinsam für das Wohlergehen der Menschen in der Stadt engagieren. Letzteren wünschte Ingendahl abschließend ein glückliches und gesundes neues Jahr.
Eine Überraschung kündigte dann Pastor Frank Klupsch an. Zu den Klängen des katholischen Posaunenchors, die für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgten, zog das amtierende Prinzenpaar Prinz Alexander Krahe und Prinzessin Sandra Krahe, begleitet vom Hofstaat und Abordnungen aller närrischen Formationen, in den Pfarrsaal ein. Mit dabei war auch der Kinderprinz Alexander Reisdorff, der sich als Messdiener sowohl in Kripp als auch in Remagen in den kirchlichen Räumen bestens auskannte. Nach kurzen Ansprachen und dem Ordensaustausch genossen im Anschluss die vielen Gäste noch das Gespräch untereinander in geselligen Runden. AB
Auch die Karnevalisten mit dem Prinzenpaar an der Spitze machten Pastor Frank Klupsch ihre Aufwartung.
