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Rathausturm in Ringen

Die Möhnen erobern das Rathaus

Die Gelsdorfer Obermöhn Kerstin Christmann und die Holzweiler Obermöhn Monika Röhn sicherten sich die beiden Rathausschlüssel

21.02.2020 - 15:29

Ringen. Wer hat in der Grafschaft den Durchblick? Beim Ringener Rathausturm gab es auf diese weltbewegende Frage die passende Antwort: Wahrsager Achimus der Lakritzfarbene hatte mit seiner Vorhersage zum Jahresbeginn elfmal voll ins Schwarze getroffen und damit seinen Nimbus als unfehlbarer Durchblicker zementiert. Das mussten auch die Ringener Wendböggele neidlos anerkennen, die in ihrem Sessionsmotto noch stolz getönt hatten: „Mir han de Durchblick, un ihr nit!“

Doch alle Vorausschau bewahrte Bürgermeister Achim Juchem nicht davor, am Weiberdonnerstag angesichts einer überwältigenden Möhnenschar kampflos kapitulieren zu müssen, denn auch die als „Rathausschützer“ verpflichteten Ortsvorsteher und Beigeordneten erwiesen sich als vollkommen kampfuntauglich, angesichts der geballten Macht der „Waffen der Frau“ brachen ihre Verteidigungslinien schon nach wenigen Sekunden zusammen.


Erstmals wurden zwei Schlüssel vergeben


So kam es, wie es kommen musste: die Möhnen aus Gelsdorf und die Swistbachmöhnen aus Holzweiler eroberten mit einem fein abgestimmten Doppelangriff den Rathausschlüssel, und das sogar in zweifacher Ausfertigung. Den Hauptschlüssel sicherte sich die Gelsdorfer Obermöhn Kerstin Christmann, schließlich feiert ihre lustige Truppe in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Der Zweitschlüssel ging an die Holzweiler Obermöhn Monika Röhn, denn auch die Swistbach-Möhnen feiern in diesem Jahr genau das gleiche Jubiläum. Erst am Aschermittwoch wollen die närrischen Weiber den Rathausschlüssel wieder zurückgeben.

So herrschte den ganzen Vormittag über beste Laune im karnevalistischen dekorierten Ratssaal, und die Grafschafter Karnevalsgesellschaften und Möhnenvereine zeigten jeweils kurze Kostproben ihres Könnens. Das Kommando übernahm die Gelsdorfer Obermöhn Kerstin Christmann, die zunächst der Escher Prinzessin Karen I. (Struve-Thelen) das Wort erteilte, die wiederum ihre Garde Grün-Weiß Esch zum Tanz bat. Im Anschluss ließen die Gelsdorfer Möhnen ihre Tanzmäuse auftreten.


„Wir Frauen sind so schöne Wesen“


Eine grandiose Rede unter voller Einbeziehung des Publikums präsentierte „Frau Thiesen“ (Klaudia Thiesen aus Leimbach) im Auftrag der Bölinger Möhnen, sie traf perfekt die Situation der holden Weiblichkeit. Sie hatte sich einer Schönheitsoperation unterzogen und sich fünf Kilogramm Orangenhaut machen lassen, und aus ihrem Doppelkinn war mittlerweile ein Truthahnhals geworden. Sie riet den Frauen, sich nicht einreden zu lassen, dass man irgendwas an ihnen ändern müsse. „Wir Frauen sind so schöne Wesen, das sollten wir heute feiern.“

Einen großartigen Tanz mit Flugeinlagen hatten die „Red Hot Marries“ aus Birresdorf mitgebracht und erhielten dafür tosenden Applaus. Sehenswert war die Darbietung der Dorfgarde Nierendorf in ihren grün-gelben Uniformen, bei der die feschen Gardeoffiziere fleißig mit dem Säbel fuchtelten. Sie hatten auch die Nierendorfer Kinderprinzessin Sophie I. mit ihrer Adjutantin Anna-Lena dabei. Eine wahre Augenweide war einmal mehr der Tanz des Männerballetts „Ringener Perlen“, die die Geschichte der Eiskönigin mit Witz und Können präsentierten. Natürlich durften die „Ringen der Sterne“, die Tanzgruppe der Ringener Wendböggele, nicht fehlen, sie zeigten ebenfalls eine bemerkenswerte Choreografie. So ging der Ringener Rathaussturm fast nahtlos in die Grafschafter Weiberdonnerstagszüge über, die im Anschluss in Gelsdorf, Bölingen, Bengen und Nierendorf durch die Straßen zogen.

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S. Schmidt:
Ergebnis einer neuen Umfrage in Deutschland: 2/3 der Befragten befürworten ein Abschaffung des EEG und ebenfalls 2/3 würden aus Gründen des Umweltschutzes NICHT auf ihr Auto verzichten. Ziemlich Eindeutig, entgegen dem was uns Politik und Medien ständig einreden. Und ein Supergau für die Feinstaubjünger wenn sich bestätigt, was in Würzburg bereits gemessen wurde: Kein Verkehr und dennoch schlechte Luftqualität.
juergen mueller:
Diese "gespielte" Hilfsbereitschaft täuscht nicht darüber hinweg, dass dies alles nur einem Zweck dient - dem Vorspielen von Für- u.Vorsorge - einfach, weil es zum politischen Geschäft dazu gehört. Poltische Vertreter sind auch nur Menschen, die von jeher nur eines im Sinne hatten - DAS eigene WOHLERGEHEN und das Bedürfnis, daraufhin zu arbeiten, nicht in Vergessenheit zu geraten, in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden. Passend in die Kategorie: "Unglaubhaft, Täuschen und Verlogen". Wenn sich eine Fraktionsvorsitzende als gutes Beispiel bezeichnet, dann ist das nur ein Beispiel dafür, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist den Unterschied zwischen "Ehrlichkeit u.Unehrlichkeit" zu erkennen.
juergen mueller:
Herr Bäker - neueste Erkenntnisse haben in Bezug auf Schutzmasken wie auch auf andere Bereiche Hochkonjunktur, der man nicht alles glauben sollte. Ich finde, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält und demzufolge selbstgefertigte Masken anfertigen/tragen sollte, wenn es denn beruhigt. Es liegt mir fern, den Bemühungen, dieser Krise etwas Gutes abzugewinnen u.etwas persönlich dagegen zu tun,negativ gegenüberzutreten.
Jens-Uwe Bäker:
Herr Müller: die einfachen Masken haben nach neuesten Erkenntnissen sowohl einen nennenswerten Schutz der Mitmenschen als auch einen kleinen, aber ebenso wichtigen Eigenschutz. In sofern in der Pflege und Betreuung ein wertvoller Schutz für alle. So bleiben die medizinischen Masken für die Personen, die in den Infektiösen Bereichen tätig sind.
juergen mueller:
Bei all der sicherlich gutgemeinten Hilfsbereitschaft sollte man nicht vergessen, dass diese vermeintlichen "Mundschutzmasken" KEINEN Schutz vor einer Infizierung darstellen, weil maßgebliche Inhalte wie z.B. FILTER oder angepaßte, schlußdichte Formgebung fehlen. Das alles unter stille Helden zu vermerken, entspricht nicht den Tatsachen u.halte es für übertrieben. Diejenigen, die wirklich für uns da sind, Ärzte, Pflegepersonal in Krankenhäusern/Alten- u.Pflegeheimen, caricative Einrichtungen etc.,das sind die denjenigen, die unsere Hochachtung und unseren Respekt verdienen. Wir neigen dazu, uns in Krisenzeiten etwas anzueignen, was uns ohne groß nachzudenken nicht zusteht, ohne darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist oder nicht.
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