Allgemeine Berichte | 09.07.2021, 14:57 Uhr

Auf Wandertour mit Wanderführer Rainer Lemmer

Die Watzenhahner Riesen und der Butterpfad

Die Mitwanderer können sich auf tolle Ein- und Ausblicke freuen. Foto: Rainer Lemmer
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Region. Der Wanderführer Rainer Lemmer lädt wieder zu zwei spannenden und abwechslungsreichen Wanderungen mit dem Haupt-Westerwaldverein ein.

28. August: Der goldene Mann & die Watzenhahner Riesen

Kaum am Treffpunkt, dem Wanderparkplatz am Naturdenkmal Kranstein an der K95, angekommen und aus dem Auto ausgestiegen, entdecken die Wanderer das erste geologische Highlight der Wanderung. Das Naturdenkmal Kranstein, ein erloschener Vulkanschlot, den man hier im Querschnitt betrachten kann, wurde schon 1984 unter Schutz gestellt.

Diese geologische Besonderheit ist im gesamten Westerwald einmalig und es gibt kaum ein Bildband vom Westerwald, in dem der Kranstein nicht abgebildet ist.

Naturdenkmal Kranstein Über Wiesen - und Feldwege - führt der Wanderweg am alten Windrad in Weltersburg vorbei und hoch auf den 436 m ü. NHN gelegenen Küppel, der auch Burgberg genannt wird. Lediglich Mauerreste geben Hinweise auf die einstige Burg. Bei klarer Sicht bietet sich von hier aus eine der beeindruckendsten Aussichten auf dieser Wanderung. Über den Ort Weltersburg mit seiner Kapelle und dem Reifenberger (Brambacher) Schlösschen schweift der Blick bis weit hinab ins Elbbachtal und Limburger Becken. Fern am Horizont erblickt man bei guter Sicht den Feldberg im Taunus. Der weitere Verlauf der Wanderung führt nun auf Wiesenwegen wieder bergab. Nach einem knackigen Anstieg erreicht man mit dem „Girkenrother Igel“ eine weitere geologische Besonderheit auf dieser Wanderung. Teilweise, fast waagrecht, treten hier mächtige Basaltsäulen zu Tage. Es geht weiter bergab durch den Wald bis die eindrucksvollen Basaltformationen, die „Watzenhahner Riesen“, im ehemaligen Steinbruch von Berzhahn, erreicht sind. An den Gleisen und an den Ruinen der ehemaligen Basaltaufbereitung vorbei geht es hinunter in das Elbbachtal. Durch Willmenrod, den Geburtsort des Erfinders des „Toast Hawaii“, geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Was es mit dem „Toast Hawaii“, dem „goldenen Mann“ und vielem anderen so auf sich hat, erklären die Wanderführer während der geführten Wanderung.

Tourstart: 28. August, 10 Uhr

Treffpunkt: Wanderparkplatz am Naturdenkmal Kranstein an der K95

Kilometer: ca. 14 km

Höhenmeter: ca. 320 hm

Kategorie: mittelschwer

Weitere Informationen: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen erfolgt keine Einkehr. Bitte als Selbstversorger für Rucksackverpflegung und Getränke sorgen! Anmeldung mit Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail) unter: Mobil: 0178 4 62 86 94 oder per E-Mail: wanderfuehrer@typisch-westerwald.de

29. August: Hoch hinaus - Butterpfad einmal anders“

Sobald man die 123 Stufen gemeistert hat, bietet sich von der ca. 14 Meter hohen Aussichtsplattform auf dem alten Wasserturm in Kurtscheid eine fantastische Aussicht! Bei klarer Sicht sieht man am Horizont Teile des Siebengebirges, den Kühkopf und den Hunsrück, den Köppel bei Montabaur, den Taunus und selbst die Hohe Acht in der Eifel ist an Tagen mit guter Sicht zu erkennen. Die Wanderung führt über Wiesen- und Feldwege an dem Naturdenkmal „Alteburg“, einer Wallanlage des späten Mittelalters, vorbei in den Wald, zu einer weiteren archäologischen Besonderheit. Deutlich im Gelände erkennbar, befindet sich hier im Wald ein keltisches Grabhügelfeld aus der Älteren Eisenzeit (6.-3. Jh. v. Chr.). An der Rekonstruktion eines Grabhügels führt die Wanderung an alten Kohle-Meilerplätzen vorbei zum beeindruckenden Mammutbaum-Wald. Der Weg verläuft weiter auf dem Butterpfad zur „Schönen Aussicht“. In der Ferne sieht man das heutige Industriedenkmal und ehemalige Fördergerüst der Eisenerzgrube „Grube Georg“ in Willroth. Weiter geht es in das Fockenbachtal und weiter auf den Spuren des Bergbaus in dieser Region. Die Wanderung führt entlang der ehemaligen Kupfererz- und Eisenstein-Gruben Louisenglück und Alexanderstollen. Vergitterte Grubeneingänge dienen heute dem Naturschutz als Fledermaus Refugium. Am Fockenbach entlang geht es weiter zur Hümmericher Mühle und zur Fockenbachsmühle. Das Fockenbachtal verlassend geht es nun stetig bergauf und an den Aussichtspunkten Ilsenstein und Wilhelmsruh vorbei, zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Tourstart: 29. August, 10 Uhr

Parkplatz Aussichtsturm

Hochstraße, 56581 Kurtscheid

Kilometer: ca. 17 km

Höhepunkt: ca. 300 hm

Weitere Informationen: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen erfolgt keine Einkehr. Bitte als Selbstversorger für Rucksackverpflegung und Getränke sorgen! Anmeldung mit Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail) unter: Mobil: 0178 4 62 86 94 oder per E-Mail: wanderfuehrer@typisch-westerwald.de. ROB

Die Mitwanderer können sich auf tolle Ein- und Ausblicke freuen. Foto: Rainer Lemmer

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