Zum 14. Male eroberten die Römer die Stadt Mayen
Die Legio XXII COHORS I lagerte an historischer Stelle
Ein Wochenende mit attraktivem Rahmenprogramm inmitten der historischen Erlebniswelten
Mayen. Auf dem Areal der „Erlebniswelten“ am Mayener Grubenfeld , war am vergangenen Wochenende die Legio XXII COHORS I zu Gast. Für viele Besucher aus nah und fern, ein guter Grund, einmal vorbei zu schauen: „Hier wurden die Römer, die Kelten, die Tradition dieser Zeitepochen, die ganze Vergangenheit sehr anschaulich und greifbar überliefert und aufgearbeitet. Die Begeisterung bei Jung und Alt war jedenfalls enorm. „Und das 14. Mal hier in Mayen, das sehe ich als eine wahre Glückszahl für unsere Stadt an“, so Alexandra Burkart von der veranstaltenden Tourist Info. Dabei wehte allerdings an den Erlebniswelten nicht nur der „Atem der Geschichte“, sondern es gab auch am Samstag und Sonntag allerlei für die interessierten Besucher, zu erleben. Und die kamen, um an historischer Stätte möglichst viel, quasi in einer „Zeitreise“, über das römische Lagerleben zu erfahren. „Seit 2007 ist das Römerfest fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt Mayen. Der Standort hier am Mayener Grubenfeld wurde in den letzten Jahren sehr gut angenommen – sowohl von den Besuchern als auch von den Darstellern. Das Ziel des Römerfests war es immer, den Besuchern einen Brückenschlag zur Geschichte zu bieten. Auf dem Gelände des Erlebniszentrums mit Forschungsplatz und historischem Museum wird nämlich Geschichte lebendig gehalten – und zwar Mayener Geschichte, und diese schließt natürlich auch die Römerzeit mit ein. Diese Geschichte finden die Besucher auch gleich ganz real nebenan: auf dem Freigelände des Mayener Grubenfeldes mit seiner bizarren Bergbaulandschaft mit vielen Besonderheiten und Abbauspuren, eben auch aus der Römerzeit. Und dieses Highlight hatten die Verantwortlichen mit einem engagierten Team, wieder einmal mit viel Herzblut akribisch genau vorbereitet. Denn Konzept, Koordinierung, Durchführung und fachlich versierte Beratungsdienste vor Ort, bei denen auch Mitarbeiter und Museumsführer im Einsatz waren, mussten im Vorfeld „gestemmt“ werden. Wie spielte sich eigentlich damals das Leben der Römer ab ? Das fragten sich viele Bürgerinnen und Bürger, ganze Familien, aus Mayen und der Region, beim „über die Schulter schauen“. Für den 9 jährigen, mit Römerschild zünftig bestückten „Vitus“, (der Lebhafte), mit Brüderchen „Äneas“, (Heldenname aus der römischen Mythologie), Mutter Nicole und Vater Mario, von Ingelheim nach Mayen angereist, um hier, neben vielen interessierten Besuchern, das Römerfest zu erleben, war es einfach toll, nach ihrem Besuch vor drei Jahren, wieder mit dabei zu sein. „Der Centurio hat mich direkt erkannt“, freute sich Vitus. Alle zeigten sich begeistert vom Spektakulum: „Wir sind, jedesmal, wie man so schön sagt: „hin und weg“. Weil die Römer einfach zu unserer Geschichte dazu gehören. Für alle Fragen standen diese „Römer“ mit ihrem Centurio „Titus Flavius Erinatäus“ (Michael Landoll aus Freiburg), gerne mit den richtigen Antworten bereit. „Wie war das vor 2000 Jahren ?“ – „Wie groß war das Römische Heer ?“ oder „Was hat Mayen damit zu tun ?“. Für den begeisterten Centurio stand fest: „Diese Lager, das ist unser Leben, nicht nur für das starke Geschlecht, auch für unsere Frauen und Kinder. Unsere Akteure kommen aus ganz Deutschland zusammen. Und wir kommen sehr gerne nach Mayen. Denn hier ist das Gelände einfach Super, und in dieser Gruppe „LEGIO XXII COHORS I“ ist die Römerwelt noch in Ordnung“. Dies bestätigte auch die 1. Vorsitzende der „LEGIO XXII COHORS I“, die „Römerin“ Christine Dietrich. „Wir leben unsere römische Geschichte mit viel Herzblut und Freude“. Und hier fand man auch bei den Fachleuten an den Infoständen immer offene Ohren. Helme, Schilde, oder Lanzen wurden bestaunt. An Legionärsmühlen bestand für die kleinen Gäste die Möglichkeit Korn zu mahlen oder Stockbrot zu backen. Militärische Vorführungen waren das Highlight für die Besucher, eine original Römische Küche, oder eine römische Modenschau rundeten das Angebot der Akteure ab. Da gab es Workshops, römisches Kochen für Kinder oder speisen in einer römischen Probierküche. Schmiede, Katapultschießen am Torsionsgeschütz, Bogenschießen, Knochenschnitzen, Schmuck, Brettchenweben, und vieles mehr. Die liebenswerte Eifelstadt Mayen kann stolz sein, außer vielen anderen Highlights im Jahreslauf, seinen Besuchern diesen beliebten römischen „Leckerbissen“ bieten zu können. Die „Macher“ freuten sich über die Resonanz der Besucher. Besonders als viele darum baten: „Lasst dieses Fest in eurem Jahresprogramm bestehen. In diesem Flair und Ambiente sollte es wirklich auch weiterhin zum „Dauerläufer“ werden. BS
Im Gleichschritt ging es über das Areal am Mayener Grubenfeld.
Für die Vorsitzende Christine Dietrich gab es bei der Ankleide des Centurio viel zu tun.
Der kleine Emmet aus Köln durfte auch mal auf den Streitwagen klettern.
Hier konnten die Besucher keltischen Schmuck bestaunen.
Große und kleine Besucher zeigten sich begeistert.
In der keltischen Probierküche gab es Kulinarisches aus der Römerzeit.
Der Versuch Feuer anzuzünden gelang diesen Damen.
Der 9-jährige Vitus und sein Vater Mario aus Ingelheim hatten eine extra Audienz bei den Römern.
Einmal schießen – das konnten auch die jungen Besucher.
