„Harvard Krokodiloes“ geben Konzert in der Sayner Hütte
Die „Kroks“ singen zum 30. Mal in Sayn
Sayn war Station der Sänger aus den USA auf ihrer Welttournee – A cappella-Gruppe zu Gast bei der fürstlichen Familie
Bendorf-Sayn. Seit nunmehr dreißig Jahren unterbrechen die berühmten „Harvard Krokodiloes“ ihre alljährliche Reise rund um die Welt, um auf Einladung der Fürstenfamilie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn einige Tage in Bendorf zu verbringen. In der Regel geben sie dann auf Burg Sayn das einzige Konzert auf deutschem Boden. In diesem Jahr waren sie zusätzlich noch in der Historischen Gießhalle der Sayner Hütte beim Mittelrhein Musik Festival (MMF) zu Gast. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Sayner Hütte und dem Förderkreis Abtei Sayn veranstaltete das MMF mit den „Kroks“ ein Kooperationskonzert im Rahmen des Festivalsommers 2017 in Sayn, dabei kommt ein Teil des Erlöses der Stiftung Sayner Hütte sowie dem Förderkreis der Abtei Sayn zugute.
Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, der selbst in Harvard studiert hat, begrüßte die Sänger und die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern, die dichtgedrängt die Gießhalle der Sayner Hütte bis auf den letzten Platz füllten.
„Meine Familie, und ich glaube alle hier im Saale, sind außerordentlich glücklich, die ‚Harvard Krokodiloes‘ bei ihrem 30. Besuch in Sayn in dieser wunderbaren Gießhalle empfangen zu können zu einem Konzert in dem schönsten und wichtigsten Industriedenkmal weltweit,“ so der Fürst in seiner Ansprache.
Warum die Sänger, die regelmäßig in den großen Konzerthallen dieser Welt vor einem Massenpublikum auftreten, jedes Jahr ausgerechnet in dem beschaulichen Sayn das einzige Deutschlandkonzert geben, wusste der Fürst dem Publikum auch noch zu erzählen. „Vor 31 Jahren haben wir in der Carnegie Hall in New York ein Konzert besucht und kamen dort mit den Harvard Krokodiloes ins Gespräch. Diese waren sehr daran interessiert, auch einmal Deutschland kennenzulernen. Meine Mutter hat dann die Gesangsgruppe nach Sayn eingeladen. Im Jahr darauf waren sie zum ersten Mal hier bei uns,“ erinnerte sich der Fürst.
Seither legen die Sänger auf ihrer jährlichen „World Tour“ immer einen Stopp in Sayn ein und leben einige Tage bei der fürstlichen Familie, sehr zur Freude der Kinder und Enkelkinder des Fürstenpaares. Seit 71 Jahren lautet das Motto der Harvard Krokodiloes „Nunc est cantandum: Jetzt sollten wir singen“. SIe sind die älteste a cappella singende Gruppe der Harvard University. Gegründet auf Traditionen von Brüderlichkeit, Wein und Versen trägt der Harvard Club seit 1946 durch seine Mitglieder Harmonie, musikalische Exzellenz und Professionalität sowie geistreichen Humor in die Welt. Das renommierte Ensemble konzertierte schon bei Ella Fitzgerald, Yo-Yo Ma, Prinzessin Gracia Patricia und Prinzessin Caroline von Monaco, König Bhumibol von Thailand, Elisabeth Taylor, Julia Roberts und Präsident Bill Clinton.
In diesem Sommer reisen die zwölf aktuellen Mitglieder der Kroks in elegantem Stil mit der musikalischen Vielfalt des „American Golden Age“ erneut um den Globus.
Nach einem langen Wochenende mit viel Spaß und Familienanschluss bei der Fürstlichen Familie ging die Reise weiter nach Budapest und Oslo.
Das musikalische Repertoire der Harvard Kroks setzt sich zusammen aus den Variationen, die sie in ihrer 70-jährigen Bestehensgeschichte kreierten: „The Great American Songbook and beyond“. Ihre Spezialitäten bestehen aus dem „Golden Age der Roaring 20s & 30s“ genauso wie aus vertrauten Hits von Swing bis Rock’n Roll.
Bei ihrem ersten Auftritt in der eben erst restaurierten Gießhalle der Sayner Hütte präsentierten die zwölf Sänger einige ausgewählte Lieder wie: Happy Together, 50er-Medley, House of Blue Lights, Our Love is Here to Stay oder On the Street Where You Live und zogen damit das faszinierte Publikum in ihren Bann. Die Besucher dankten ihnen die perfekte Darbietung mit langanhaltendem Beifall und Stehenden Ovationen.
Das Fürstenpaar zu Sayn-Wittgenstein-Sayn auf dem Weg in die Gießhalle der Sayner Hütte.
Die „Harvard Krokodiloes“ mit Publikumsunterstützung.
Die berühmte A-capella-Gruppe der Harvard University begeisterte beim einzigen Konzert -Halt in Deutschland.
Im charaktervollen Ambiente der Sayner Gießhalle blieb kein Platz frei.
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