Allgemeine Berichte | 18.08.2023

Neue Ausstellung im Roentgen-Museum Neuwied eröffnet

Die erste ihrer Art

Einblicke in die Ausstellung.  Foto: Thomas Höfner

Neuwied. Als Vertreter des im Urlaub verweilenden Landrates Achim Hallerbach hat der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert kürzlich die Ausstellung „Möbel à la Roentgen - Inspirationen aus der Neuwieder Manufaktur“ eröffnet. Die Veranstaltung fand im Garten des Museums, wo das Wetter glücklicherweise mitspielte.

Mahlert begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte, dass es sich um die erste Ausstellung handele, die sich mit dem gesamten Umfeld und der Nachfolge der bedeutendsten Möbelkünstler des 18. Jahrhunderts, Abraham und David Roentgen, beschäftigt. Er stellte bei der Gelegenheit auch die Münchner Kunsthistorikerin und Roentgenmöbelkennerin Dr. Christine Cornet vor, die zusammen mit dem Museumsdirektor Bernd Willscheid die Ausstellung konzipiert hatte. Beide sind zudem Herausgeber des umfangreichen Ausstellungskatalogs, der zahlreiche Beiträge mit neuesten Erkenntnissen zum Roentgen-Umfeld enthält.

Mahlert begrüßte außerdem die vielen Leihgeber, darunter bedeutende Museen, staatliche und private Schlösser, Privatsammlungen und Kunsthändler aus ganz Deutschland und der Schweiz. Auch Julian Schmitz-Avila von der bekannten Fernsehsendung „Bares für Rares“ und Christoph Bouillon, de Glasexperte aus der Sendung „Kunst und Krempel“ vom Bayerischen Rundfunk, wohnten der Ausstellungseröffnung bei. Mit persönlichen Worten hob Mahlert hervor, dass dies die letzte große Ausstellung ist, die von Bernd Willscheid kuratiert wird. Willscheid wird zum Ende des Jahres 2023 in den Ruhestand treten.

Die Ausstellung und der Katalog werden von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Richard Borek Stiftung und der Sparkasse Neuwied gefördert. Dr. Birgit Sander, Vorständin der Rudolf-August Oetker-Stiftung und Geschäftsführerin der Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH, sprach stellvertretend für alle Förderer eine Grußbotschaft. Sie würdigte die exquisite Roentgenmöbel-Sammlung des Museums und betonte, dass die Oetker-Stiftung diese immer wieder gerne bei Ankäufen oder Sonderausstellungen gefördert hat.

Die Festrede zur Eröffnung der Ausstellung wurde von Dr. Christine Cornet gehalten. Dabei ließ sie die Zuhörer in das Leben und die Arbeit einiger Mitarbeiter von Roentgen eintauchen. Mithilfe von Zitaten aus Briefen und Dokumenten schilderte sie auch deren Verhältnis zu David Roentgen. Museumsdirektor Bernd Willscheid drückte seine Wertschätzung gegenüber allen aus, die an der Vorbereitung der Ausstellung und der Erstellung des Katalogs mitgewirkt hatten. Er hob insbesondere die Autoren - allesamt nahmhafte, international bekannte Kunsthistoriker oder Restauratoren mit großem Ruf in der Fachwelt - des Katalogs hervor, die innerhalb kürzester Zeit hervorragende, gut lesbare und fundierte Beiträge für das Werk erstellt hatten. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Ela Zagori mit ihrer Violine.

Nach der offiziellen Eröffnung konnten die Besucher die Ausstellung mit rund 40 Exponaten - darunter kostbare Schreibmöbel, Kommoden, Tische und Uhren - sowie auch die ständige Roentgenmöbel-Sammlung des Museums besichtigen.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann noch bis 12. November zu den Öffnungszeiten von Dienstag bis Frreitag zwischen 11 und 17 Uhr sowie am Wochenende und feiertags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt standardmäßig drei, ermäßigt für Schüler, Studenten Rentner und Schwerbehinderte zwei Euro. BA

Einblicke in die Ausstellung. Foto: Thomas Höfner

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