Konzertreihe "improvisierte Zeit"
Die Geburtsstunde des Linzer Jazz
Linz. "Das ist die Geburtsstunde des Linzer Jazz!", rief Pfarrer Schwaegermann lobend am Ende des Konzerts von Martin Hess (Kontrabass), Rainer Frank (Klavier & Synthesizer) und Ingo Weiß (Saxofone & Klarinetten) im vollen Saal des Katharinenhofes.
Im Rahmen der Konzertreihe "improvisierte Zeit" hatte der Linzer Saxofonist zum vierten Mal befreundete Musiker eingeladen, um mit ihnen Freie Musik zu improvisieren. Den Schweizer Bassisten und den Pianisten aus dem Süddeutschen hatte er in den letzten Jahren beim Météo-Festival in Frankreich kennengelernt und allen drei war schnell klar, dass sie zusammen auftreten wollten.
Trotz oder vielleicht gerade wegen ihres sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergrundes haben die drei in der gemeinsamen Improvisation eine gemeinsame Ton-Sprache gefunden, die das Linzer Publikum faszinierte. Zwischen Rainer Frank, der nicht nur auf den Tasten, sondern auch auf den Saiten des Flügels virtuos zu bezaubern wusste und auch gezielt seinen Synthesizer nutzte, der rhythmischen Fantasie von Martin Hess, der auch mit seinem Bogenspiel die musikalische Basis schuf, und den eindrucksvollen Bassklarinettenklängen von Ingo Weiß, der auch mit filigranen Passagen auf dem Saxofon beeindruckte, entspann sich ein faszinierender Dialog. "Ich habe gar nicht genau gewusst, was mich erwartet", erzählte eine Besucherin, "erst war das schon ungewohnte Musik, aber dann habe ich mich eingelassen und mich in den Klängen so richtig treiben lassen. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Konzerte dieser Art in Linz geben wird!" Die, die jetzt neugierig geworden sind, finden weitere Informationen im Internet unter http://www.ingoweiss.de
