Ein Nachruf auf Dr. phil. Helmut Weinand (1934–2025)
Die Feder schweigt
Andernach. „Mit Dr. phil. Helmut Weinand verliert die Stadt Andernach einen engagierten Botschafter und feingeistigen Förderer. Mit seiner warmherzigen Art und seinem fundierten Fachwissen wird er Generationen von Andernacherinnen und Andernachern in Erinnerung bleiben“, so Bürgermeister Claus Peitz zum Tod des bekannten Andernachers. „Wir blicken mit Dank und Respekt auf seine Verdienste zurück, die er der Stadt Andernach und ihren Menschen über Jahrzehnte hinweg erwiesen hat.“
Dr. Helmut Weinand prägte maßgeblich den Erfolg der 1974 am Schillerring neu gegründeten Berufsschule BBS Andernach (August-Horch-Schule). Dies fand nicht zuletzt Ausdruck in seiner 1996 veröffentlichten Chronik der Schule. Neben seiner Lehrtätigkeit war er von 1973 bis 2000 – nach seiner Pensionierung 1994 in Vollzeit – als Dozent an der Andernacher Volkshochschule tätig, die unter seiner wegweisenden Mitwirkung zu einer der führenden Institutionen ihrer Art in Rheinland-Pfalz avancierte.
Ab den 1980er-Jahren trat Dr. Weinand verstärkt als Chronist und Publizist auf. Unvergessen sind seine Bearbeitungen der Bäckerjungensage (1984/1999) sowie seine fundierten Werke über die Andernacher Kirchen und Kapellen (2015). Auch der vom Stadtmuseum herausgegebene „Andernacher Beitrag“ zur Geschichte der Andernacher Straßennamen (2007) und mehrere Stadtführer stammen aus seiner Feder.
Mit schier unerschöpflicher Energie und Schaffenskraft blieb Dr. Helmut Weinand bis ins hohe Alter aktiv – als begabter Tennisspieler, über 50 Jahre lang in der Sportgemeinschaft DJK 1909 e. V. Andernach sowie als feinsinniger Musiker und Chorleiter.
Sein Herzensanliegen war es, die Geschichte und die Schönheiten unserer rheinischen Heimatstadt sowohl den Einheimischen als auch den neu Zugezogenen und Gästen zu vermitteln. Die Stadt Andernach verneigt sich vor seinem Lebenswerk und seinen Verdiensten für die Stadt. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau sowie allen Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
