Vor 75 Jahren:
Die ersten Deportationen von Juden aus Koblenz
Veranstaltung am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz
Koblenz. In Gedenken an die NS-Opfer vor 75 Jahren, erinnerten am 27. Januar der „Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.“ mit einer Veranstaltung am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz mit anschließender Gedenkfeier in der Citykirche am Jesuitenplatz.
Während Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig Namen von 14 jüdischen Familien aus Koblenz und Umgebung verlas, hefteten Schülerinnen und Schüler der Diesterweg- und Hans-Zulliger-Schule deren Portraits mit einer weißen Rose am Mahnmal an.
Nach dieser kurzen eindrucksvollen Zeremonie gingen die etwa 100 Teilnehmer zur Gedenkstunde in die Citykirche am Jesuitenplatz.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit gerade in heutiger Zeit solcher Gedenkveranstaltungen gegen das Vergessen. Der Vorsitzende des Förderverein Mahnmal Dr. Jürgen Schumacher zählte einige Greueltaten auf, die von den damaligen Offizieren der Nazis durchgeführt wurden.
Im Anschluss an die beiden Reden fügte sich ein Christl.-Jüdisches Gebet, gehalten von Superintendent Rolf Stahl (Evang. Kirche), Dechant Thomas Hüsch (Kath.Kirche), Pfarrer Ralf Staymann (Altkatholische Kirche) sowie Rabbiner Efraim Yehood-Desel (Jüdische Kultusgemeinde) an.
Musikalisch wurde die Gedenkstunde von Svitlana Orlik (Klavier), Ellen Paul (Geige) und Sarah Elisabeth Paul (Querflöte), sowie Orgelmusik umrahmt.
Anschließend bekamen die Besucher die Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ in der Citykirche.
Detlev Pilger, Marie-Theres Hammes-Rosenstein und Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig bei der Gedenkstunde in der Citykirche.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig bei seiner Begrüßungsrede.
Rabbiner Efraim Yehood-Desel im Gebet.
