Gabi Novak-Oster und Detlef Oster präsentieren „KOvisionen“ - Offizieller Start am Sonntag
Die Seilbahn als Kunstort erleben
Buga-Freunde luden zur Vernissage der Ausstellung in den Kabinen der Seilbahn ein
Koblenz. Kunst-Ausstellungen finden in der Regel in Museen, in Verwaltungen, in Banken oder in historischen Gebäuden statt. Etwas anders verhält das sich in Koblenz: Der Verein „Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011“ bringt gemeinsam mit dem Jounalisten- und Fotografen-Ehepaar Gabi Novak-Oster und Detlef Oster die Kunst dorthin, wo die Menschen besonders gerne sind: In den Buga-Anlagen, in der Seilbahn und an weiteren attraktiven Orten.
Zur feierlichen Vernissage konnte Ernst H. Lutz als Vorsitzender des Vereins nicht nur das Künstler-Ehepaar, sondern auch viele weitere geladene Gäste begrüßen, so u.a. Staatsminister Roger Lewentz, Staatssekretär David Langner, den Landtagsabgeordneten Andreas Biebricher, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und die stellvertretende Generaldirektorin Brigitte Schmutzler von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.
Gabi Novak-Oster und Detlef Oster sind nicht nur durch ihre journalistischen Tätigkeiten in der Region bekannt: Mit beeindruckenden Schwarzweiß-Fotografien haben sie in der Vergangenheit bereits mehrere Male bewiesen, dass sie auch eine besondere künstlerische Ader besitzen. Mit „KOvisonen“ gehen die beiden einen neuen Weg. Mit einer besonderen Technik gestalteten sie aus Fotografien farbenfrohe Bilder. Statt im Fotolabor zu stehen, saßen beide am Computer. Oftmals stunden- und tagelang wurde experimentiert, nicht selten in hunderten Arbeitsschritten.
Mit ihren Werken rücken sie Koblenzer Motive in ein neues Licht. Zwar gut erkennbar, aber immer ein bischen anders, als man es eigentlich gewohnt ist.
„Es ist nicht die Fotografie. Es ist die Weiterentwicklung der Wirklichkeit, die wir hier zu sehen bekommen“, so Ernst H. Lutz bei der Vernissage im Innenhof der sogenannten „Langen Linien“ der Festung Ehrenbreitstein. Der Vereinsvorsitzende ergänzte: „Ihre Werke beweisen hohes technisches und gestalterisches Können. Diese Bilder entstammen keinem einfachen Grafikprogramm. Die Bilder sind Zentimeter für Zentimeter Unikate, die hochwertige Herstellungsverfahren benötigen.“
„Was wäre die Festung Ehrenbreitstein ohne die Seilbahn? Und was wäre sie ohne die Freunde der Buga?“ Fragte die stellvertretende Generaldirektorin Brigitte Schmutlzer im Rahmen ihres Grußwortes. „Wir „Festungsinsassen“ hätten sicherlich viel weniger Besucher“, betonte Brigitte Schmutzler mit Hinweis auf die beachtliche Zahl von Besuchern: Rund 700.000 Gäste konnten im Jahr 2015 in dem Festungsgelände gezählt werden.
Sehr beeindruckt von den Werken zeigte sich auch der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig: „Diese Ausstellung hat einen besonderen Reiz darin, dass die Bilder nicht nur von der Motivgestaltung her interessant sind, sondern auch spannend wegen der Verfremdung“, so Hofmann-Göttig, der betonte, dass die Heimatliebe des Ehepaares in allen Werken erkennbar sei.
Der Oberbürgermeister erwähnte auch die Bedeutung der Seilbahn als Kunstort und Ort der Verbindung. „Koblenz hat sich zu einem Referenzort der Herstellerfirma der Seilbahn entwickelt, um zu zeigen, dass Seilbahnen nicht nur als Transportmittel in Skigebieten geeignet sind, sondern dass sie sehr wohl auch ein Teil des ÖPNV sein können“, so Hofmann-Göttig, der in diesem Zusammenhang auch auf die Idee der Buga im Mittelrheintal einging. „Wenn wir dieses Projekt bekommen, dann ist die Seilbahn bis 2031 gesichert“, zeigte sich der Oberbürgermeister optimistisch.
Staatsminister Roger Lewentz, der das Ehepaar nach eigener Aussage seit über 3 Jahrzehnten kennt, lobte im Rahmen seines Grußwortes nicht nur die ausgestellten Werke, sondern auch die Aktivitäten des Vereins „Freunde der Bundesgartenschau“: „Das war eigentlich ein Verein, der nach der Bundesgartenschau 2011 abgewickelt werden sollte. Heute ist er dank des tollen Engagements der vielen Mitglieder ein unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Lebens in Koblenz“, stellte Lewentz fest.
Und auch Detlef Oster hielt sich mit Lob für den Verein nicht zurück: „Das e.V.“ steht bei den Buga-Freunden für „Erfolgsverein“, so der Künstler, der gemeinsam mit seiner Frau den Besuchern der Vernissage gerne noch für Fragen zu der besonderen Fotokunst zur Verfügung stand.
Ausstellung eröffnet offiziell am Sonntag
Offizieller Start der Ausstellung in der Seilbahn ist Sonntag, der 20. März. Die Fotos sind bis zum 30.10.2016 in den 14 Kabinen der Seilbahn zu sehen. Im Rahmen der Koblenzer Gartenkultur sind die Motive als Drucke auf Leinwand auch an verschiedenen weiteren Standorten zu sehen, so u.a. vom 25. bis 28. März am Konrad-Adenauer-Ufer (Nähe Talstation der Seilbahn), am 24. April zur Saisoneröffnung der Koblenzer Gartenkultur im Kurfürstlichen Schloss sowie am 25. Oktober 2016 beim Drachenfest im Festungspark.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig (2.v.r) wies e in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Seilbahn für Koblenz und die Region und dankte dem Künstlerehepaar und den Buga-Freunden für diese erneut gelungene Kunstaktion.
Auch Anna Maria Schuster (rechts), Geschäftsführerin des Vereins „Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V.“ erläuterte den Besuchern der Vernissage gerne die beeindruckenden Werke des Künstler-Ehepaares.
