Musikschule Neuwied organisierte Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“
Die Besten durften im Dianasaal musizieren
Neuwied. Klassischer Gesang trifft auf Schlagzeug. Eine Arie auf Rhythmen Dance. In Schloss Engers ging es äußerst abwechslungsreich zu. „Jugend musiziert“ hatte zum 54. Regionalwettbewerb in den Kategorien Klavier, Akkordeon, klassischer Gesang, Gitarre und Drum Set eingeladen. Als Ensemble kamen Streicher, Holzbläser und Blechbläser in die Wertung. Rund 140 Kinder und Jugendliche, bis hin zu jungen Erwachsenen, waren der Herausforderung gefolgt. Unter ihnen große Talente und weniger große. „Nicht immer geht es ums gewinnen. Der Wettbewerb kann auch ein Ziel sein, auf das man hinarbeitet und zeigt, was man gelernt hat“, erklärte Martin Geiger. Der Leiter der Musikschule Neuwied zeichnete für die Organisation vor Ort verantwortlich. Veranstaltet wird „Jugend musiziert“ vom Deutschen Musikrat. Während das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Grundfinanzierung übernimmt, werden die Regionalwettbewerbe von den Kommunen gefördert. Hier sind es vor allem die Sparkassen, die den Kindern den Wettstreit ermöglichen. Entsprechend dankbar zeigte sich Martin Geiger gegenüber der Sparkasse Neuwied. Der Regionalwettbewerb, zum vierten Mal in Folge in Neuwied veranstaltet, ist ein besonderer. Nicht nur, dass die Teilnehmer keine Startgebühr entrichten müssen. Der barocke Dianasaal, wo sonst nur hochkarätige Kammerkonzerte und die Stipendiaten der Landesmusikakademie musizieren, stand für „Jugend musiziert“ dem Nachwuchs offen, zumindest denjenigen, die in ihren Auftritten eine besonders hohe Bewertung bekommen hatten. „Wir sich richtig froh, in einem so stimmungsvollen Saal spielen zu dürfen“, sagte Martin Geiger. Am Regionalwettbewerb darf praktisch jeder teilnehmen. Man muss nicht zur Musikschule gehen, sondern kann auch im Verein oder bei einem Privatlehrer spielen. Die Stücke dürfen sich die Teilnehmer selbst aussuchen. Eine Vorgabe gibt es nur, abhängig vom Alter, hinsichtlich der Länge. Und auch Eigenkompositionen sind erlaubt. Die fachkundigen Juroren werteten vor allem die Technik und achteten auf Fehler. Die Performance war ein eher untergeordnetes Kriterium, das lediglich bei den Sänger/innen eine Rolle spielte. „Bei den größeren Kindern geht es auch darum, ob sie die Melodiestruktur erkennen“, erklärte Hans-Peter Lörsch von der Musikschule Koblenz, der Martin Geiger hilfreich zur Seite stand. Fortlaufende Anmeldungen, Urkunden drucken, das Programm für die beiden Konzerte der Besten zusammenstellen und vieles mehr musste gemanagt werden. Nicht zu übersehen war, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen osteuropäische Wurzeln hat. „Kunst und Kultur hatten dort einen höheren Stellenwert. Die Kinder sind beim Üben sehr fleißig und diszipliniert“, bestätigte Hans-Peter Lörsch. Für die besten Teilnehmer war der Aufritt in Engers der erste von vielleicht vielen. Sie haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert und könnten, einen guten Tag und Können vorausgesetzt, vielleicht sogar am Bundeswettbewerb im Juni in Paderborn teilnehmen. „Es kommt immer mal wieder vor, dass unsere Region beim Bundeswettbewerb vertreten ist“, berichteten Matin Geiger und Hans-Peter Lörsch. FF
Mit einer Eigenkomposition punktete Carina Zimmert bei den Fachjuroren.
Mit „Rhythmen Dance“ von Dave Weckl sorgte Jan Trotzkowski für FuroreMusikschule Neuwied organisierte Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“
„Der Schäfer“ von Hugo Wolf sang Lavaniya Suban und begeisterte mit ihrer Stimme das Publikum
