„Offene Fahrradgruppe“ Remagen
Die Mündung der Sieg erkundet
Remagen. Bei veränderter Strategie war ihnen die Sieg gewiss, denn eigentlich sollte diese Fahrt mit der Kasbachtalbahn auf die Westerwaldhöhen und weiter in das Wiedtal führen. Doch wegen des defekten Fahrradbeiwagens mussten die Tourenleiter Jürgen Becker und Otto von Lom kurzfristig umdisponieren und die Route ändern. Eine Entscheidung, die zur Sieg führte. So startete die „Offene Fahrradgruppe“ im Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ mit 23 Teilnehmern zu einer 60 Kilometer langen Tour zur Siegfähre in der Nähe der Mündung der Sieg in den Rhein.
Pünktlich, kurz vor 10 Uhr, warteten bereits 17 Teilnehmer mit ihren Fahrrädern an der Rheinhalle in Remagen. In Kripp an der Fähre schlossen sich der Gruppe sechs weitere Radler an.
Tourenleiter Otto von Lom wies die recht große Gruppe noch einmal darauf hin, auf engen Fahrradwegen und bei Gegenverkehr vorsichtig zu fahren.
Gemeinsam setzten alle auf die andere Rheinseite über, um ganz gemütlich auf dem Rheinradweg rheinabwärts zu fahren. Immer wieder wurden kleine Pausen eingelegt. Diese dienten zur Erholung und halfen, die Gruppe zusammenzuhalten.
Jürgen Becker betreute die etwas langsameren Fahrer am Ende der Gruppe. Nach etwa dreistündiger Fahrt wurde in der Gaststätte „Zur Siegfähre“ eine längere Mittagspause eingelegt. Anschließend setzte die gesamte Gruppe mit der historischen Seilfähre über an das heimatnähere linke Ufer der Sieg.
Von dort musste noch der Rhein über den Radweg der Autobahnbrücke auf die Bonner Rheinseite gequert werden. Die Rückfahrt nach Remagen gestaltete sich im Schatten der am Rhein stehenden Bäume recht angenehm. In Remagen angekommen, fanden sich die meisten Teilnehmer im Biergarten an der Rheinpromenade ein, um den aufgrund des schweißtreibenden Wetters gesunkenen Flüssigkeitsspiegel wieder auszugleichen. So sehen Siegertypen aus.
Alle waren sich darin einig, dass diese Fahrradtour bei schönstem sonnigem Wetter und mit der herrlichen Fährüberfahrt ein besonderes Erlebnis war, an das sich alle gern zurückerinnern. Schon jetzt freuen sich alle auf die Jahresabschlusstour am Mittwoch, 5. Oktober, die als Halbtagestour geplant wird. Und wer weiß, irgendwann wird auch die Fahrt mit der Kasbachtalbahn Wirklichkeit.
