Allgemeine Berichte | 13.01.2014

Satirischer Jahresrückblick: Bitterböse „Schlachtplatte“ rechnet ab

Die NSA ist immer dabei - die FDP nicht mehr

Gerichtsverhandlung: Braucht Deutschland ein neues Volk?WEIGERT

Swisttal-Morenhoven. Man nehme fünf statt vier - und der Abend wird noch besser! Im schon fast überfüllten Krea-Forum wurde das Jahr 2013 fein filetiert serviert, sozusagen mundgerecht, wenn auch so mancher Bissen vielleicht im Halse stecken bleiben wollte. Etwa bei der Frage, wie kommt das Pferd in die Lasagne und wer hat es da reingeritten? Dabei ist das doch gar nicht so schlimm, da sollte dann nur draufstehen „Geschmacksrichtung Haflinger“.

Die Fünf, das sind in diesem Jahr Robert Griess, Jens Neutag, Matthias Reuter sowie das Komiker-Duo Onkel Fisch alias Adrian Engels und Markus Riedinger. Dass es aber Kabarettisten auch nicht leicht haben, offenbarte gleich in den ersten Minuten Matthias Reuter, muss er sich doch sein Leben lang damit auseinandersetzen, dass er nur ein „NRW-Abitur“ hat. Trotzdem hat es der Mann aus Oberhausen geschafft, recht ansprechend Klavier zu spielen.

Nach dem Motto „Wer heilige Kühe ehrt, ist fromm. Wer heilige Kühe schlachtet wird satt“ spießen sie in gut zwei Stunden allerlei aus Politik und Gesellschaft auf. Der NSA-Skandal war selbstverständlich Thema bei der Aufbereitung des Jahres 2013, das lässt sich kein Kabarettist entgehen. Der gute Rat im Krea-Forum: „Schalten Sie alle ihr Handy ein, dann kann Sie die NSA auch auf Mallorca orten.

Und übrigens, die Einwohner von Cottbus sagen, endlich wieder wie früher!“

Ja und die FDP! Schleicht sich einfach so aus dem Bundestag. Da gehen den Kabarettisten doch „beliebte“ Figuren verloren, „das ist bitterer Reis“. Weitere „Verluste“ prägten das Jahr. Der deutsche Papst ist weg, Edward Snowden ist weg, der US-Haushalt ist auch weg, nur an der Börse ging es aufwärts und „Mutti“ bleibt. Aber es gibt ja noch die Karrieristen, ohnehin liege die Zukunft für die Politiker im Lobbyismus-Bereich. Auch gibt es doch noch Politiker bzw. Politikerinnen, die nicht alles wollen, oder? Hannelore Kraft zum Beispiel, sie schreit „ich will nicht nach Berlin!“ Aber will sie vielleicht ins Schloss Bellevue?

2013 war auch das Jahr der großen Gerichtsprozesse, NSU, Tebartz-van Elst und Christian Wulff. Bringen da einzelne Verhandlungen etwas oder braucht Deutschland gar ein neues Volk? Und dann die „Große Koalition“. Erst seit Kurzem am Regieren, bietet sie schon die ersten Angriffsflächen. Ob die Kanzlerin mit ihrem Skiunfall, die neue Verteidigungsministerin oder Andrea Nahles, für Kabarettisten öffnet sich da ein weites Feld. Und wie eine (vergiftete) Liebeserklärung bringen es die Fünf der Schlachtplatte auf den Punkt, als sie der Kanzlerin die Aussage in den Mund legen: Die SPD genießt mein vollstes Vertrauen!

Die Schlachtplatte 2014 wird die „GroKo“ sicher ausführlicher „würdigen“, wenn sie die ersten zwölf Monate durchgestanden hat. Darauf freut sich das Publikum sicher, dieser Abend im Krea-Forum machte jedenfalls schon jetzt Appetit darauf.

Weitere Veranstaltungen:

9. Februar, Krimilesung mit Hubert vom Venn, anschließend Tatort sehen;

14. März, Musik und mehr mit Insterburg und Black.

Gerichtsverhandlung: Braucht Deutschland ein neues Volk?Foto: WEIGERT

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