Katholische Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Oberwinter
„Die Welt ist bunt“
Sommerfest für ein gutes Miteinanderbot Theater und vieles mehr
Oberwinter. Kürzlich feierte die katholische Kndertagesstätte „Arche Noah“ ihr jährliches Kindergartenfest. Um 11 Uhr fand in der Pfarrkirche St. Laurentius ein Familiengottesdienst zum Thema „Die Welt ist bunt“ statt. Im Anschluss waren alle Kinder, Eltern, Freunde und Interessierte in den Garten der Einrichtung zum Spielen, Genießen, Erzählen und gemeinsamen Erleben eingeladen.
Die Kindertagesstätte als wichtiger Teil des Oberwinterer Gemeinwesens lebt von der Vielfalt der Familien, die dort täglich ein- und ausgehen. Diese bunte Vielfalt zu leben und erlebbar zu machen und das Miteinander zu feiern, war Ziel dieses Festes. Neben einer Tombola mit tollen Preisen gab es ein buntes Spielangebot, es wurden Glitzertattoos gemalt, und die Kinder konnten auf einer kleinen Hüpfburg springen. Die Eltern hatten für ein Büffet mit Speisen aus aller Welt gesorgt, es gab einen Würstchen- und einen Waffelstand.
Projekt mit Bezug zum täglichen Miteinander
„Wann treffen wir uns zum Tierprojekt?“, war eine häufige Frage der neuen Wackelzähne und einiger Kann-Kinder in den letzten Monaten. Das Sommerfest war das Finale für dieses Projekt. Die Kinder brachten in der Turnhalle der Einrichtung vor Eltern und Großeltern, Erzieherinnen und den übrigen Kindern ein Theaterstück zur Aufführung. Sie hatten dieses Theaterstück über die Tiere vom Rotwiesenwald gemeinsam mit dem interkulturellen Team der Kita über Wochen erarbeitet, einstudiert und geprobt. Es basiert auf dem Kinderbuch „Das Allerwichtigste“ von Antonella Abbatiello und erzählt die Geschichte von Tieren, die darüber streiten, wer die wichtigsten Fähigkeiten besitzt. Schließlich spricht die weise Eule vor und erklärt den anderen: „Alle diese Dinge sind wichtig. Jeder von uns hat etwas Wichtiges!“ Die Wahrheit, die in dieser Fabel steckt, erleben die Kinder unterschiedlicher Herkunft und kultureller Hintergründe in der Einrichtung im täglichen Miteinander. Die Kinder hatten zum Theaterstück die Kulisse des Rotwiesenwaldes gestaltet, ihre eigenen Tiermasken gebastelt und kleine Textteile gelernt.
Vielfältige Annäherung an die Welt der Tiere
Die Aufführung war der Endpunkt einer Beschäftigung mit dem Thema „Tiere“ seit Beginn des Jahres. In dieser Zeit trafen sich die Kinder in der Regel zweimal in der Woche und näherten sich dem Thema spielerisch, bastelnd, malend, singend und mit viel Bewegung. Sie brachten ihre eigenen Erfahrungen mit Tieren ein, teilten ihr Wissen und entdeckten Neues.
Viele Tiere wurden näher betrachtet und einiges über ihre Lebenswelt und Nahrung gelernt. Es entstanden tolle Bilder von Lieblingstieren, die Kinder bewegten sich im Raum wie Tiere, erprobten sich in Tierlauten, betrachteten gemeinsam Bücher und vieles mehr. So lernten sie auch „Das Allerwichtigste“ kennen und konnten das Buch – als sie die Geschichte schon kannten – sogar in verschiedenen Sprachen hören. Der kräftige Applaus, den das Publikum der Darbietung der kleinen Schauspieler spendete, war eine tolle Belohnung für die spannende gemeinsame Zeit und die viele Arbeit und Konzentration, die die kleinen Künstler in das Theaterstück gesteckt hatten.
Ihren zweiten Auftritt an diesem Festnachmittag hatten die Kinder in einer Trommelaufführung. In einem einwöchigen Workshop hatten sie sich trommelnd auf „Weltreise“ begeben und die Rhythmen Afrikas kennengelernt. So tanzten, sangen und trommelten sie sich unter Anleitung von Dietmar Dietrich in die Ohren und Herzen der Zuschauer, die begeistert diese energiegeladene und temperamentvolle Darbietung erlebten.
Den Abschluss bildete schließlich der Auftritt des jugendlichen Zauberers Connor Schlüter, der mit seinem erstaunlichen Können die Kinder beschenkte. So ging ein fröhliches und kunterbuntes Fest zu Ende – fast so bunt wie die Welt.
Von den Tieren im Rotwiesenwald erzählte das Theaterstück, das die Kinder in wochenlanger Arbeit geprobt hatten.
