Weißer Ring und VG Cochem baten zur Präventionsveranstaltung ins Kulturcafé
Die dunkle Jahreszeit - Hochsaison für Einbrecher und Diebe
Cochem. Wie dreist heutzutage Betrüger und Diebe an der Haustür, am Telefon, im Supermarkt, im Restaurant oder in der Fußgängerzone zu Werke gehen, und welcher Tricks und Mittel sie sich dabei bedienen, über diese Themen referierte Gabi Jahnen, ehrenamtliche Ansprechpartnerin und Beraterin vom Weißen Ring. Dessen Aufgabe ist es, Kriminalitätsopfern im eingetretenen Fall zu helfen. Margit Laux, zuständige Sachbearbeiterin bei der Verbandsgemeinde Cochem, hatte dazu Senioren/innen und deren Betreuer ins Kulturcafé Germania eingeladen, wo Frau Jahnen diesmal, nach der ersten Veranstaltung im Mai dieses Jahres, die Themen Einbruchsdelikte zur dunklen Jahreszeit (November bis Februar), sowie Betrugs- und Diebstahlsdelikte ansprach. Diesbezüglich sind oftmals und bevorzugt Senioren/Innen Geschädigte von solchen Tätern, die mittlerweile überwiegend als Bande organisiert sind und arbeitsteilig vorgehen. Dabei bedienen sie sich bestimmter Tricks und Vorgehensweisen, um u.a. durch Ablenkung an das Geld bzw. die Wertgegenstände ihrer potenziellen Opfer zu gelangen. Die sind meist arglos und beurteilen oder erkennen die von den Tätern inszenierte Situation falsch oder zu spät. In den Wintermonaten, wenn die Dunkelheit bereits am frühen Abend eintritt, fühlen sich Einbrecher bei ihrer Tatbegehung meist relativ sicher und benötigen nur wenige Minuten, um gezielt in ein Anwesen einzubrechen und Wertsachen zu entwenden. Dahingehend werden geeignete Tatobjekte im Vorfeld von ihnen ausgespäht, um sicherzugehen, dass sich zum Zeitpunkt ihres Handelns niemand im Haus befindet.
Aufmerksame Nachbarn sind gefragt
Hier ist insbesondere der „wachsame Nachbar“ gefragt, der verdächtige Personen oder Fahrzeuge und deren Kennzeichen sofort der Polizei melden sollte. So sprach Gabi Jahnen auch die Tricks der offen auftretenden Straftäter/Innen an der Haustür an, die bspw. auch als Schwangere getarnt, fadenscheinig um ein Glas Wasser, eine Tablette, oder die Benutzung der Toilette oder des Telefons bitten. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn Straftäter benutzen diese Ausreden nur als Vorwand, damit sie und ihre Mittäter unbehelligt in die Wohnung gelangen. Hier erfolgt dann der schnelle und meist unbemerkte Zugriff auf Wertgegenstände. Selbst wenn der Diebstahl noch vor Ort bemerkt werden sollte, haben die Opfer in der Regel keine Möglichkeit die Täter davon abzuhalten bzw. sich zur Wehr zu setzen.
Achtung bei Handtaschen, Geldbörsen und Handys
Überdies wurden die Vorgehensweisen/Tricks der Taschendiebe angesprochen, die speziell in der Advents- und Weihnachtszeit wieder in Geschäften und Fußgängerzonen unterwegs sind. Hier gilt es auf mitgeführte Handtaschen, Geldbörsen und Handys zu achten. Diese sollten so getragen werden, dass sie nicht so leicht entwendet werden können. Leider werden Handtaschen und Portemonnaies oftmals arglos und leichtsinnig im Einkaufswagen oder auf dem Kassenband abgelegt, was den Tätern den Zugriff sehr erleichtert, wenn sich das Opfer den Waren zuwendet. Hier rät Frau Jahnen, besagte Gegenstände immer direkt am Körper zu tragen und nach Möglichkeit, bspw. durch Gürteltaschen, Reißverschlüsse pp., zusätzlich zu sichern. Aufkommende Fragen der Anwesenden beantwortete Gabi Jahnen gerne und zeigte sich erfreut über das große Besucherinteresse an der Veranstaltung. Auch aufgrund dessen, ist im Frühjahr 2019 wieder eine solche mit aktuellen Themen im Germania geplant. Der genaue Termin wird frühzeitig in der Presse bekanntgegeben.
Wichtige Kontakte: Margit Laux, Verbandsgemeinde Cochem, Tel. (0 26 71) 60 84 24, Weißer Ring, Außenstelle Cochem-Zell, Tel. (01 51) 55 16 46 63, Polizeiinspektion Cochem, Tel. (0 26 71) 98 40.
TE
Das Smartphone in der Gesäßtasche zu transportieren ist im Gedränge der Fußgängerzone riskant. Ruckzuck ist es weg.
Vorsicht beim Einkauf. Keine offenen Handtaschen arglos über der Schulter tragen. Es bedeutet oft eine Einladung für Diebe.
