Vortrag im Roentgen-Museum Neuwied
Die Nordamerikareise des Fürsten Hermann zu Wied
Bernd Willscheid referiert am 17. Oktober um 18.30 Uhr
Neuwied. Am Dienstag, 17. Oktober, findet um 18.30 Uhr im Roentgen-Museum Neuwied die Vortragsveranstaltung „Die Nordamerikareise des Fürsten Hermann zu Wied, 1852/53“ statt. Referent ist Bernd Willscheid vom Roentgen-Museum.
Wie Prinz Maximilian zu Wied 1832 bis 1834, so begab sich 20 Jahre später, und zwar von 1852 bis 1853, sein Neffe Fürst Hermann zu Wied (1814-1864) ebenfalls nach Nordamerika. Es handelte sich um eine Bildungsreise, auf der er seinen jüngeren Schwager Prinz Nikolaus von Nassau (1832-1905) begleitete. Von New York aus begab er sich den Hudson hinauf, über Albany bis nach Quebec. Er sah die Niagarafälle, reiste über Detroit und Chicago bis nach Milwaukee. Nächste Stationen waren St. Louis, Cincinnati, Cleveland, Pittsburgh und Philadelphia. Ein weiterer Abstecher ging nach Baltimore, Washington und New Orleans. Von dort erfolgte die Rückreise über Kuba nach Europa.
Die Reisenden begegneten der aus Koblenz gebürtigen Sängerin Henriette Sontag, die sich auf Tournee in Amerika befand, der Tänzerin Lola Montez, wegen der der bayerische König Ludwig I. 1848 auf seinen Thron verzichten musste, und dem Forschungsreisenden Herzog Paul Wilhelm von Württemberg. In Washington wurden sie von dem damaligen Präsidenten Millard Fillmore empfangen. Im Verlauf der Reise schrieb Fürst Hermann zahlreiche Briefe an seine Frau in Neuwied, in denen er von seiner Reise berichtet und in denen er die dortige Landschaft mit der wiedischen Heimat vergleicht. Die Briefe, aus denen in der Vortragsveranstaltung zitiert wird, geben einen lebendigen Eindruck dieser beeindruckenden Reise wieder.
Die Besucher der Veranstaltung haben die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Prinz Maximilian zu Wied“, die bis zum 1. November verlängert ist, zu besichtigen.
