Allgemeine Berichte | 08.11.2017, 15:56 Uhr

Blumenrätsel im November

Die Woche im Garten

Die Woche im Garten
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Wachtberg. Schon Mitte November, schon Allerheiligen vorüber, aber das Gartenjahr ist noch keineswegs zu Ende, weder mit der Blüte, noch mit der Arbeit. Die Königin dieser Jahreszeit ist die Dahlie, jetzt zeigt sie richtig, was sie kann, wenn um sie herum alles verwelkt ist. Auch Geranien und besonders die Dipladenie sind noch da, an sonnigen Standorten auch die letzten Rosen, und ganz unermüdlich die großen Tagetes. Im Ganzen ist also der November im Rheinland viel freundlicher als sein Ruf. Aber ab Monatsmitte muss jederzeit mit dem ersten Nachtfrost gerechnet werden, und dann ist alles anders: Dahlien und Mombretien sofort erfroren, Kapuzinerkresse am Boden und bei uns auch der noch fleißig blühende Gelbsenf. Damit beginnt die letzte große Aufräumarbeit. Die meisten Kübelpflanzen müssen ja ins Winterquartier, das wieder überquellen wird: Oleander, Clematis, Fuchsien, Sonnenhut in ihren Kübeln, Dahlienknollen und Mombretien in Sandeimern, aber die Geranien können ganz zurückgeschnitten wurzelnackt gut überwintern.

Andererseits wird damit jetzt auch Platz frei für die Blumenzwiebeln. In den Gärtnereien sind sie ja schon fast zu Ende, aber für das Aussetzen ist es keineswegs zu spät. Dabei ist ein großer Unterschied zwischen Tulpen und Narzissen. Für Wühlmäuse sind Tulpenzwiebeln wahre Leckerbissen, aber Narzissenknollen rühren sie nicht an. Deshalb müssen bei unserer Bachlage alle Tulpen in Blumentöpfen in den Beeten versenkt werden, was aber den Vorteil hat, dass man sie nach der Blüte herausnehmen und die Beete neu bepflanzen kann. Von den Tulpen dieses Frühjahrs hat aber höchstens die Hälfte hinreichend große Tochterzwiebeln gebildet, während die Narzissen sich im Boden sogar noch selbst ausbreiten. Für Laubabdeckung vor dem Frost sind beide dankbar, denn sie treiben dann früher aus und damit das Laub nicht verweht, Tannenzweige darüber legen, spätestens vom Weihnachtsbaum. Das Laubkehren geht noch einige Wochen weiter, und an einigen Stellen bewährt sich auch ein Laubgebläse besser als die Harke, aber es ist immer noch unerträglich laut, auch die batteriebetriebenen.

Und dann die Außenwasserhähne auslaufen lassen, die Regentonnen leeren, die Garage frei machen, alles schnell getan, aber nicht zu lange anstehen lassen. Damit noch etwas blüht, kann man gut die kleinen Alpenveilchen und Erika in die Kästen und Kübel bringen, und auch große Kürbisse sind dekorativ, die es bei uns in Wachtberg ja reichlich gibt. Das Rasenmähen war wohl jetzt zum letzten Mal fällig, und viele Stimmen halten jetzt eine dritte Düngung für richtig. Wir selbst tun das nicht, aber wir wollen es auch nicht schlecht reden. Indem damit das Gartenjahr langsam zu Ende geht, wird bis zum März aus „Die Woche im Garten“ diese Kolumne zum „Der Monat im Garten“, im Dezember auch noch mal mit Geschenkideen. Die Auflösung des letzten Blumenrätsels war die Herbstaster, und was ist die heute Abgebildete?

Ulrich Junker

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