Allgemeine Berichte | 05.11.2019

St. Martinsfest in Walporzheim

Die Geschichte von St. Martin wurde anschaulich vorgespielt

Für die selbstgebastelten Laternen erhielten die Kinder eine Belohnung

Der Martinszug startete an der St. Josef Kapelle. Fotos: KG

Walporzheim. Das St. Martinsfest fand in diesem Jahr am Samstag, 2. November statt. Vor dem Umzug trafen sich die Kinder mit ihren Fackeln um 17.30 Uhr zur Aussendungsfeier und Fackelsegnung, die von Doris Bier in der voll besetzten Walporzheimer Kapelle St. Josef geleitet wurde.

Pünktlich um 18 Uhr mit dem Geläut von St. Josef wurde das Martinsfeuer oberhalb der „Bunten Kuh“ von den Junggesellen angezündet und der Martinszug setzte sich von der Kapelle aus in Bewegung. Das Martinsfeuer wurde von den Junggesellen nach tagelanger Vorbereitung am Samstag auf dem altbekannten Platz aufgebaut. Freiwillige Helfer, insbesondere die Väter waren angesprochen zu helfen und unbehandeltes Holz, gebündeltes Reisig und Rebschnitt am Martinsfeuerplatz anzuliefern. Für das leibliche Wohl am Martinsfeuerplatz war bestens gesorgt, so gab es mittags wieder eine deftige Suppe, die von der Weinkönigin Kathrin Harz gestiftet wurde.

Der Martinszug, angeführt durch St. Martin hoch zu Ross und begleitet von Mitgliedern der Musikvereinigung und durch den Spielmannszug Ahrweiler, ging durch die festlich beleuchteten Dorfstraßen bis zum „Walbeze Backes“, wo sich der Zug auflöste. Hier übernahm Ortsvorsteher Gregor „Sebi“ Sebastian die Moderation, zunächst wurde den versammelten Kindern die Geschichte von St. Martin vorgespielt und danach gab es, wie gewohnt, die „Ditze“ (Weckbrote), Döppcheskoche, Würstchen und für die erwachsenen Begleiter und Gäste „drüje Ruude“ und Glühwein.

Fackelprämierung

In diesem Jahr gab es für jedes Kind als Preis für seine abgegebene Fackel einen gut gefüllten Beutel und Gregor Sebastian und die Ahrweinkönigin Eva überreichten den Kindern, die die drei besten Fackeln hatten, ihre Preise. Die Fackeln konnten zur Prämierung am Vormittag im Backes abgegeben und vor der Aussendungsfeier wieder abgeholt werden. Die Prämierung übernahmen wieder unparteiische Eltern, die nicht wussten, von wem die kleinen Kunstwerke geschaffen wurden.

In diesem Jahr wurden wieder viele Laternen eingereicht. Insgesamt waren es 70 Laternen, die von Kindern im Alter bis 15 Jahre gebastelt wurden. So gab es erstmalig einen Preis für die Kleinsten Laternenbauer. Eva (3 Jahre jung) baute einen tollen „Elefanten“ und Johanna (3 Jahre) überzeugte mit einem „pink leuchtenden Schweinchen“. Auch die größeren Kids hatten sich wieder ins Zeug gelegt. Jonathan (7 Jahre) malte die Geschichte der „Mantelteilung“ auf seine Laterne und erhielt dafür verdient den ersten Platz. Aber auch Tamina (7 Jahre) konnte die Jury mit ihrem kunterbunten „Elefanten“ überzeugen. Und dann gab es natürlich noch die „originellste Laterne“. Malte (7 Jahre) brachte mit seinem „Weinbergsmauer-Bauer“ Stimmung in die Menge. Und auch Paul (7 Jahre) zeigte mit seiner „aus Holz gebastelten Laterne“, die u.a. das Wappen von Walporzheim zeigte, dass die „Walbeze Pänz“ mit ihrem Ort verbunden sind. Der erste Platz ging aber an Emilia (8 Jahre), die eine „riesige Schlange mit Flügeln“ gebastelt hatte. Alle Kinder hatten wieder tolle Laternen gebastelt und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

Kötten zur Finanzierung des Martinsfestes

In den Tagen vor dem Martinsfest waren freiwillige Sammler der örtlichen Vereine von Haus zu Haus gegangen, um für das Martinsfest zu „kötten“ (Spenden sammeln). Der Erlös dient zur Finanzierung des Martinsfestes, wie z.B. der Musik, der Preise für die selbst gebastelten Fackeln und für Pferd und Reiter und kommt damit den „Walbeze“ Kindern und somit der „Zukunft des Dorfs“ zu Gute. Die Junggesellen, kamen bestens gelaunt vom Berg ins Dorf herunter und wurden von Gregor Sebastian in Empfang genommen, der sich zum Abschluss des offiziellen Teils bei allen Helfer(inne)n des Martinsausschuss und des Vereins „Weindorf Walporzheim“ sowie bei den ehemaligen Weinmajestäten, die, wie alle Jahre wieder, im Hintergrund dafür gesorgt hatten, dass das Martinsfest wieder eine wunderschöne Veranstaltung für die Kinder des Dorfes werden konnte, bedankte. Der Platz vor dem Backes leerte sich natürlich nicht sofort, gab es doch noch ausreichend gute Tropfen und auch etwas gegen den kleinen Hunger.

Der Bettler erhält gleich von St. Martin die Hälfte seines Mantels, damit er nicht mehr so bitterlich frieren muss.

Der Bettler erhält gleich von St. Martin die Hälfte seines Mantels, damit er nicht mehr so bitterlich frieren muss.

Der erste Platz gingan Emilia (8 Jahre), die eine „riesige Schlange mit Flügeln“ gebastelt hatte.

Der erste Platz gingan Emilia (8 Jahre), die eine „riesige Schlange mit Flügeln“ gebastelt hatte.

Der Martinszug startete an der St. Josef Kapelle. Fotos: KG

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