Allgemeine Berichte | 14.10.2022

Lesung bei der Dorfakademie Hambuch e.V.

„Die Eifel und die Welt“

Rainer Ningel. Foto: privat

Hambuch. Die Eifel in den Sechzigerjahren war das Thema der Veranstaltung, zu der die Dorfakademie Hambuch in die alte Probstei eingeladen hatte. Den offiziellen Anlass bot die Vorstellung des neuen Buches des Vorsitzenden der Dorfakademie, Rainer Ningel, der im vergangenen Jahr seine Eifel-Trilogie mit dem Band „Die Eifel und die Welt“ komplettiert hatte.

Bewahren oder Verändern war die Frage, die sich wie ein roter Faden durch die kunstvoll gereimten Geschichten und durch die gesamte Veranstaltung zog. Voller Aufmerksamkeit lauschten die Besucher den lustigen, nachdenklichen aber anrührenden Geschichten. Sie erinnerten sich an Schulalltage und Kinobesuche, Ohrenbeichten, lachten über unbeholfene Beziehungsversuche, antiquierte Erziehungsstrategien, Tanzabende, bei denen die Tanzfläche noch zu eng war. Mal amüsiert mal nachdenklich tauchten sie hinein in Gemeinderatssitzungen, Familienfeiern, Goldene Hochzeiten und Arztbesuche, bis hin zu den letzten Dingen des Lebens. Die jüngeren staunten nicht schlecht über die Herausforderungen die ihre Eltern und Großeltern zu bewältigen hatten und es war schön, zu sehen, dass die Geschichten zu einem regen, generationsübergreifenden Austausch anregten.

Doch die Dorfakademie würde den Erwartungen nicht gerecht, hätte sie nicht ein Rahmenprogramm mitgeliefert, dass die Thematik des Nachmittages aufgriff und sich wirklich sehen lassen konnte. Gleich zwei Uraufführungen gab es. Der Kirchenchor Hambuch begeisterte mit einer Version des lustigen Kinderliedes „Ose Nopesch Pitte“. Der Chor TonArt rührte mit dem „Eifel- und Endertlied“ auf hohem Niveau und emotional an der starken Verwurzelung der Menschen mit ihrer Region bevor er dann die Zuhörer musikalisch nach Paris, in die Stadt der Liebe entführte.

Mit der Nachttheater Rockband und ihren Songs von The Monkeys und „Manfred Mans Earth Band“ fühlten sich viele erkennbar in ihre Jugend und in Bewegung versetzt. Als Ignaz Pauly mit Saxophon und Trompete aufspielte sahen sich viele in Erinnerung wieder auf der Tanzfläche im Kirmeszelt. Kein Auge blieb trocken, als die Jugendtheatergruppe das Gedicht „Der Abtritt“ szenisch umsetzte und zeigte, dass Kommunikation überall gelingen kann.

Bei diesem reichhaltigen Angebot an Anregungen und Impulsen durfte natürlich das leibliche Wohl nicht vergessen werden. Ein Kuchenbuffet der Extra-Klasse hatten die Hambucher Hausfrauen zusammengestellt. Fazit der Besucher: Ein wundervoller Nachmittag.

Rainer Ningel. Foto: privat

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