Frauenfahrt der kfd Ohlenberg nach Trier
Die älteste Stadt Deutschlands erkundet
Pfarrer i.R. Klemenz Hombach hatte ein Programm für die Gruppe ausgearbeitet
Kasbach-Ohlenberg. Ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Linz, Klemens Hombach, ein Eintauchen in die Vergangenheit mit dem Besuch eindrucksvoller Kulturstätten, ein entspannter Bummel durch eine liebenswürdige Altstadt mit attraktiven Geschäften und Lokalen – das alles waren offenbar gute Gründe, um an der Frauenfahrt nach Trier, zu der die kfd Ohlenberg eingeladen hatte, teilzunehmen, denn: Der Bus konnte vollbesetzt gen Südwesten starten.
Welterbe besichtigt
Nach einer freudigen Begrüßung am verabredeten Ort in Trier führte Hombach die Frauen zuerst durch belebte Altstadtstraßen zum Wahrzeichen der Stadt, der Porta Nigra, besterhaltenes römisches Stadttor Deutschlands und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend. Weiter ging es dann über den Hauptmarkt zur Liebfrauenkirche, der frühesten gotischen Kirche Deutschlands.
Sie beeindruckt durch ihre filigranen Säulen, durch das Licht, das durch die bunten Glasfenster einfällt, und ihren ungewöhnlichen Grundriss. Unmittelbar neben der Liebfrauenkirche, in der Hombach übrigens, wie er berichtete, zum Priester geweiht wurde, steht der Trierer Dom, die älteste Bischofskirche Deutschlands und Mutterkirche des Bistums Trier. Mit der Liebfrauenkirche ist er durch einen gotischen Kreuzgang verbunden, der einen kleinen Friedhof umschließt.
Bekannteste und kostbarste Reliquie des Doms ist der Heilige Rock, der verschlossen aufbewahrt und nur äußerst selten öffentlich gezeigt wird. Die Kaiserin Helena soll das Gewand im vierten Jahrhundert von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem mitgebracht haben.
In der Krypta des Doms wird das Kopfreliquiar der heiligen Helena aufbewahrt, und dort befindet sich auch die Grablege der Trierer Bischöfe. Abseits vom Trubel im Hauptschiff der Kirche war die kfd-Gruppe fast allein in der Krypta, sodass sich die Gelegenheit bot, innezuhalten. Dankbar für den schönen Tag sang die Gruppe gemeinsam das Lied „Lobe den Herren“ und drückte damit eine Stimmung aus, für die manch einem Worte fehlten.
Ein ganz besonderer Besuch
Nach einer ausgedehnten Mittagspause, in der alle ihren jeweiligen Vorlieben nachgehen konnten, wartete Hombach noch mit einem besonderen Vorschlag auf: Für Interessierte bot er eine Fahrt in den Süden der Stadt, zur Benediktinerabtei St. Matthias, an. Als die Kirche in ihrer heutigen Form im 12. Jahrhundert errichtet wurde, fanden sich beim Abriss des Vorgängerbaus Reliquien des Apostels Matthias. Seit dieser Zeit ist das Apostelgrab Ziel zahlreicher Pilgergruppen. Die kfd-Gruppe hatte das Glück, eine gerade angekommene Matthiasbruderschaft beim Einzug in die Kirche zu erleben. Ein Gang über den Mattheiser Friedhof, eine der ältesten Friedhofsanlagen Triers, ließ die Gruppe still und nachdenklich werden. So fand der eindrucksvolle nachmittägliche Ausflug seinen Abschluss.
Fröhlicher Abschluss
Recht fröhlich ging es dann in der „Kartoffelkiste“ zu, einem von Hombach empfohlenen Lokal. Nach dem Abendessen hieß es dann Abschied nehmen von Hombach, der die Gruppe bis zu ihrem Bus begleitete. Die Frauen dankten ihm herzlich für den erlebnisreichen Tag, den er für sie gestaltet hatte, und nicht zuletzt dafür, dass er sich zwischendurch immer wieder Zeit für persönliche Gespräche genommen hat. Im Gegenzug hat er auch die Frauen an seinem Leben als Ruhestandsgeistlicher teilhaben lassen: Er füllt seine Zeit vorrangig mit der Gestaltung zahlreicher Gottesdienste und mit ganz viel „Seelsorge“, mit der Sorge für und um die Seelen der Menschen.
Über die positive Resonanz auf den harmonischen Sommertag in Trier konnte sich Waltraud Schäfer, die Sprecherin der kfd, samt ihren Mitstreiterinnen am Tag selbst und auch noch Tage danach freuen.
