Alte Große Mayener Karnevalsgesellschaft läutete die Fünfte Jahreszeit ein
Die Session begann auch ohne Prinz
Mayen. Mit dem traditionellen Gardeappell auf dem Marktplatz hat die Alte Große Mayener Karnevalsgesellschaft die Fünfte Jahreszeit eingeläutet. Nach der Aufstellung am Brückentor hatte sich der Zug Richtung Marktplatz bewegt, wo die Alte Große bei Schneegriesel die Organisation der Korporationen übernahm. Vizepräsident Andreas Heinen begrüßte anschließend die anwesenden Karnevalisten und Jecken. Danach nahm Heinen, der den erkrankten Präsident Uli Walsdorf vertreten musste, die angetretenen Garden und Korporationen ab. Stadtkommandant und Kommandeur durften nicht fehlen.
Die Fahnenträger der Prinzengarde, der Blauen Funken und den Fanfaren Grün-Weiß plus zwei Gardisten/Begleitungen der jeweiligen Korporationen stellten sich mit den Kommandeuren in der Mitte eines Halbkreises auf und senkten ihre Fahnen. Die Kommandeure sprachen den Text des Gelöbnisses. Kurz danach wurde das Lied des „Mayener Jung“ als inoffizielle Nationalhymne gespielt. In Vertretung von Walsdorf zeichnete Heinen als Anerkennung die Standarten mit dem Sessionsorden der Alten Großen aus. Kommandeur Horst Helmes ließ zum Abschluss fünf junge Nachwuchskarnevalisten zum beliebten Stippeföttchetanz antreten. Mit einem Schunkelwalzer wurde die Veranstaltung nach einer Dreiviertelstunde beendet.
Die Alte Große ist eine Karnevalsgesellschaft und besteht seit 1882. Sie kennt keine Dienstgrade, keine Beförderungen und auch keine aus dem militärischen Leben kopierten Abläufe. Die Alte Große hat einen prägnanten Stil und ein eigenes Selbstbewusstsein, das sich aus langer erfolgreicher karnevalistischer Tradition begründet. Das auch verkraftet, dass in diesem Jahr ein Prinz fehlt. Die Session 2025/2026 konnte auch so beginnen.
SK
Früh übt sich, was ein Karnevalist werden will.
Die Abnahme der angetretenen Garden und Korporationen ist ein fester Programmpunkt.
