Kreisnarrentreffen in Bad Ems
Die Kreisnarrenkappe für Hermann-Josef Hißnauer
Größte Karnevalsparty an der Lahn
Bad Ems. Die Narren aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis feierten wohl die größte Karnevalsparty an der Lahn. Gastgeber, Landrat Frank Puchtler freute sich sehr, dass auch zum 18. Kreisnarrentreffen, so viele Närrinnen und Narrhalesen aus vielen Karnevalsvereinen im Kreis, in das historische Kurtheater in Bad Ems gekommen waren. „Im Jahr 5×11 Minus 4 gleich 50 plus 1, macht 51 Jahre Rhein-Lahn-Kreis, auf den wir mit recht stolz sein können. Dies geht aber nur gemeinsam. Mit Menschen die sich engagieren in 137 Städten und Dörfern, sich einbringen, dass das Leben trotz der vielen Schwierigkeiten, die es auch mal gibt, ein wenig bunter wird. Dazu gehören auch Wegbegleiter und Partner, die den Kreis und alle Institutionen unterstützen. Deshalb freue ich mich heute Abend sehr, Sie alle hier als Ehrengäste begrüßen zu dürfen. Zum Kreisnarrentreffen da kommen sie, die Prinzessinnen und Prinzen und geben heute ein Stelldichein. Darauf können wir alle stolz sein denn nicht nur heute in der närrischen Zeit, sondern das ganze Jahr über sind es die Jungen Damen und Herren die unseren Kreis repräsentieren. Unterwegs sind sie in ganz Deutschland und darüber hinaus und Werbung machen für unseren Kreis herzlichen Dank für euren Einsatz.“
Nach den Grußworten des Hausherren Thomas Wilhelmi, Geschäftsführer der Staatsbad Bad Ems GmbH, RKK-Präsident Hans Mayer und Heike Leuters, Verkaufsleiterin RZ Medien, die den begehrten Pegasus Orden mitgebracht hatte, ging das Bühnenspektakel los.
Moderation von Manfred Rademacher und Frank Ackermann
Anmoderiert wurden die einzelnen Darbietungen von Manfred Rademacher (Radscha) und Frank Ackermann. Sie sind seit Jahren das Dreamteam dieser Veranstaltung. Dass sich Nachwuchsarbeit lohnt, zeigten die kleinsten Akteure. Die Tanzmäuse der Kolpingfamilie Fachbach-Nievern-Miehlen entführten das Publikum in die Alpen mit ihrem „Hütten-Gaudi“. In ihren Dirndln wirbelten sie gekonnt wie die großen über die Bretter. Das Solomariechen der EKG Lucia Streicher sowie das Tanzpaar Jennifer Stockenhofen und Marvin Gaede vom SV Gutenacker zeigten hohe Performance. Der Möhnenclub Immerfroh sorgte mit ihrer Darbietung wie es unter der Dusche bei Männlein und Weiblein zugeht für großes Gelächter. Während die Frauen doch sehr auf Sparsamkeit und Sauberkeit des Bades nach der Körperpflege bedacht sind. Sind die Herren der Schöpfung doch mehr von ihrem besten Stück angetan.
17 Jugendliche des KKC Kamp Bornhofen brachten mit ihrem tollen Showtanz Paris an die Lahn.
Die Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein zeigte unter dem Motto „Día de los muertos“ (Tag der Toten) tolle Bühnenbilder eines mexikanischen Maskentanz. Speedy González verliebt in den Zauber des Zuckerhutes. Das Showballett des CCO Lahnstein, ist bekannt für ihre fernsehreifen Auftritte und so sorgten sie auch in diesem Jahr wieder für viel Applaus. Auch beim Männerballett des Niederlahnsteiner Carneval Vereins flogen die Tänzer in atemberaubende Höhe. Mit ihrem Showtanz „Jahrmarkt“ nahmen sie das Publikum auf einen besonderen Rummel mit.
Für musikalische Stimmung neben den „Roten Husaren“ Bad Ems, die von Musikern der Kolping-Kapelle Kamp-Bornhofen unterstützt wurden und dem Duo „Kuh(I) Two“, sorgten auch die Hohstärer Marschallsbouwe. Sie luden den Landrat und den ganzen Saal als Piraten zum Mitsingen ein.
Kreisnarrenkappe verliehen
Der Höhepunkt an diesem Abend war natürlich die Verleihung der Kreisnarrenkappe. Jedes Jahr stellt sich auf das Neue die Frage: „Wer kriet diesmol die Rhein-Lahn-Kapp?“ Frank Puchtler machte es wieder spannend. Im letzten Jahr, waren es gleich drei Trägerinnen, nämlich den Triumvirat der Dörnberger Möhnen. Somit kommen wir auf neunzehn verdiente Karnevalistinnen und Karnevalisten. Der/die Auserwählte kommt nicht von der Lahn, nicht von der Rheinschiene oder der Aar auch nicht dem Einrich.
Die Kapp geht in diesem Jahr, übrigens zum dritten Mal in ihrer Geschichte, ins Blaue Ländchen.
Er ist Präsident des Nastätter Carnevals Clubs (NCC), ein Rosenmontagsumzug ohne ihn, wäre nicht denkbar. Er ist der „Oskar der Fassenacht“. Der diesjährige Kappenträger heißt Hermann-Josef Hißnauer.
Dann ein Trommelwirbel, der Knall der Konfetti Trophäen und ein sehr überraschter Hermann-Josef Hißnauer, in charmanter Begleitung der Nastätter Bienenkönigin Chantal I. und der Bienenprinzessin Chantal II., stieg die Stufen zur Bühne unter tosendem Beifall empor. Feierlich überreichte Frank Puchtler die aus dem Hause Ebinger angefertigte Keramik-Kappe sowie die dazugehörige Urkunde.
„Hermann-Josef, wir hoffen, dass du noch viele Jahre weitermachst“.
Der frisch ausgezeichnete Preisträger war sehr gerührt. Er konnte es gar nicht fassen. „Ich bin sprachlos und hocherfreut. Vielen Dank für diese Überraschung. Ich muss euch aber leider enttäuschen, denn aus gesundheitlichen Gründen, wird dies meine letzte aktive Kampagne sein. Ich stehe dem Verein natürlich nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite“.
Für sein großartiges Engagement wurde Hermann-Josef Hißnauer, 2006 von seinem Verein mit dem NCC-Verdienstorden geehrt und erhielt im Jahr 2010 die Ehrenwürde des „Lustigen Blaufärbers“.
Die Tanzgarde „Carisma“ vom NCC Nastätten, tanzte zu Ehren ihres ausgezeichneten Präsidenten einen schmucken Gardetanz.
Zum großen Finale betraten alle Tollitäten unter musikalischer Begleitung der Roten Husaren die Bühne und richteten Grußworte an die närrischen Untertanen.
Welch ein schönes buntes Schlussbild, nach so einem tollen Bühnenprogramm. Manfred Rademacher und Frank Ackermann hatten nicht zu viel versprochen. An der Lahn, muss man sich hinter den Hochburgen wahrlich nicht verstecken. Helau bis zum nächsten Jahr.
Die Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein zeigte unter dem Motto „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) tolle Bühnenbilder eines Mexikanischen Maskentanz.
Die Tanzmäuse der Kolpingfamilie Fachbach-Nievern-Miehlen entführten das Publikum in die Alpen mit ihrem „Hütten-Gaudi“.
„Speedy González – verliebt in den Zauber des Zuckerhuts“ Showballett des CCO Lahnstein.
