Pfarramt für gesellschaftliche Verantwortung eröffnet in Dausenau Ausstellung
Die Rolle der Rohstoffe in einer ungerechten Welt
„Arm durch Reichtum“ ist ab 10. August in der St. Kastorkirche zu sehen
Dausenau. „Arm durch Reichtum“ heißt eine Ausstellung, die auf die Rolle der Rohstoffe in einer ungerechten Welt aufmerksam macht. Ab Freitag, 10. August ist sie in der evangelischen St. Kastorkirche Dausenau zu sehen. Sie macht unter anderem auf die Fluchtursachen von Süden nach Norden aufmerksam, für die auch das Wirtschaften in Europa verantwortlich ist.
Die Schau zeigt, wie sich die Industrienationen auf Kosten der Entwicklungsländer schamlos bereichern und die Menschen dort ausbeuten, von denen sich nun viele auf den Weg nach Europa machen. „Die Ausbeutung von Rohstoffen in vielen Ländern des Südens ist mit der Auflösung gewachsener wirtschaftlicher und sozialer Strukturen und unvorstellbaren Umweltfreveln verbunden“, erklärt Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Nassauer Land. Das reiche von der Abholzung ganzer Landstriche bis hin zur Kontaminierung weiter Gebiete. Korruption, Menschenrechtsverletzungen, das Schüren von Konflikten bis hin zu brutalen Kriegen würden den Hunger nach Rohstoffen begleiten.
Die Ausstellung gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Menschen, die durch Krieg, Verfolgung oder den Verlust ihrer Lebensgrundlagen zur Flucht gezwungen werden, um zu überleben.
Appell an die Verbraucher
Die Ausstellung sei auch ein Appell an die Verbraucher, sorgsam mit den Gütern dieser Erde umzugehen und sich gegenüber der Politik dafür einzusetzen, dass Rohstoffe, die unter Missachtung von Mensch und Umwelt gewonnen würden, keinen Zugang zu hiesigen Märkten hätten, so Matthias Metzmacher. Konzipiert wurde die Ausstellung von der evangelischen Hilfsaktion Brot für die Welt beim Zentrum Ökumene der Landeskirchen Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck.
Andacht zur Eröffnung
Metzmacher wird die Ausstellung, die in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Dausenau gezeigt wird, mit einer Andacht unter Mitwirkung des Posaunenchores am Freitag, 10. August um 18 Uhr eröffnen. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Besichtigung.
Zu sehen ist die Schau außerdem am Samstag, 11., Sonntag, 12., Samstag, 18. und Sonntag, 19. August jeweils von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. (0 26 03) 66 40 (Heidi Jung) oder per E-Mail heidi.jung@kabelmail.de.
Pressemitteilung
Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Rhein-Lahn
